Paneuropa - Teil 1
Paneuropa Radweg Teil 1: Prag - Rothenburg/Tauber
Ein Reisebericht von Johannes Meusel, unterwegs auf einem Carver San Franscisco von Fahrrad-XXL. (April 2009)

Kurzübersicht
Tourverlauf
- 1. Tag: Prag: Sightseeing per Rad in der Moldaumetropole (25 km)
- 2. Tag: Prag - Karlstejn - Hořovice (86 km)
- 3. Tag: Hořovice - Dobřiv - Plzen - Prestice (94km)
- 4. Tag: Prestice - Rokycany - Běla nad Radbuzou (73 km)
- 5. Tag: Běla nad Radbuzou - Želesna - Tilyschanz - Eslarn - Neustadt/Waldnaab (87 km)
- 6. Tag: Neustadt/Waldnaab - Weiden - Schnaittenbach - Hahnbach - Sulzbach-Rosenberg (70 km)
- 7. Tag: Sulzbach-Rosenberg - Neukirchen - Hersbruck - Lauf - Nürnberg (71 km)
- 8. Tag: Nürnberg - Fürth - Ansbach (55 km)
- 9. Tag: Ansbach - Rotheburg/Tauber (40 km)
Distanz
ca. 601 km mit dem Rad
Empfohlene Internetseiten
- Website des Paneuropa Radweg www.paneuropa-radweg.de
- Infos zum Radwandern Region Plzen www.plzenskonakole.cz
- Infos zu Radreisen in Tschechien www.cykloserver.cz
- Allgemeine Infos zum Radwandern in Tschechien www.fahrradbibliothek.de
Highlights einer Reise auf dem Paneuropa Radweg
Die Idee eine länderübergreifende Radwegeverbindung zwischen Tschechien und –Deutschland zu projektieren entstand im Jahre 2001. Im Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab, in der Grenzregion zu Tschechien gelegen, wurde u. a. mit Mitteln der Europäischen Union eine stillgelegte Bahnstrecke zu einem Radweg umgebaut. Dies war auch die Initialzündung für unsere tschechischen Freunde, diesen Weg in ihrem Land fortzusetzen. In der damaligen Zeit (noch bis heute) wurde auch an der Autobahn A 6 in unserer Region gebaut. Diese Europastraße (E 50), auch Via Carolina genannt verbindet nunmehr Frankreich mit Tschechien und bildet die wichtigste Magistrale zwischen beiden Ländern. Die prominente Vorgängerin dieser modernen Autobahnverbindung war eine Mittelalterliche Handelsstraße, „Die goldene Straße“ genannt. Dies waren die Grundsteine für die Überlegung einen länderübergreifenden Radweg auszuweisen.
Grundsätzlich sollte der Weg auf vorhandenen Radwegen verlaufen. Diese sind bekannt, werden gepflegt und besitzen die notwendige Infrastruktur. Bestehende Wege haben sich bewährt und besitzen regionale Ansprechpartner. Der PANEUROPA-RADWEG bildet sozusagen die Klammer für die einzelnen Teilabschnitte und verbindet unter einem einheitlichen Logo drei europäische Länder und zwei Weltmetropolen. Er bildet in der Mitte Süddeutschlands eine durchgehende Ost-West-Verbindung und trägt damit zum europäischen Gedanken der Völkerverständigung hervorragend bei.
Ursprünglich war der Abschnitt Prag - Tilyschanz in Ost-West-Richtung beschrieben, der Rest in West-Ostrichtung. Wir haben uns für diese alte Variante entschieden, um den Bockl-Radweg bergab fahren zu können.
Die detaillierten Wegebeschreibungen und Wegebezeichnungen kann man auf der Webseite www.paneuropa-radweg.eu finden. An Abzweigungen und/oder regionalen Besonderheiten ist das PANEUROPA-RADWEG Logo angebracht.
• Tschechien: 227 km
• Deutschland: 670 km
• Frankreich: 640 km
Für die insgesamt 1.537 km sollte man mind. 3 Wochen - am besten mit 4 Wochenenden = 23 Tage einplanen
Westböhmen hat durchaus einige Berge, dennoch kann man gut Rad fahren. Unsere Route pendelte zumeist zwischen 300 und 600 Höhenmetern, d. h. es sind durchaus einige Steigungen zu bewältigen, aber es gibt natürlich auch schöne Abfahrten. Besonders attraktiv ist das Radeln auf sog. Bahntrassen-Radwegen. Der Bockl-Radweg zählt mit 54 km zu den längsten und schönsten in Deutschland. Die Oberflächenqualität ist unterschiedlich: im oberen Teil zwischen Eslarn und Pleystein meist wassergebundene Oberfläche, im unteren Teil zwischen Vohenstrauß und Neustadt/Waldnaab meist asphaltiert. Die Steigungen sind sehr gering (i. d. R. nur bis 3 %).
Sehenswürdigkeiten
Prag: städtisches Denkmalschutzgebiet seit 1992 Weltkulturerbe, Hradschin (Hradčany: 570 m langes und 128 m breites Areal - größtes zusammenhängendes Burgareal der Welt) mit 3 Burghöfen, Veitsdom (1344 - 1929), roman. St. Georg-Basilika und barockem Sandsteinbrunnen 1686, Pulverturm Mihulka, Turm Dalibor, Goldenes Gässchen, Königliches Lustschloss Belvedere, barocke Nikolauskirche (1703 - 1756) mit 75 m hoher Kuppel, Karlsbrücke Karluv Most (1357, 516 m lang, 9 m breit, mit 30 Statuen), Chech-Brücke (elegante Jugendstilbrücke von 1908 mit Statue der Siegesgöttin Victoria), Jüdische Stadt mit Maisel-Synagoge, Pinkasynagoge und Altneu-Synagoge, Spanische Synagoge, Altmarkt mit Jan-Hus-Denkmal, Rathaus mit astronomischer Uhr (1410) und stündlicher Apostel-Parade, Teynkirche 1365 - 1511 mit 80 m hohen Türmen, Wenzelsplatz mit Denkmal, Pulverturm, Dvořak-Museum, Mozartmuseum, Jüdisches Museum, Vysehrad mit Peter-und-Paulkirche, Rotunde von 1278, Ehrenfriedhof Slavin: Prominentenfriedhof (Dvořak, Smetana, Karel Čapek, Jan Neruda, Franziskanergarten)
Karlstejn: erbaut 1348, neugotische Umgestaltung der Burganlage, diente zur Aufbewahrung der Krönungsinsignien, Mannensaal, Audienzsaal, Speisesaal, 2 Schatzkammern, Kirche der Jungfrau Maria, Brunnenturm
Hořovice: Barockes Schloss 18. Jh.(Jagdsalon, Esszimmer, Bibliothek, Gusseisengalerie, Sammlung von Spieluhren, Spieleautomaten, histor. Spielwaren und Modelleisenbahnen, sehenswerter Park mit prachtvollem Sonnentor, Burg Točnik, Burg Žebrák
Dobřiv: schwedische Steinbrücke 17. Jh., Hammerschmiede (Wasserhammerwerk 16. Jh.)
Rokycany: 1584 zur Königsstadt erhoben, Dreifaltigkeitskirche, barockes Rathaus mit Turmuhr, barocke Mariensäule 1770, Haus Dumetovsky (16. Jh.), Observatorium, Okresni Museum (Eisenindustrie und Paläontologie)
Plzen: Gegründet 1295 durch König Vaclav II., Altstadt mit Barock- und Renaissance-Häusern, Renaissance-Rathaus (1559) mit Scgrafitti-Maalerei, got. Katedrála Sv. Bartoloměje mit 102 m hohem Turm u. Altar mit Pilsener Madonna, Pestsäule, Synagoge 1893 im maurisch-romanischen Stil und Garten der Erinnerung mit Steinen als Zeugnis des Schicksals der jüdischen Gemeinde in der Nähe der alten Synagoge (1859), ZOO, Botanischer Garten, Josef-Kajetán-Tyl-Theater (1899 - 1902) im Neorrenaissance-Stil und mit Jugenstilelementen), Denkmal Spejbl und Hurvinek, Westböhm. Museum (Neorenaissance-Gebäude), Westböhm. Universität mit 14.000 Stundenten an 7 Fakultäten, Brauerei Pilsner Urquell (prächtiges Eingangstor), traditionelle Bierschänke im Zwinger (Šenk na Parkánu) und Brauereimuseum (Pivovarské Muzeum), Josef-Kajetán-Theater 1869, Marionettentheater (Spebjl und Hurvinek 1930 - 1943), ZOO und Botanischer Garten (21 ha im Stadtteil Lochotin, seit 1957)
Střibo: Markt mit Renaissance-Rathaus 1543 und Graffitis von 1823, Sandstein-Brücke 1560 mit Turm, ehem. Minoritenkloster 13. Jh. mit Resten got. Wände, Kreuzgang, Kirche Allerheiligen 1565, Bürgerhäuser mit verzierten Portalen, Bastei, Stadtmauer mit Judentor, Mariensäule, 13. Meridian
Kladruby: Benediktiner-Kloster (1115) mit Prälatur, Konvent u. dreischiffiger Basilika Jungfrau Maria 12./13. Jh. (82 m lang/21 m breit )
Bělá nad Radbuzou: histor. Stadt, barocke Brücke 1725 mit 8 Bögen und 6 Heiligenfiguren, Pfarrkirche Jungfrau Maria
Pleystein: neubarocke Wallfahrtskirche und Kloster auf 38 m hohem Rosenquarzfelsen, neugotische St. Sigismund, Kreuzbergkirche, Heimatmuseum mit Mineraliensammlung, geolog. Lehrpfad PleySteinpfad mit Schautafeln und Gesteinsbrocken
Neustadt/Waldnaab: mittelalterlicher Stadtplatz mit farbenfrohen Giebelhäusern, Osterbrunnen, Lobkowitz-Schlösser: Altes Schloss: spätgotischer Profanbau 15. Jh., Neues Schloss 1726 (Deckengemälde im 2. Stock, Kapelle mit 17teiligem Bilderzyklus), barocke Pfarrkirche St. Georg von 1735, barocke Wallfahrtskirche St. Felix, Schauglashütte
Weiden: Marktplatz mit Renaissancegiebeln, Altes Rathaus (1548) mit Glockenspiel, Oberes Tor, altes Schloss "Vestes Haus" 1543, Ev. Kirche St. Michael (15. JH.) mit Rokoko-Kanzel, barocke kath. Kirche St. Sebastian, zweitürmige neoroman. Kirche St. Josef (1900) mit Jugendstil-Inneneinrichtung, "Altes Schulhaus" 1566 (Heimatmuseum), Unteres Tor 15. Jh. und Mauermann-Brunnen, alte Stadtmauer mit Wehrgängen, Flurerturm 1575, Waldsassener Kasten mit Keramikmusuem, Max-Reger-Haus (1873 - 1916), Max-Reger-Park und Triton-Springbrunnen und Storchenbrunnen, Porzellanfabrik Christian Seltmann, Gasthof Goldener Adler (Goethe 3.9.1786 Italienreise)
Sulzbach-Rosenberg: gotisches Rathaus 14. Jh., größter Osterbrunnen der Welt mit 20.000 Ostereiern, Stadtmuseum für Bergbau und Stadtgeschichte, schlichtes Schloss
Hersbruck: Altstadt mit malerischen Gassen und Tortürmen (Wassertor, Spitaltor, Nürnberger Tor), großer Osterbrunnen, 70 m langer begehbarer Wehrgang, Schloss 1517, Stadtkirche St. Maria (14. - 18. Jh.)mit spätgotischem Schreinaltar, Kunstmuseum und Skulpturengarten, Deutsches Hirtenmuseum (Di - So 10 - 12 u. 14 - 16 Uhr)
Lauf: Altes Rathaus 14. Jh., Reste der Stadtmauer (im Spitalhof) und Hersbrucker und Nürnberger Tor, Kaiserburg 1360: mächtiger Wehrbau im roman. und gotischen Stil, 2 Osterbrunnen
Nürnberg: Altstadt, Kaiserburg, Albrecht-Dürer-Haus, Handwerkerhof, Frauenkirche (14. Jh.), Lochgefängnis unter dem alten Rathaus (mittelalterliches Untersuchungsgefängnis und Folterkammer), Schloss Neunhof (16. Jh. patriz. Wohnkultur), Tucherschlösschen (Renaissance-Patrizierhaus), Spielzeugmuseum, Verkehrsmuseum Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Naturhist. Museum, Museum für Kommunikation, Museum Industriekultur, Schulmuseum, Tiergarten Nürnberg
Rothenburg/T.: mittelalterliche Altstadt: Stadtmauer (14. JH.) mit 2,5 km langen begehbaren Wehrgang, Plönlein mit Siebersturm und Kobolzeller Tor, Markusturm, Rödertor, Stadtpfarrkirche St. Josef, Franziskanerkirche mit Franziskusaltar von T- Riemenschneider, Wehrkirche St. Wolfgang, Rathaus Renaissance 1587, Mittelalterliches Kriminalmuseum, Reichsstadtmuseum, Puppen- und Spielzeugmuseum, Deutsches Weihnachtsmuseum, Alt-Rothenburger Handwerkhaus.
Osterbrunnen: Eine sehr schöne Zugabe sind in den Osterferien die zahlreichen Osterbrunnen im Amberg-Sulzbacher Land. Als es noch keine zentrale Wasserversorgung gab, war gutes Wasser eine besondere Kostbarkeit. Aus dieser Zeit stammt der Brauch, die lebenserhaltenden Quellen mit bunten Eiern, Blumen, Kränzen und Girlanden zu schmücken. In über 20 Orten findet man reich geschmückte Osterbrunnen - am Paneuropa-Radweg u. a. in Vohenstrauß, Neustadt/Waldnaab, Schnaittenbach, Hirschau, Hahnbach, Sulzbach-Rosenberg, Hersbruck, Lauf, Nürnberg, Ansbach. Die Brunnen werden mit tausenden von bunt bemalten Eiern, Blumen, Kränzen und Girlanden verziert. Der Osterbrunnen in Sulzbach-Rosenberg erzielte 2005 mit über 16.500 Eiern den Weltrekord www.osterbrunnen-online.de
Hinweise zur Planung
Wenn man die Reise mit Karten und Reiseführern detailliert plant, entstehen natürlich viele Wünsche, was man sich anschauen will. Wichtig für die Planung ist, dass die täglichen Kilometer in der Regel weit mehr sind, als die Entfernungsangaben auf Autokarten, da durch Umwege, Stadtbesichtigungen u .a. meist mind. 10 % mehr zur geplanten Etappenlänge dazukommen. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass im Oktober die Tage erheblich kürzer sind als im Sommer, so dass man nicht vor 8.30 Uhr starten kann und spätestens 19 Uhr am Ziel sein muss, wenn man nicht nervige Dunkelfahrten in Kauf nehmen will.
Dazu kommen in Westböhmen etliche Höhenmeter, die die Tageskilometer beeinträchtigen. Abweichungen von der Planung sind oft auch witterungsbedingt notwendig. So kann 1 Tag Dauerregen das geplante Kilometer-Limit schnell gefährden.
Länder- und Reiseinfos (nach oben)
Tschechien ist für viele Radler noch ein Geheimtipp bei der Wahl des Reisezieles für Tourenradler – aber ein lohnendes Ziel ist es allemal.
Die Anreise nach Prag kann bei rechtzeitiger Reservierung und dem Kauf einer internationalen Fahrradkarte (2009: 10 €) bequem mit dem Zug erfolgen. 3 mal täglich fahren EC-Züge mit Fahrradabteil von Hamburg, Berlin oder Dresden Richtung Prag. Die Fahrkarte Dresden - Prag gibt es beim Sparpreis 50 mit Bahncard bereits ab 14 €. Auch auf der Strecke Nürnberg - Prag kann man mit EC den Startpunkt Prag erreichen. Aktuelle Infos zu grenzüberschreitenden Bahnverbindungen mit Fahrrad über die Radlerhotline 01805/151415 (täglich 8 - 20 Uhr, 0,12 €/Minute). Fahrplanverbindungen in Tschechien unter www.cd.cz
Radfahren in Tschechien
Obwohl tschechische Radfreunde sich über die tschechischen Autofahrer beklagen (Autos rasen und überholen Radfahrer sehr dicht), haben wir die meisten Autofahrer als rücksichtsvoll erlebt. Mit schwer bepackten Reiserädern genießt man aber sicher auch mehr Respekt als der durchschnittliche Kurzstreckenradler. Wir haben auf unserer Tour in Tschechien wenig riskante Überholmanöver oder gar ein Abdrängen erlebt, Aufmerksamkeit und gutes Reaktionsvermögen ist aber trotzdem immer wichtig.
Bei Radtouren mit Kindern ist zu beachten, dass in Tschechien bis zum 18. Lebensjahr Helmpflicht besteht. Fahrradanhänger sind nicht erlaubt, das gilt auch für Kinderanhänger.
Fahrradtechnik
Für Radtouren in Tschechien empfehlen sich robuste Trekkingräder, um auf unbefestigten Wegen keine Probleme zu bekommen. Eine Gangschaltung und gute Bremsen (günstig sind Scheibenbremsen) sind wegen der vielen Berge mit teils heftigen Steigungen und Abfahrten unverzichtbar. Man trifft viele Tschechen, welche mit dem Fahrrad oder gar Rennrad große Tagestouren unternehmen. Für die Tschechen spielt das Fahrrad im Alltagsleben nur eine untergeordnete Rolle und wird meist als Sportgerät eingesetzt wird. Trotzdem gibt es eine für Osteuropa schon recht beachtliche Fahrradlobby, die auch für sehr gute Radwegweisungen sorgt.
In dem radsportbegeisterten Land existieren zahlreiche Fahrradgeschäfte mit kompetenten Werkstattleuten und Import-Ersatzteilen. Dennoch ist es empfehlenswert, wichtige Ersatzteile und das notwendige Werkzeug mitzuführen.
Markierte Radrouten in Tschechien
Es gibt in Tschechien eine vorbildliche Radwegweisung. Die Radrouten sind mit einem System von ein- bis vierstelligen Nummern gekennzeichnet. Auch der Paneuropa-Radweg ist in Tschechien und Deutschland gut markiert. Die Radwegweiser sind mit einem (meist relativ kleinen - aber gut erkennbaren blauem Logo) Aufkleber zusätzlich gekennzeichnet. Die Routennummern sind auch auf den Fahrradkarten von SHOCart zu finden, so dass die Orientierung meist recht einfach ist. An unübersichtlichen Stellen gibt es teilweise noch zusätzliche Orientierungstafeln mit den sich kreuzenden bzw. abzweigenden Routennummern.
Übernachtung
Hotels, Pensionen und Herbergen gibt es meist in ausreichender Anzahl und Dichte. DZ in einfa¬chen Häusern ab 15 €, in den Sommerferien in touristisch beliebten Orten können diese alller¬dings ausgebucht sein.
Gleiches gilt für die 27 offiziellen Jugendherbergen des Landes, von denen sich die meisten in Böhmen befinden; Reservierungen ratsam, Details unter "Czech Republic im IYHF-Führer. Auch in Studentenwohnheimen können während der Semesterferien Zimmer gemietet werden. Die zahlreichen Privatunterkünfte ("Ubytovany") sind meist recht ordent-lich: DZ um 15 bis 30 € Buchungsservice für 6500 Unterkünfte aller Art:
www.travelguide.cz
Radlerpensionen mit speziellen Angeboten für Reiseradler: Cykliste Vitani / Radfahrer Willkommen! „RadfahrerInnen Willkommen“ ist ein Zertifizierungssystem für radfreundliche Betriebe (Unterkunft, Gastronomie und touristische Destinationen), das von der Partnerschaft Stiftung (Nadace Partnerstvi) der Einführung vom radfreundlichen Service in Tschechien dient. Dazu gehört das Angebot von Übernachtungen für nur 1 Nacht ebenso wie verschließbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, ein kleines Fahrradwerkzeugsortiment, Informationsmaterial für Reiseradler u. a. Wo auch immer Sie in Tschechien Betriebe besuchen, die mit einem grünen Logo mit lachendem Fahrrad markiert sind, sind sie auf der richtigen Radfahrer-Adresse. Das tschechische System regelt sich nach ähnlichen Kriterien, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) und Weinviertel Tourismus GmbH für radtouristische Betriebe in Deutschland und Österreich entwickelt worden sind, hinüber werden innerhalb dieses Schema auch touristische Ziele wie Burgen und Schlösser oder Museen usw. zertifiziert:
www.nakole.cz
Zelten - Mit über 300 Campingplätzen weist Tschechien eine gute Campingplatzdichte auf. Preise ca. 4 - 8 € für 2 Personen mit Zelt. Die unterschiedlichen Öffnungszeiten können dem Camping-Verzeichnis vom FVA entnommen werden. Wenn's regnet: Vom schlichten Holzhütten oder ausgebauten Weinfass bis zum komfortablen Schwedenhaus werden auf den meisten Plätzen auch Hütten vermietet. Freies Zelten ist offiziell nicht erlaubt. in den zahlreichen Wäldern aber durchaus möglich (nicht in Nationalparks).
Für Reiseradler ist die Mitgliedschaft in verschiedenen internationalen Übernachtungsverzeichnissen auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit vorteilhaft. Der Kontakt für Absprache von Terminen sollte rechtzeitig per e-Mail erfolgen. Dabei kann man sehr nette Menschen kennen lernen, bekommt oft hilfreiche Insiderinformationen und wird oft noch zum Essen eingeladen mit landestypischen Spezialitäten.
www.warmshowers.org (nur für Radfahrer)
www.couchsurfing.com
www.belodged.com
Unsere Übernachtungen:
Camping:
• Prag Stadtteil Troja (Campinghütte 9€ für 2 Personen)
Pensionen Tschechien:
• Hořovice: Ranch (Doppelzimmer 400 Kronen pro Person ohne Frühstück)
• Bela nad Radbuzou: Cyklistevitani Penzion "U zubare", Bezděkovská 173, Tel. 00420/603140650 (DZ mit Frühstück 400 Kronen pro Person)
• Neustadt/Waldnaab: Hotel-Gasthof Deutsche Eiche Untere Vorstadt 7, Tel. 09602/8773 info@deutscheeiche-new.de DZ ab 49 €
Privatunterkünfte:
• Prestice: kostenlose Übernachtung weltweit Warmshowers (www.warmshowers.org)
• Sulzbach-Rosenberg, Nürnberg, Ansbach: Fahrraddachgeber (www.dachgeber.de)
Bei Nutzung privater Übernachtungen sind manchmal geringfügige Abweichungen vom Verlauf der Originaltrasse notwendig.
weitere Kartenempfehlungen
• Fahrradkarte Praha a okoly (Maßstab 1 : 50 000) mit Fahrradstadtplan Prag Maßstab 1 : 20 000, 2007
• Cyklo-Atlas Tschechien/Fahrradatlas Tschechien SHOCart Verlag 2002, 200 Seiten, Karten im Maßstab 1 : 100 000 Nr. 66 - 68, 84 - 89 mit allen nummerierten Fernradwegen in Tschechien, ca. 30 €
• Radwegführer Regensburg - Plzeň - Prag (298 km mit dem Abschnitt des Paneuropa-Radwegs Plzen - Prag), mit Karten 1 : 100 000, 2005, Hg. Fremdenverkehrsamt Regensburg
• Radwanderkarten des SHOCart-Verlag Žlin/Velka im Maßstab 1 : 75000 mit markierten Radrouten und Textheft zu Sehenswürdigkeiten (meist dreisprachig) sowie Streckenprofilen (89 Kronen):
• Radkarte Nr. 124: Karlstejnsko-Krivoklatsko
• Radkarte Nr. 125: Okoli Prahy Slapy (Berounka, Sázava und Moldau südlich von Prag, Revnice, Ricany, Tynec nad Sázavu, Votice)
• Radkarte Nr. 131: Plzensko sever Pilsen Norden (Plasy, Kožlany, Kaznéjov, Střibro, Město Touškov, Horní Břiza)
• Radkarte Nr. 132: Plzensko jih (Pilsen Süd)


