Legende Widerwillen

20. April 2011 (20-22 Uhr) in Chemnitz
Legende Widerwillen
Filmvorführung mit Wolfgang Lötzsch - anschließend Podiumsdiskussion
Schon in der frühen Jugend galt Lötzsch als eines der größten Radsport-Talente der DDR. Aufgrund politischer Bedenken der DDR-Sportfunktionäre wurde Lötzsch 1972 jedoch aus dem SC Karl-Marx-Stadt ausgeschlossen. Dies bedeutete die faktische Rückstufung zum Hobby-Sportler: Lötzsch wurde aus dem staatlichem Fördersystem ausgeschlossen. Er startete für verschiedene Betriebssportgemeinschaften an bestimmten Rennen innerhalb der DDR. Wichtige internationale Rennen wie die Friedensfahrt oder die Straßenrad-WM blieben ihm dagegen versperrt. Im Amateurbereich der BSG-Sportler dominierte Lötzsch während dieser Zeit nach Belieben. Sein letztes Rennen bestritt Lötzsch im Alter von 42 Jahren 1995 in Chemnitz. In diesem errang er seinen 550. Sieg. 1995 erhielt er von Bundespräsident Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz.
"Wir hatten eine super Veranstaltung!"
110 Besucher beim Filmabend mit Wolfgang Lötzsch Wolfgang Lötzsch, eine lebende Radsportlegende, hat am Donnerstagabend mehr als 110 Radsportfans in seinen Bann gezogen. Der heute 57-Jährige erlebte Aufsehen erregende Höhen und Tiefen - zwischen Rennsport und Stasi-Hetze. Damit fesselte der Chemnitzer die Begeisterten Besucher im Fahrrad XXL Shop Dresden Nickern (Eintritt frei). Zunächst wurde in der Emporon-Arena der Dokumentarfilm "Sportsfreund Lötzsch" mit seltenen Archivaufnahmen aus den siebziger und achtziger Jahren gezeigt. Danach stand "der Lange" dem Publikum in einer Diskussionsrunde Rede und Antwort.


