Mai 08

Die richtige Fahrradkleidung – Wind und Wetter trotzen

Wer regelmäßig mit dem Bike unterwegs ist und dabei längere Strecken zurücklegt, für den zahlt sich der Kauf einer guten Bekleidung aus – allen voran aus Gründen der Sicherheit, aber auch des Komforts. Wir widmen uns in diesem Artikel der richtigen Fahrradkleidung und gehen in dem Zuge auch auf die optimale Ausrüstung in den verschiedenen Jahreszeiten ein.

Der persönliche Komfort zählt

Eines steht fest: Es kommt immer auf den Einzelfall an. Was dem einen angenehm erscheint, mag für den anderen eher ungeeignet sein. Beim Kauf zählt daher ausschließlich dein eigenes Wohlempfinden! Auch ist es in Zeiten ständig wechselnder klimatischer Bedingungen schwierig, stets perfekt gekleidet zu sein. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, mehrere Touren-Outfits parat zu haben. So kannst du zum Beispiel spontan auf das umschlagende Wetter reagieren und Wind und Wetter trotzen.

Mit den nachfolgenden Tipps möchten wir dir einen Überblick verschaffen, der dir beim Kauf behilflich sein soll.

Der Kopf: auf Passform und Belüftung achten

Fangen wir beim Kopf an. In unserem kürzlich veröffentlichten Artikel „Voll ausgestattet?“ hatten wir uns bereits dem Fahrradhelm und der Schutzbrille als unumgängliches Equipment gewidmet. Der optimale Helm entspricht den aktuellsten Sicherheitsstandards, verfügt über ein geringes Gewicht, sitzt gut und gewährleistet eine ständige Belüftung. Insbesondere die letzten beiden Punkte gelten auch für Fahrradbrillen, denn nur wenn die Brille gut sitzt und die Gläser zu keiner Zeit beschlagen, wird eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet. Kein Muss, aber eine Überlegung wert sind außerdem Buff Tücher und Helmmützen. So bist du etwa bei kühleren Temperaturen im Kopf-, Hals, und Nackenbereich optimal geschützt. Achte beim Kauf darauf, dass die Kopfbedeckung atmungsaktiv und feuchtigkeitsabsorbierend ist.

Der Oberkörper: das Material macht‘s

Weiter geht es zum Oberkörper. Ganz gleich ob Sommer oder Winter, empfiehlt sich in jedem Fall ein Funktionsunterhemd. Dieses ist in der Regel so konzipiert, dass es den Biker vor Unterkühlung schützt. Dafür sorgen spezielle Fasern, die den Körperschweiß abtransportieren und gleichzeitig schnell trocknen. Funktionsunterhemden gibt es in kurzärmliger oder langärmliger Ausführung und entweder mit oder ohne Windschutz. Wichtig beim Kauf: Das Hemd sollte eng anliegen, darf aber unter keinen Umständen scheuern. Ansonsten wird gerade eine längere Fahrradtour zur Tort(o)ur.

Das eigentliche Fahrradtrikot gibt es ebenfalls in kurzärmliger und langärmliger Version. Es werden aber bereits Trikots mit abnehmbaren Ärmeln angeboten, so dass du dich schnell den wechselnden Wetterbedingungen anpassen kannst. Auch hier gilt: Das Trikot darf in keinem Fall scheuern. Des Weiteren solltest du unbedingt auf das verwendete Material achten! Von Baumwolle ist generell abzuraten, da sie sich schnell vollsaugt und schwer wird.

Je nach Jahreszeit empfiehlt sich auch das Tragen von Windstopper-Jacken. Diese gibt es mit hohem Kragen, die den sensiblen Hals- und Nackenbereich schützen. Des Weiteren schwören viele Biker auf Armlinge und Fahrradhandschuhe. Letztere bieten nicht nur Wärme und mehr Sicherheit beim Sturz, sondern dämpfen auch einen Teil der Schläge, denen der Fahrradfahrer besonders im schwierigen Gelände ausgesetzt ist. Achtung: Der Winter ist für Radfahrer eine gefährliche Jahreszeit. Treffe hier zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, indem du Fahrradkleidung mit auffälligen Farben und Leuchtreflektoren kaufst!

Der Unterkörper: guter Sitz, gutes Polster

Entscheidend ist auch die Wahl der richtigen Fahrradhose. Diese sollte in erster Linie gut sitzen und dem Biker dennoch genügend Spielraum lassen. Bei langen Strecken kommen Sie um eine Sitzpolsterung nicht herum – Ihre Knochen werden es Ihnen danken! Wer es gerade im Winter warm haben möchte, dem empfehlen sich zusätzlich Beinlinge, Sohlenwärmer und Neoprenüberzieher für die Schuhe.

In allen Jahreszeiten optimal ausgerüstet

Zur einfacheren Übersicht fassen wir hier noch einmal die wichtigsten Ausstattungsmerkmale – unterteilt in Jahreszeiten – zusammen:

Fahrradkleidung im Sommer

  • Wichtig: leicht und atmungsaktiv; möglichst keine Baumwolle, da sie sich vollsaugt und schwer wird
  • Funktionsunterhemd
  • kurze Radhose mit Polster
  • Kurzarm-Fahrradtrikot
  • ggf. dünne Windstopper-Jacke
  • Fahrradhandschuhe

Fahrradkleidung im Winter

  • Wichtig: wind- und wasserdicht; atmungsaktiv; auffällige Farben und Leuchtreflektoren
  • Funktionsunterwäsche
  • lange Radhose mit Polster
  • Langarm-Thermotrikot
  • Windstopper-Jacke mit hohem Kragen
  • Fahrradhandschuhe
  • Beinlinge/Armlinge
  • ggf. Helmmütze/Buff Tuch
  • ggf. Neoprenüberzieher für die Schuhe
  • ggf. Sohlenwärmer

Fahrradkleidung im Frühling/Herbst

  • Wichtig: auf unterschiedliche Klimaverhältnisse einstellen
  • Funktionsunterhemd
  • kurze/lange Radhose mit Polster
  • Trikot mit abnehmbaren Ärmeln
  • Windstopper-Jacke
  • Fahrradhandschuhe

Unser Fazit: Spare bei der Fahrradkleidung nicht an der falschen Stelle, sondern investiere in Sicherheit, Gesundheit und Komfort!

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Über den Autor

Fährt gerne: Road

Bikes: Focus Izalco Chrono Max 3.0, Giant TCR Advanced, Giant TCR Composite

Lieblings-Radrevier: Allgäu, Schwarzwald, Wetterau, Vogelsberg

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