Beide Fahrradtypen weisen zahlreiche Unterschiede auf und in der Bikerszene ist es fast schon eine Glaubensfrage: Mountainbike oder Trekkingrad?

Wir von Fahrrad-XXL möchten Ihnen hier die maßgeblichen Vor- und Nachteile aufzeigen, um Ihnen bei der Kaufentscheidung behilflich zu sein.

Geländespezialist vs. Allrounder

Die Entscheidung ob Mountainbike oder Trekkingrad ist in erster Linie von dem bevorzugten Einsatzgebiet abhängig. Das Trekkingrad bzw. das All Terrain Bike ist für einfaches Gelände wie z.B. Feldwege, Straßen und den Stadtverkehr konzipiert, während das Mountainbike der Spezialist für actionreiche Fahrten im schwierigen Gelände ist. Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei im Gewicht beider Fahrradtypen.

Trekkingrad  Specialized Source 8 Disc ©  Fahrrad-XXL

Trekkingrad Specialized Source 8 Disc © Fahrrad-XXL

Mountainbikes sind mit einem Gewicht von ca. 11-14 kg deutlich leichter als die Trekkingräder, die in der Regel ein Gewicht von ca. 16-19 kg besitzen. Selbstverständlich gibt es je nach Bauweise und Ausstattung aber auch immer Ausnahmen. Das Gewicht des Bikes ist beim Fahren nicht zu unterschätzen, da ein Mehr an Masse gleichzeitig einen höheren Kraftaufwand erfordert. Eng damit verwurzelt ist das Thema Geschwindigkeit, denn: ein leichteres Fahrrad ist grundsätzlich auch schneller als ein schwereres. Aber nicht nur das Gewicht, sondern etwa auch die Beschaffenheit der Reifen und Felgen sowie der Reifendruck haben eine Auswirkung auf das Fahrtempo.
Des Weiteren unterscheiden sich Mountainbikes und Trekkingräder hinsichtlich der Sitzposition. Trekkingräder gelten aufgrund der aufrechten Sitzposition als bequemer und entspannter, während die gebeugte Haltung auf dem Mountainbike ein anspruchsvolleres, sportlich-dynamischeres Fahren mit sich bringt.

Die Ästhetik macht‘s

Der Fahrradmarkt bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Modellen, von groß bis klein, von knallig bunt bis dezent, von ausgefallen bis schlicht. Hört man sich in der Fahrradszene um, so spielen beim Kauf nicht selten auch ästhetische Gründe eine Rolle. Dieses Rennen dürfte das Mountainbike wohl für sich entscheiden, da seine Form und Bauweise von den meisten Bikern als optisch ansprechender als die der Trekkingräder empfunden wird. Aber bekanntlich sind die Geschmäcker auch bei diesem Thema verschieden.

Mountainbike Trek Superfly 9 8 ©  Fahrrad-XXL

Mountainbike Trek Superfly 9 8 © Fahrrad-XXL

Das Trekkingrad punktet hingegen in Sachen Gepäckaufnahme, da es in der Regel über einen Gepäckträger verfügt, an dem zusätzliche Packtaschen angebracht werden können. Aus diesem Grund sind auch längere Fahrradtouren möglich. Das Mountainbike bietet eine schlechte bis gar keine Gepäckaufnahme.
Auch der Pflege- und Wartungsaufwand ist beim Trekkingrad grundsätzlich niedriger, da das Schutzblech vor einer starken Verschmutzung sowohl des Fahrrads als auch des Fahrers schützt. Das Mountainbike hingegen verzichtet zumeist auf ein Schutzblech. Des Weiteren verwendet das Trekkingrad häufig eine weniger komplexe Technik als das Mountainbike, was die Pflegearbeiten geringer macht.

Achtung: Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung

Auch wenn es den meisten Bikern nicht wichtig erscheint, so ist das Mountainbike in seiner gebräuchlichen Form nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Für die Fahrt auf öffentlichen Straßen ist es daher nur mit einer Zusatzausrüstung zugelassen, die maßgeblich den Bereich Beleuchtung betrifft. Anders sieht es beim Trekkingrad aus, denn dieses entspricht in der Regel den Anforderungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), wonach eine Lichtanlage und die nötigen Reflektoren vorhanden sein müssen.
Im Folgenden finden Sie noch einmal die wichtigsten Vor- und Nachteile von Mountainbikes und Trekkingrädern im Überblick:

Mountainbike oder Trekkingrad?+ Vorteile- Nachteile
Mountainbike+ „Rad für das Gelände“
+ geringes Gewicht
(ca. 11-14 kg)
+ größerer Fahrspaß
+ höhere Geschwindigkeiten möglich
+ optisch ansprechender
- gebeugte Sitzposition
- schlechte Gepäckaufnahme
- höherer Pflege- und Wartungsaufwand
- nicht StVZO-konform
Trekkingrad+ „Rad für den Alltag“
+ aufrechte Sitzposition
+ bequemes Radfahren
+ optimale Gepäckaufnahme
+ niedrigerer Pflege- und Wartungsaufwand
+ StVZO-konform
- mittleres bis hohes Gewicht (ca. 16-19 kg)
- mäßige bis mittlere Geschwindigkeiten möglich
- optisch weniger ansprechend

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Fahrradtypen spezifische Vor- und Nachteile mit sich bringen. Während das Trekkingbike ein Allrounder selbst für längere Strecken ist, eignet sich das Mountainbike für schnelle Touren im Gelände, bei denen der Fahrspaß im Vordergrund steht. Beim Kauf sollten daher immer der Einsatzzweck, aber auch die Bereiche Technik, Komfort und Optik in die Entscheidung einfließen.

Im Online-Shop von Fahrrad-XXL finden Sie übrigens eine große Auswahl an hochwertigen Mountainbikes und Trekkingrädern. Lassen Sie sich von unserem kompetenten Verkaufsteam beraten und finden so Ihr Wunschmodell. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern!

Mountainbike oder Trekkingrad – Welches Rad passt eher zu Ihnen?
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