Tasmanien
Radtour auf Tasmanien
Ein Interview von Hartmut Strobel, der mit einem Carver Sonic 401 von Fahrrad-XXL sechs Wochen in Tasmanien unterwegs war.

Kurzübersicht
Destination
Tasmanien liegt südlich von Australien auf dem Breitengrad der „Roaring Forties"
Distanz
ca. 2.000 km
Empfohlene Internetseiten
- Veranstalter für geführte Radreisen in Tasmanien: www.green-island-tours.de
"Tasmanien ist eine der schönsten Inseln der Welt"
Was fällt Ihnen spontan zu Tasmanien ein? Und wie sind Sie auf dieses exotische Reiseziel gestoßen?
Der Tasmanische Teufel, ein bissiges Tier, vom Aussterben bedroht. Viel mehr wusste ich vor meiner Reise nicht. Für mich ein Grund, diese Insel mit meinem Carver Crossrad zu erkunden. Nach sechs Wochen Hitze, Dauerregen und Einsamkeit weiß ich das Tasmanien eine der schönsten Inseln der Welt ist: Traumstrände, Gebirge, Regenwald. Die Einsamkeit ist der tägliche Begleiter: Tasmanien ist so groß wie Süddeutschland, jedoch leben nur 500.000 Menschen in diesem Land. Fast alle Nebenstraßen sind „Dirt Roads“ (Straßen ohne Belag): mehr als 10 Autos am Tag sind auf so einer Straße „dichter Verkehr“.
Was macht für Sie den Reiz an Tasmanien aus?
Tasmanien bietet dem Tourenradler und Naturfreund alles!
• Traumstraßen entlang der Küste: Sanddünen, Lagunen aber auch wilde Steilküste
• Dirt Roads durch ewig feuchte Regenwälder: Riesenfarne und 80 Meter hohe Eukalyptusbäume
• einsame Bergstraßen im zentralen Hochland in 1000 Meter Höhe: wilde Felsberge, undurchdringlicher Urwald, glasklare Bergseen
Das Allerwichtigste:überall trifft man freundliche und hilfsbereite Menschen, die alles tun um dem „Cyclist from Germany“ bei Problemen zu helfen.
Was hatten Sie für eine Ausrüstung dabei?
Auf das Material muss bei dieser „Extremtour“ absoluter Verlass sein: Das Carver Sonic 401 hat die 2.000 km ohne die geringste Panne bewältigt und das mit 30 kg Gepäck am Rad. Mit der Shimano XT 27-Gang Kettenschaltung, den pannensicheren ATB-Marathon Plus Reifen von Schwalbe und den, auch bei Schlechtwetter zupackenden, hydraulischen Scheibenbremsen hatte ich auch auf der schlimmsten „dirt road“ immer das gute Gefühl sicher am Ziel anzukommen.
Wie gestaltet sich das Camping in Tasmanien?
Fast überall gibt es Campingplätze. Oft auch ganz Einsame, mitten im Regenwald oder weit ab der Zivilisation direkt am Ozean. Dort ist dann die Übernachtung kostenlos, Essen und Trinken muss mitgebracht werden, anstatt der Dusche erfrischt das Meer. Die Toiletten sind jedoch immer vorhanden, wenn auch oft auf die Wasserspülung verzichtet werden muss da das Wasser für solche Zwecke zu kostbar ist. In den „Towns“, das sind in Tasmanien Siedlungen mit 1000 bis 2000 Einwohnern, gibt es auch gut ausgestattete „Caravan Parks“ mit allem was das Camperherz begehrt: warme Duschen, WC’s, Waschmaschinen, Grillplätze.
Gibt es auch geführte Touren?
Radtouristen, die eher weniger den Hang zum Abenteuer haben, können eine Tasmanien-Radreise als geführte Rad-Gruppenreise unter deutscher Leitung mit Begleitbus und Übernachtungsquartieren buchen
• Angebote finden Sie z.B. bei Green Island Tours : www.green-island-tours.de
Was sollten Interessenten für eine eine mehrwöchige Radtour in Tasmanien beachten?
Die wichtigsten Punkte sind wohl:
• Rechtzeitige Planung ohne Hektik!
• alleine oder mit Mehreren? Beides hat Vor- und Nachteile
• gute Vorbereitung bei Material und Körper: Tourenrad mit verstärktem Rahmen, stabile Laufräder, pannensichere Reifen, gut gewartete Schaltung mit mindestens 24 Gängen, Bremsen, die auch bei Nässe greifen. Ist der Körper genügend fit für die Tour? Rechtzeitig mit dem Radtraining beginnen.
• falls mit Zelt unterwegs: Passt die Ausrüstung zum dortigen Klima/Wetter?
• keine allzu langen Tagesetappen planen! Je nach Steckenprofil: Planen Sie einen Schnitt von 10 bis 15 Kilometern pro Stunde, machen Sie Pausen für Erholung und Besichtigungen
• und immer daran denken: viel trinken! Sauberes Wasser ist das Beste.
Wer diese grundlegenden Hinweise beachtet wird seine Tasmanien-Radtour zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.


