2Wheels4Change Tour 2010 - Dresden nach Ulaanbaatar

2Wheels4Change Crew
Einige Mitradler bei 2Wheels4Change

Von Mitte März bis Ende September 2010 begleiteten wir an dieser Stelle eine außergewöhnliche Radreise! Bei dem Projekt 2Wheels4Change fährt eine Gruppe von Künstlern mit selbst gebauten Fahrrädern von Dresden nach Ulaanbaatar in der Mongolei.

Auf Ihrem Weg quer durch Eurasien besucht die Gruppe verschiedene Waisenheime und andere Institutionen für Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf. Dort geben sie Workshops, in denen die Kinder gemeinsam mit professionellen Künstlern eine expressive Performance erarbeiten. Diese Kinder leben oft unter harten Bedingungen und haben nur selten die Möglichkeit, sich in dieser Weise auszuleben.

Fahrrad-XXL Emporon unterstützt dieses 2Wheels4Change mit Bauteilen, Ausrüstung und Bekleidung.

Kurzübersicht
Start in Dresden: 15. März 2010
Ende in Ulaanbaatar: September 2010
Gesamtkilometer: ca. 7.500 km
Tourverlauf: Deutschland → Polen → Ukraine → Kasachstan → Russland → Mongolei



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11. Juni: 4. Etappe - Nach Osten!

Kurzübersicht
Tourverlauf
Kiev → Cherkassy → Zaporozhye → Melitopol → Mariupol → Taganrog → Rostov-na-Donu → BAHNFAHRT NACH Moskau → BAHNFAHRT NACH Ulan Ude → Baikalsee → BAHNFAHRT ZUR GRENZE Ulan Bator
Distanz

Etappe:ca. 1350 km (Total: 2.441 km)

Höhenmeter Etappe: ? m (Total: 6.390 m)


Von Kiev radelten wir, immer den Dniepr entlang, weiter in Richtung Russland und zum Asofschen Meer. Circa 700 km, in der unsere Gruppe größer und auch wieder kleiner wurde. Wir kamen an einem Weisenhaus in Cherkasy vorbei, an dem wir natürlich anhielten, um ein Konzert zu spielen. Allerdings war das Interesse einer Weiterführung unseres Programms von den Jugendlichen nicht sehr groß und so fuhren wir weiter.


Wir erfuhren, dass es in Mikilska auch ein Weisenhaus geben sollte und radelten dorthin, wo wir von einer interessierten Masse an Kindern und Jugendlichen sehr kontaktfreudig begrüßt wurden. Kurze Zeit später sagte uns die dort arbeitete katholische Jugendgruppe, dass wir nicht willkommen wären, da wir die Kinder „verwirren würden“. Außerdem sähen wir „komisch aus“. So schickte man uns nicht sehr freundlich weg, aber wir dachten uns, dass sich die Kinder trotzdem über ein Konzert unsererseits freuen würden. Wir campten in der Nähe und spielten am nächsten Tag vor einem kleinen Publikum, da den Kindern nicht erlaubt wurde unsere Clownerie zu sehen.


Nach sechs Wochen auf dem Rad kamen wir endlich nach Russland, überquerten ohne große Probleme die Grenze (zu unserer Überraschung). Wir blieben ein paar Tage an der nahe gelegenen Grenzstadt Vjesjelo-Voznjesjenovka und sammelten unsere Kräfte für die bevorstehende Fahrt, und warteten auf die Berliner Gruppe – eine neue Verstärkung von 4 Personen. Allerdings mussten wir einfach ein wenig länger bleiben: Nach einem Konzert wurde uns derart zugejubelt und wir wurden mit Lebensmitteln überhäuft, dass wir beschlossen noch ein paar Tage dort zubleiben, um Workshops für die Kinder des Dorfes zu geben. Nach 2 Tagen gab es eine kleine Abschlussperformance bei denen die Kinder mit uns einstudierte Tänze und Lieder vorführten.


Es ging weiter Richtung Osten jetzt wieder mit 14 Leuten auf Fahrrädern – was sehr beeindruckend war wenn wir mal eben spontan zum Baden anhielten. In Rostov, wo auch unsere lang vermisste Filmcrew wieder zu uns stieß um den Rest der Reise bis in die Mongolei zu dokumentieren, wurden wir von einem Künstler eingeladen, eine Woche in einem Waldstück zu zelten. Dort konnten wir Lieder proben und die neuen Gesichter in der Gruppe kennen lernen – u.a. auch Yuri, ein Ukrainer, der sich in Taganrog entschlossen hatte, uns zu begleiten. Da unsere Russischen Visa bald auslaufen würden, beschlossen wir (nach vielem Hin und Her) von Rostov nach Ulan-Ude mit dem Zug zu fahren. Das hieß auch auf Wiedersehen sagen, da 5 Mitglieder des Projektes sich entschlossen hatten, nach Süden Richtung schwarzem Meer zu fahren und dort weiter Shows und Workshops zu geben.

Etappe 3: von Kiev nach Ulan Bator

Der Rest der Truppe, beachtliche neun Leute, trat die 5-tägige Reise mit der transsibirischen Eisenbahn mit kurzem Aufenthalt in Moskau an. Bei teilweise 46 Grad war das musizieren im Zug manchmal qualvoll, aber während den täglichen 30-minütigen Stopps entlang der 5000km-Strecke spielten wir immer wieder kurze Konzerte auf dem Bahnsteig, um den Reisenden die lange Zugfahrt ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten und uns etwas Geld für Lebensmittel zu verdienen. In Ulan-Ude angekommen, waren wir froh wieder auf den Rädern zu sitzen. Es ging weiter in Richtung Baikal-See, wo wir ein paar geruhsame Tage verbrachten. Obwohl wirklich alle krank wurden, konnten wir ein neues Lied fertig komponieren und ein Konzert im Dorf geben.

Nachdem wir in Ulan-Ude unsere Visa für die Mongolei abgeholt hatten konnte es endlich weiter gehen in die Mongolei – dem Ziel unseres Projektes. Eine Woche Radfahren in der wir die Mongolische Gastfreundschaft kennen lernen durften.
Wir wurden in Jurten eingeladen zu Tee, Käse und Jam-Sessions, sahen große Pferdeherden mit ihren Hirten, Kamele und die schöne Steppe auf die wir uns so lange gefreut hatten.

In Ulan Batar angekommen trafen wir uns mit einem Freund von „Euro-Yurts“ in dessen Garten eine Yurte für uns aufgebaut wurde und fingen gleich am nächsten Tag auch schon unser Programm in der Stadt an. Wir spielten Shows und versuchten direkt mit Straßenkindern, die noch von keiner Hilfsorganisation erfasst oder sonstige Zuwendungen bekommen hatten, in Kontakt zu kommen. Dieses Konzept entwickelte sich nach und nach während der Reise: Nach anfänglicher Kontaktaufnahme wurden zunächst Workshops an Treffpunkten der Kids angeboten wobei nach und nach auch an bestehenden Organisationen Workshops angeboten wurden und Kinder von der Straße integriert wurden.

Im Laufe unseres Projektes, welches uns von Deutschland bis in die ferne Mongolei geführt hat, konnten wir an 6 Waisenhäusern, 2 Schulen, einem Theater Festival, verschiedenen alternativen Kulturzentren und direkt auf der Strasse mit vielen Kindern und Jungendlichen zirkus- und theaterpädagogisch arbeiten und musikalische Grundlagen vermitteln. Durch die Verwirklichung einer eigenen Show wurde bei vielen das Selbstvertrauen gestärkt oder zumindest Begeisterung für Musik oder Zirkusdisziplinen geweckt. Wir durften viele Menschen und Kulturen kennen lernen und wurden immer wieder freundlich von der hiesigen Bevölkerung aufgenommen und versorgt wenn wir nicht weiter wussten.

2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010

Die Projektteilnehmer – Insgesamt 35 Menschen aus 14 verschiedenen Ländern – konnten untereinander von einem umfangreichen Austausch auf künstlerischer und sozialer Ebene profitieren. Zusammen wurde die Didaktik für die Workshops entwickelt und inhaltliche Schwerpunkte gesetzt, Shows zusammengestellt, improvisiert, geübt, diskutiert und natürlich viel geradelt. Wir haben durch unsere Reiseart und durch, in unsere Straßenshow eingebundene, nonverbale Sketches auf die Problematik Umweltverschmutzung und Klimawandel aufmerksam gemacht und oft auch ganz neue und andere Blickwinkel auf unser bequemes Leben zuhause gewonnen. Wir hoffen wir konnten die Erkenntnisse die wir selbst aus dieser Reise mitnehmen durften, durch unsere Workshops, Performances und Konzerte, weitergeben, an die Menschen denen wir begegnet sind.

Ohne unsere Sponsoren und Partner wäre diese Reise viel schwieriger zu verwirklichen und mit mehr Problemen verbunden gewesen, außerdem wären es einigen der jetzigen Mitreisenden aufgrund von finanziellen Problemen nicht möglich gewesen am Projekt teilzunehmen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Firmen, Organisationen und Privatpersonen die uns auf unserem Weg von Deutschland in die Mongolei unterstützt haben! Alle die namentlich genannt werden wollen findet ihr unter: http://twowheelsforchange.blogsport.de/sponsors/.

Die Kosten für Verpflegung und Fahrradersatzteile konnten größtenteils durch unsere Konzerte gedeckt werden, sodass ein spontanes Mitreisen für Jeden möglich war. Zu unserer großen Freude haben dies einige Menschen genutzt und uns spontan begleitet.

Nun geht es Richtung Japan, wo das Projekt in die zweite Runde geht. Wir haben Workshops in Tianjin und Tokio in Planung und werden uns in Zukunft auf die Arbeit mit Kindern direkt auf der Straße konzentrieren, Kinder die so noch keine Hilfe erhalten haben. Wir wollen ihnen mit Musik, Zirkus und Theater Möglichkeiten geben, um auf der Straße Geld zu verdienen.

Wir sind nach wie vor auf Unterstützung angewiesen um die Kosten für Fähren, Winterklamotten und Visa zu decken – Wir freuen uns über jede Hilfe (http://twowheelsforchange.blogsport.de/contact/#Donations)!

31. Mai: 3. Etappe - Welcome to Ukraine: Workshops und Nationalparks

Kurzübersicht
Tourverlauf
Micalovce → Uzhgorod → Myrcha → Sambir → L'viv → BAHNFAHRT → Kiev
Distanz

Etappe: ca. 290 km (Total: 1.091 km)

Höhenmeter Etappe: 2.440 m (Total: 6.390 m)


Mit der Einreise in die Ukraine ging es für uns richtig zur Sache. Angekommen in Uzhgorod sahen wir uns mit 3 Projekten konfrontiert. Außerdem sind dort 4 neue Leute (Julia, Jakob und Verbena aus Deutschland und Anaelle aus Frankreich) zu unserer Gruppe gestoßen.
Mit dieser neuen Verstärkung haben wir uns auf die Projekte gestürzt und tolle und auch anstrengende Momente mit ganz verschiedenen Kindern aus unterschiedlichsten Hintergründen verbracht.

Wir haben zusammen gearbeitet mit der New Family - einem Projekt für Waisenkinder die eine Familie gefunden haben, der Chaslivtsi Boarding School - einem Internat für Waisenkinder und der Roma Public School #14 - einer Schule für Synthi und Roma Kinder.

Nach einer Woche Workshops und Reflexion und Ausarbeitung von Lehrmethoden innerhalb der Gruppe war es dann soweit: Am 2. Mai haben wir eine große Performance, auf dem Hauptplatz der Stadt, mit allen an den Workshops beteiligten Kids realisieren können.
Es war eine tolle Erfahrung für alle von uns - man konnte fühlen wie gut es den Kinder tat, ihre gelernten Kunststücke zu präsentieren.

Auch unsere, jetzt schon wieder viel größere, Gruppe hatte, trotz den Workshops in bis zu 2 Projekten am Tag, Zeit neue Nummern auszuprobieren.

Etappe 3: von Micalovce nach Kiev


Radroute 522788 - powered by Bikemap

Wir haben an den Wochenenden im Zentrum unsere Straßenperformance und dann nachts Feuershows vorgeführt und ausgearbeitet.

Das hat die Presse auf den Plan gerufen - wir wurden in einer noch nicht erlebten Weise von Reportern, Kamerateams, Radiosendern heimgesucht. Nach einer Weile haben wir uns dran gewöhnt und gesagt wens genug war... Die neuen Hinterräder von Fahrrad XXL Emporon haben Pi un Wolf aus Krakow abholen können - Sie passen wie angegossen und seit dem gabs keine Speichenbrüche mehr!!!

Nach einer wirklich vollen Woche gings dann endlich wieder auf die Räder (2 neue Räder für die Neuzugänge haben wir in Uzhgorod gekauft und notdürftig für die nächste Etappe repariert). Unsere Route führte uns, durch Kirschblüten und an Flüssen entlang, durch einen wunderschönen Nationalpark über die Karpaten.

Am nächsten Morgen wurden wir allerdings unschön von einem Parkranger geweckt und wir mussten 4 Stunden in der Militärkaserne an der Grenze verbringen und erklären wieso wir auf diese Weise unterwegs sind, wo wir hinwollen, was wir machen und so weiter...
Nach einer kleinen Vorführung waren uns die Soldaten freundlicher gesonnen und wir konnten weiterfahren.

4Wheels2Change im TV
Das Ukrainische Fernsehen Berichtet über die 2Wheels4Change Tour

In L'viv sind wir in einem Zentrum für autistische Kinder untergekommen und haben die Zeit mit Straßenshows und gruppeninternen Workshops verbracht.

Da wir einen Termin mit dem nächsten Projekt auf unserer Liste hatten und es abzusehen war, dass wir es in dieser Zeit nicht mit dem Rad schaffen würden, haben wir uns entschlossen den Zug zu nehemen.

2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010

Es war natürlich etwas problematisch unsere Fahrradmonstrositäten in den Zug zu bekommen aber im Endeffekt (zwar einen Tag später als geplant) hat alles  geklappt.

In Kiev wurdern wir herzlichst wilkommen geheißen von der Fathers House Foundation - einem Projekt das Straßenkinder und Kids aus Problemfamilien aufnimmt und sie in Gastfamilien unterbringt.

Wir haben dort 2 Wochen Workshops gegeben und die Wochenenden genutzt, um ein wenig Geld für unser täglich Brot zu verdienen. Dabei haben wir viele interessante Leute kennengelernt: Tolle Straßenmusiker, die Organisatoren von diversen Festivals und Kulturevents in Kiev, begeisterte Radfahrer und Straßenkünstler.

Mit den Leuten von  ZixZixOne werden wir vom 4. - 6. Juni ein kleines Festival zum kulturellem und künstlerischem Austausch organisieren - es soll auf einer Insel im Fluss im Herzen Kievs stattfinden.

Nach 2 Wochen Workshops haben wir mit den Kids am 29 Mai im Zentrum Kievs einen Auftritt organisiert.

Die Kinder und Jugendlichen waren von Anfang an sehr motiviert und haben tolle Nummern kreiert!!!

Zur Zeit sind wir sehr beschäftigt die Visa für alle, die in letzter Zeit spontan dazugekommen sind, zu organisieren. Das bedeutet eine Menge Stress und Gerenne und auch erhebliche Kosten - jede Unterstützung ist sehr wilkommen (http://twowheelsforchange.blogsport.de/contact/#Donations).

Aber wir sind zuversichtlich, dass wir alle Schwierigkeiten in den Griff bekommen werden und in Kürze gen Russland weiterradeln können.

22. April: 2. Etappe - Durch Polen und über die Berge hinaus aus Europa

Kurzübersicht
Tourverlauf
Wroclaw → Opole → Gliwice→ Krakow → Nowy Saqz → Bardejov → Giraltovce → Micalovce
Distanz

Etappe: ca. 545 km (Total: 801 km)

Höhenmeter Etappe: 2.960 m (Total: 3.950 m)


Viel ist passiert seit dem letzten Mal. Wir haben uns in Krakow von zwei Mitfahrern getrennt und sind mit Besuchen in Gliwice und Auschwitz gut in Krakow angekommen. Unterwegs haben wir die Liegeradschmiede Verlogic von Mariusz in Olawa kennen gelernt - Er baut in Handarbeit sehr gut durchdachte Liegeräder. Er hat uns spontan geholfen einen Rahmenbruch bei einem der Tandems zu flicken und hat das Tallbike verstärkt. Wir haben in Gliwice und Krakow alternative Kulturzentren besucht und dort Workshops gegeben.

In Krakow haben wir viel Straßenmusik gemacht und ein kleines Konzert mit vielen Gastmusikern die wir dort kennen gelernt haben organisiert. Es sind neue Mitfahrer zu uns gestoßen - Richard aus England, Bruno aus Frankreich und für eine kurze Zeit auch Manuel aus Spanien - Wir haben mit der neuen Gruppe an unseren Workshops gearbeitet und viele neue Dinge voneinander lernen können.

Wir mussten das Liegetandem in Krakow zurücklassen da es sich als sehr problemanfällig und nur bedingt Berg-geeignet erwiesen hat. Fahrrad-XXL Emporon schickt uns für das verbleibende Tandem ein neues Hinterrad - die Speichen bei dem alten brechen mittlerweile fast täglich- DANKE! Aufgrund der Umstellung auf nur ein Tandem haben wir von Velogic einen Liegeradrahmen bekommen können auf den wir die alten Tandemteile montiert haben - Auch dieses Fahrrad bekommt ein neues Hinterrad spendiert da die alten Tandemhinterräder arg mitgenommen sind.

Etappe 2: von Wroclaw nach Micalovce


Radroute 458565 - powered by Bikemap
2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010 2Wheels4Change Tour 2010


Mit neuer Crew und neuen Fahrrädern haben wir uns dann Richtung Slowakei aufgemacht. Unsere Route hat uns über die Tatra Berge geführt - einige sehr fordernde Steigungen und atemberaubende Abfahrten sowie unglaublich schöne Landschaft haben dort auf uns gewartet.



In Kreuze werden wir in der Ukraine unseren ersten „geplanten“ Kontakt ansteuern und wir hoffen dass wir dort einige Kinder begeistern können. Die neue Gruppe ist viel versprechend und voller Energie und Tatendrang.

20. März: 1. Etappe - Vom Winter in den Frühling

Kurzübersicht
Tourverlauf
Dresden → Pommritz → Görlitz → Boleslawiec → Wroclaw
Distanz

Etappe: 256 km (Total: 256 km)

Höhenmeter Etappe: 990 m (Total: 990 m)


Nach ein paar Tagen mit schweren Gepäck scheinbar andauernd bergauf durch das Elbetal, haben wir einen angenehmen Halt bei der ökologischen Gemeindschaft LebensGut in Pommritz gemacht. Die vielen Kinder dort haben sich über unseren Akrobatikworkshop gefreut. Bei einer Geburtstagsparty dort haben wir unser erstes Konzert der Tournee gegeben. Mit Zugaben tanzte das Publikum über eine Stunde lang.

Verschiedene Menschen haben uns auf der Strecke aufgenommen, sei es eine Nacht in einer Scheune in Großdrebnitz, in einem privaten Wohnzimmer in Görlitz, oder in Bandschlafzimmern in alternativen Projekten wie den Hospi30 in Görlitz oder jetzt das CRK in Wroclaw, Polen. Einige kleine Dörfer in Polen haben uns Felder zugewiesen, wo wir für eine Nacht in Ruhe unsere Zelte aufbauen könnten. In solchen Situationen wurden wir von den Dorfbewohnern mit Sprudelwasser, Gemüse, Tee, Eiern, Wurst und Brot beschenkt. Auch die Kinder haben uns schüchtern Kekse angeboten. Im Gegenzug haben wir Musik um die Feuertonne gespielt und den Kindern gefaltete Origami-Kraniche überreicht.

Nun in Wroclaw, üben wir Choreografien für unsere Musikstücke ein und verdienen damit schon besser auf dem Marktplatz.

Einige von den 8 Fahrrädern haben heute einen Werkstatttag hinter sich. Die beide Tandems bekommen in Kürze neue Hinterräder und auch sonst wurden viele Verbesserungen vorgenommen.

Etappe 1: von Dresden nach Wroclaw


Radroute 419440 - powered by Bikemap
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10. März: Start!

10 Uhr haben wir uns alle wieder bei Fahrrad-XXL Emporon getroffen. Eigentlich sollte spätestens Mittag der Startschuss fallen. Die letzten kleinen Reparaturen haben dann doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant, sodass wir erst gegen 16 Uhr starten konnten.

Nun geht es endlich Richtung Osten auf die erste Etappe über Görlitz nach Polen.

Beitrag Bei Radio PSR Dresden




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8. März: Letzte Vorbereitungen in Dresden

Startpunkt unserer Tour nach Asien ist Dresden. Die letzten Tage vor der Abreise nutzten wir um noch einmal alle Fahrräder und das gesamte Material zu checken. Fahrrad-XXL Emporon unterstützte uns dabei mit Material und Fahrradmechaniker Know how.

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Tourenausrüstung

Februar 2010: Vorbereitungen - Die richtige Ausrüstung!

Eine Radtour mit 7.500 km muss gut vorbereitet sein um unterwegs keine bösen Überraschungen zu erleben. Viele Dinge sind zu beachten nach Möglichkeit sollte nichts vergessen werden.

Unser Beratung zu Fernreisen gibt einen Überblick welche Ausrüstung Sie benötigen und was Sie im Vorfeld bei der Reiseplanung beachten sollten.

Januar 2010: Unsere Räder bauen wir selbst!

Auf der Reise quer durch Eurasien, sollen auch Menschen mitkenommen werden, die kein eigenes Fahrrad besitzen - Kinder, zum Beispiel, die eine Show mit uns in einer benachbarten Stadt anschauen möchten.

Für diesen Zweck bauten Markus und Tyle ein Liegerad-Tamdem. Wer auch immer auf dem Rücksitz Platz nimmt können Akkordeon spielen, der Gruppe russische Vokabeln beibringen, oder dem Fahrer die Schultern massieren.

Die Energie die zum Bau der Räder benötigt wurde, stammt übrigens aus den eignen Windkraftanlagen des Kesselbergs.


4Wheels2Change 2010

4Wheels2Change 2010

4Wheels2Change 2010
4Wheels2Change 2010

Vorgeschichte & Philosophie

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe junger Menschen die sich seit längerem intensiv mit Theater, Musik, Akrobatik und diversen Zirkusdisziplinen beschäftigen. Wir haben seit mehreren Jahren Erfahrung bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen gesammelt und wollen diese im Zuge des Projektes weitergeben. Klick auf die Fotos unten, um über die Mitfahrende zu lesen.

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In die Mongolei – mit dem Rad ???!!

Ja! Wir wollen zeigen, dass man andere Länder und Kulturen auch erleben kann ohne die Umwelt zu verschmutzten. Durch unsere Reiseart sollen die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimawandel ins Gespräch gebracht und theatralisch umgesetzt werden.

Und was wollt ihr dann da?

Das Projekt fördert mithilfe von Theater, Musik, Akrobatik und verschiedenen anderen Zirkusdisziplinen die Ausdrucksmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in schwierigen Situationen. Diese Kinder haben nur selten die Möglichkeit sich in dieser Weise auszuleben. Wir wollen ihnen die Möglichkeit bieten, sich selbst durch diese wichtigen Disziplinen besser kennen zu lernen und auszudrücken. Wir arbeiten mit lokalen Schulen und Jugendinstitutionen zusammen, verknüpfen sie untereinander und bilden die Betreuern in künstlerischen Tätigkeiten weiter. In den Einrichtungen angekommen wird nach einer Einführung in die Thematik und Techniken ein Auftritt von den Jugendlichen geplant und durchgeführt. Bei den Workshops sind die Jugendlichen also nicht nur Teilnehmer sondern auch aktive Gestalter der Auftritte. So können in einem unterstützenden Umfeld schnell persönliche Erfolge erzielt werden. Außerdem profitieren die Teilnehmer von einem interkulturellen Austausch durch die Künstler aus verschiedensten Ländern.



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Der Weg ist das Ziel!

Jeder Mensch ist einzigartig! Jeder Mensch hat bestimmte Talente! Daher steht die Reise im Zeichen des Austausches und des voneinander und miteinander Lernens. Es steht jedem frei uns für eine selbst gewählte Strecke auf unserer Tour zu begleiten. Wir bieten auch Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit uns (auch nur für kleine Strecken – sei es auch nur bis zum nächsten Dorf) zu begleiten und im gemeinsamen Training von den Anderen zu lernen und eigene Fähigkeiten mit einzubringen. Auf diese Weise ist ein interkultureller Austausch gewährleistet von dem die ganze Gruppe sowie auch die Kinder und Jugendlichen in den besuchten Projekten profitieren.

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