Okt 15

Das Lastenrad – ein Fahrrad der Zukunft?

Vor knapp zwei Wochen ging sie zu Ende: Die IAA Nutzfahrzeuge 2014, die vom 24. September bis zum 2. Oktober unter dem Motto „Zukunft bewegen“ in Hannover stattfand. Moment mal, werden einige von euch jetzt denken: Eine Automobil-Ausstellung als Thema eines Fahrrad-Blogs? Ganz genau! Denn zwischen tonnenschweren Lastkraftwagen und riesigen Omnibussen gab es auf der Messe auch ein wesentlich kleineres Fahrzeug zu entdecken, das großes Interesse und viele neugierige Blicke auf sich zog: das Lastenrad.

Vom Pizza-Boten bis zum Paket-Zusteller: Lastenräder im Alltag

Brieftraeger nutzen Lastenraeder © Peter Atkins - Fotolia kleiner

Brieftraeger nutzen Lastenraeder © Peter Atkins – Fotolia kleiner

Es kommt nicht von ungefähr, dass der Verkehrsclub Deutschland mit insgesamt vier verschiedenen Lastenradherstellern auf der diesjährigen Automobilmesse vertreten war: Der Markt für Lastenräder vergrößert sich schnell. Immer mehr Unternehmer erkennen ihr Potenzial. Grund dafür sind vor allem die stetigen Fortschritte im Bereich des Elektro-Antriebs, die den problemlosen Transport schwerer Lasten von 200 Kilogramm und mehr erlauben.

Mittlerweile liefern nicht nur Fahrradkuriere oder Pizza-Boten ihre Waren bequem per Lastenrad aus. Auch bei bekannten Paketdiensten wie UPS und DHL kommen immer mehr Lastenräder zum Einsatz. In Hamburg haben die Kunden des innerstädtischen Ikea ferner die Möglichkeit, ihre Waren per Lastenfahrrad nach Hause zu transportieren. Und in vielen Großstädten erfreuen sich im Bereich der Personenbeförderung Fahrrad-Taxis immer größerer Beliebtheit.

Aber in Zeiten des unaufhörlich expandierenden Online-Handels ist das Potenzial der Lastenfahrräder noch lange nicht ausgeschöpft. So haben Experten unlängst herausgefunden, dass sich in den europäischen Großstädten theoretisch fast jede zweite Warensendung mit einem Lastenrad ausliefern ließe.

Viele Vorteile gegenüber dem Automobil

Die Vorteile des Lastenrads gegenüber dem Automobil beginnen bereits beim Anschaffungspreis, der bei einem hochwertigen Lastenrad mit 2500 bis 4000 Euro deutlich niedriger liegt. Zudem sind auch die Folgekosten wesentlich geringer: Ausgaben für Benzin entfallen gänzlich und auch die Wartungs- und Erhaltungskosten sind deutlich niedriger. Für das Lastenrad spricht auch der Umstand, dass es eine kleinere Stellfläche benötigt und somit ein flexibleres Abstellen und Parken erlaubt. Gerade in vielbefahrenen und parkplatzarmen Innenstädten ist dies ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Auf dem IAA Fachforum „Letzte Meile, effizient und emissionsfrei – Lastenräder in der Citylogistik” fasste Johannes Reichel, Mitarbeiter der VerkehrsRundschau, die weiteren Vorteile des Lastenfahrrads dann auch wie folgt zusammen: „E-Antrieb und attraktive neue Modelle mit Zuladung von über 200 Kilogramm machen Lastenräder zu effektiven Fahrzeugen für die Innenstadtlogistik der Zukunft. Sie sind oft schneller am Ziel als herkömmliche Zustellfahrzeuge, günstiger im Betrieb und auf jeden Fall umweltfreundlicher.“

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Über den Autor

Fährt gerne: Rennrad, Singlespeed, Lastenrad

Bikes: Koga Miyata GranLux, Kondor Columbus 531, Urban Arrow Family

Lieblings-Radrevier: Frankfurt City, Odenwald

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