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Elektroräder

Ganz klar, Elektroräder liegen absolut im Trend. Die hohe Aufmerksamkeit auf Messen sowie in der Presse sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache.

Lang schon sind die Zeiten vorbei in denen Fahrräder mit Motorunterstützung nur von Pensionären jenseits der 70 gefahren wurden. Immer mehr Käufergruppen entdecken die Vorteile von Elektrorädern, die heute äußerlich z. T. überhaupt nicht mehr von den konventionellen Rädern zu unterscheiden sind. Junge Eltern mit Kinderanhänger, Berufstätige die im Anzug nicht schwitzen wollen oder Paare die trotz unterschiedlichem Trainingsstand gerne zusammen Radtouren unternehmen möchten, gehören zur neuen Zielgruppe der Hersteller.

Arten der Elektroräder

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Klassen von Fahrrädern mit Elektroantrieb. Zum einen gibt es die Pedelecs (Pedal Electric Cycle) die den Fahrer unterstützen sobald er in die Pedale tritt. Dabei wird noch in Räder mit begrenzter und unbegrenzter Tretunterstützung unterschieden.

Eine zweite Klasse bilden die Zweiräder mit Elektroantrieb. Diese E-Bikes können über einen Gashebel beschleunigt werden ohne die Pedale nutzen zu müssen.

Fahrradtyp Eigenschaften
Modelle
Pedelec
(limitierte Tretunterstützung)
  • der Motor schaltet sich bei Betätigung eines Drehgriffs automatisch dazu, sobald der Fahrer in die Pedale tritt
  • bei vielen Modellen kann man hohe Kraftunterstützung einstellen
  • bei 25 km/h schaltet sich die Motorunterstützung ab
  • keine Helm- und Versicherungspflicht.

rad1

Modelle bei Fahrrad-XXL:


Schnelles Pedelec / Speedbike
(unlimitierte Tretunterstützung)
  • Anders als bei der limitierten Tretunterstützung schaltet sich der Motor nicht bei 20 km/h ab, sodass bis zu 45 km/h erreicht werden können.
  • man benötigt ein Versicheungskennzeichen (Kleinkraftrad) sowie Mofaprüfbescheinigung/Führerschein
  • keine Helmpflicht

speedbike

E-Bike
  • bis zu 45 km/h schnell
  • treten ist nicht zwangsweise notwendig
  • es besteht Helm- und Zulassungspflicht.

E-Bike

Antriebskonzepte

An Pedelecs gibt es keinem Gashebel, die Motoren schalten sich automatisch dazu sobald der Fahrer in die Pedale tritt. Dabei kann stufenweise die Kraft des Motors über einen Hebel oder Knopf am Lenker  reguliert werden.

Bei den meisten Modellen lässt sich zudem der Ladezustand des Akkus über Leuchtdioden oder einen Fahrradcomputer ablesen.

System
Eigenschaften
Motor in der Vorderradnabe
haken
  • gute Spurtreue in Kurven wegen Schwerpunktverlagerung nach vorn
  • Rücktrittbremse möglich
motor
kreuz
  • Durchdrehen des Vorderrads bei losem Untergrund möglich
Motor im Hinterrad
haken
  • keine Antriebsverluste über Getriebe oder Kette
  • neutrales Antriebsverhalten
motor
kreuz
  • Erhöhung des Schwerpunktes nach hinten
  • Kettenschaltungen können nur mit Schraubkranz verwendet werden
  • Ritzelabstuffung und Qualität sind sehr eingeschränkt.
Motor im Tretlager
haken
  • Motorkraft wird mit der Schaltung unter- oder übersetzt
  • Art der Schaltung ist frei wählbar
  • Stromsparender
motor

Akkukonzepte

Entscheidend für die Einsatzdauer der Motoren ist die Qualität der Energiezelle des Elektrorades.

Meist verbauen die Fahrradhersteller heute leistungsstarke Li-Ionen Akkus, jedoch findet man gerade bei preiswerten Rädern noch häufig NiMH Akkus.

Bei der Befestigung der Akkuzellen gibt es verschiedene Ansätze. Je näher an der Schwerpunktmitte des Rades desto besser. Das Einsetzen und Entnehmen des Akkus sollte leicht und ohne aufwendige Umbauten von der Hand gehen.

Die Reichweite einer Akkuladung schwankt erheblich und ist stark Gelände abhängig. Wer viele Steigungen mit voller Motorleistung bezwingen möchte wird sicherlich nicht die von einigen Herstellern angegebenen 130 Kilometer weit kommen.

Akku Typ

Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH) Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion)
haken
  • geringer Anschaffungspreis
  • lange Lebensdauer
  • geringeres Gewicht als NiMH-Akku bei gleicher Leistung
haken
  • kürzere Lebensdauer
  • hoher Anschaffungspreis

Befestigung am Fahrrad

Gepäckträger
akku
Gepäcktaschen
bike
hinter Sattelrohr
bike
im Unterrohrbike
haken
  • keine Kompromisse bei Tiefeinsteiger-Rahmen
  • leicht abnehmbar
  • sehr variabel aufrüstbar
  • leicht abnehmbar
  • günstig für den Schwerpunkt in der Mitte des Rades
  • leicht abnehmbar
  • Akkus kaum sichtbar
  • kein zusätzliches Gehäuse
  • optimale Gewichtsverteilung
haken
  • erhöhter Schwerpunkt hinten
  • Gepäckträger nur eingeschränkt nutzbar

  • Akku kann zum Aufladen nicht entnommen werden
beratung
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