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Laufradgrößen Beratung

Laufradgrößen

Kaum ein anderes Fahrradteil ist in mehr Größen, Breiten, und Ausführungen erhältlich, als das Laufrad. Auf der positiven Seite findet somit jeder Radfahrer genau die Laufradgröße, die perfekt zu seinem individuellen Fahrstil passt, doch auf der negativen Seite führt diese Vielfalt zu einiger Verwirrung. Ob du ein 12 Zoll oder ein 29 Zoll Laufrad brauchst, Fatbike oder Plus-Reifen zu dir passen und welche Felge für welchen Einsatzzweck taugt, erfährst du daher in unserem ausführlichen Laufrad Leitfaden.
 

Allgemeines zum Laufrad

Die Verwirrung beginnt häufig schon beim Begriff des Laufrades, da hiermit nicht nur die Felge gemeint ist, sondern ebenso die Speichen, die Speichennippel und die Nabe. Die Größenbezeichnungen von Laufrädern bezieht sich jedoch im Grunde nur auf die Felge. Deren Durchmesser wird zumeist entweder in Zoll, oder mittels der ETRTO Norm angegeben. Letztere setzt sich aus dem Felgendurchmesser und der Innenweite der Felge zusammen. Eine 26” Felge mit beispielsweise 29 mm Innenweite würde daher mit der ETRTO 559 x 29 bezeichnet werden.

Mit Hilfe dieser Maße lässt sich wiederum der passende Reifen auswählen, denn nicht jede Reifenbreite und -größe verträgt sich mit jedem Felgenmaß (s. Abschnitt Reifengröße). Es zeigt sich also bereits hier, dass das System aus Laufrad und Reifen äußerst komplex ist, auch weil verschiedene Reifenbreiten verschiedene Eigenschaften hinsichtlich des Rollwiderstandes, der Traktion und der Lenkpräzision aufweisen. Letztlich beeinflussen die Entscheidungen, die am Laufrad getroffen werden, somit die Fahreigenschaften eines Fahrrades maßgeblich. 

Die Laufradgrößen

Um etwas Licht in den Dschungel der verschiedenen Laufradgrößen zu bringen, werden im folgenden Abschnitt alle gängigen Laufradgrößen sowie deren Vor- und Nachteile erläutert.

12 bis 18 Zoll Laufräder

Diese sehr kleinen Laufräder kommen insbesondere bei Kinderfahrrädern vor, um der geringeren Körpergröße von Kindern gerecht zu werden. Wir geben folgende Empfehlungen: Doch auch Falträder profitieren vereinzelt von den kleinen Dimensionen der 16 Zoll Räder. Im zusammengeklappten Zustand sind zumeist die Laufräder das am meisten Platz einnehmende Teil. Durch die Verwendung von 16 Zoll Laufrädern verringert sich somit natürlich das Packmaß und Gewicht, während die Mobilität und Tragbarkeit verbessert wird. Außerdem sind die kleineren Laufräder stabiler.

 Kinderfahrrad
 
 
 
 

20 Zoll Laufräder

Wie schon bei 16 Zoll gilt natürlich auch für 20 Zoll, dass kleinere Laufräder stabiler sind und weniger Gewicht auf die Waage bringen. Deswegen ist 20 Zoll die meist verwendete Größe bei Falträdern und häufig an der Front von Lastenfahrrädern (am Heck hingegen 26 Zoll) anzutreffen. 20-Zoll-Laufräder vereinen dabei die perfekte Mischung aus geringem Gewicht und guten Rolleigenschaften. Zudem ermöglichen sie ein geringes Packmaß, weshalb sie einfach mit Bus, Bahn oder Auto transportiert werden können.

Doch auch Kinder zwischen 115 cm und 120 cm Körpergröße profitieren von dieser Laufradgröße. Durch die guten Rolleigenschaften fällt es bereits viel leichter, mit den Fahrrädern für Erwachsene mitzuhalten. Somit werden erste längere Touren mit der Familie möglich, obwohl die Überstandshöhe dieser Fahrräder immer noch gering bleibt.
Etwas speziellere Fahrradtypen, die ebenfalls häufig auf 20 Zoll setzen, sind das Trial Rad sowie das BMX. Hier werden v.a. breite Reifen auf kleinen Felgen eingesetzt, die bei Sprüngen und Tricks für erhöhten Grip und besserer Stabilität sorgen.

Faltrad

24 Zoll Laufräder

Sportliche Falträder setzen gerne auf 24 Zoll Laufräder, da der größere Raddurchmesser höhere Geschwindigkeiten erlaubt. Hierfür wird das etwas erhöhte Packmaß gerne in Kauf genommen.

Doch auch Jugendräder, für Fahrer mit einer Körpergröße zwischen 135 cm und 165 cm, sind passenderweise mit 24 Zoll Laufrädern ausgestattet. Hier gilt, wie bei 12-20 Zoll, dass die Laufräder mit der Rahmen- und Körpergröße mitwachsen müssen, um eine sinnvolle Geometrie zu ermöglichen. So findet sich diese Laufradgröße auch an sogenannten Minirädern oder an Sonderanfertigungen für kleinere Erwachsene, da eine passende Überstandshöhe entscheidend für ein komfortables Fahrrad ist.

Jugendfahrrad

26 Zoll Laufräder

Vor einigen Jahren war 26 Zoll noch die dominierende Laufradgröße im Mountainbike-Bereich. Mittlerweile findet man diese Laufräder jedoch fast nur noch an Downhill Bikes, Fatbikes und Einsteigerräder. Auch im City- und Trekkingbereich wird weiterhin oft auf 26 Zoll gesetzt, da die Teile recht günstig sind und kleine Rahmengrößen ermöglichen. Gerade für Tiefeinsteiger und Co. ein wichtiger Punkt.

Die langjährige Dominanz von 26 Zoll Laufrädern kommt dabei jedoch nicht von ungefähr: Durch eine gute Balance von Stabilität, Rolleigenschaften und Beschleunigung passen die Laufräder zu vielen Fahrstilen. Weltweit findet sich außerdem die beste Ersatzteilversorgung für 26 Zoll, weshalb auch heute noch die meisten Reiseräder auf diesen Laufrädern rollen. In diesem Bereich gibt es daher noch eine Vielzahl verschiedener Reifen sowie Neuentwicklungen. Im Mountainbike-Bereich sind hingegen neu entwickelte Komponenten und Reifen häufig nur noch in 27,5 oder 29 Zoll erhältlich.
 
Trekkingrad mit 26 Zoll

27,5 Zoll Laufräder

Mit 27,5 Zoll (oder auch 650B) Laufrädern sollte die gute Balance der 26 Zoll Laufräder weiter optimiert werden. Die nahezu allgegenwärtige Verbreitung dieser Laufradgröße und deren Erfolg in Wettbewerben gibt dieser Entwicklung recht. Tatsächlich ist die Größe auch näher an 26 Zoll, als es der Name vermuten lässt. Mit einem Durchmesser von 584 mm ist 27,5 Zoll näher an 26 Zoll (559 mm), als an 29 Zoll (622 mm). Somit werden die positiven Eigenschaften, also die Stabilität und Beschleunigung, nahezu von 26 Zoll übernommen, während etwas bessere Rolleigenschaften gewonnen werden. Davon profitieren Mountainbike Hardtails und Fullys, Urban-, City- und Trekkingräder, aber auch Rennräder und Gravelbikes.
Die vollen Stärken werden jedoch erst auf verwinkelten Singletrails ausgespielt, weshalb 27,5 Zoll mittlerweile zum Standard in der MTB-Welt geworden ist. Somit ist dieser Laufradstandard auch sehr zukunftssicher, da alle Neuentwicklungen für 27,5 Zoll erscheinen, selbst in den kommenden Jahren.

MTB mit 27,5 Zoll

28 Zoll Laufräder (622 mm / 700C)

28 Zoll Laufräder bieten eine optimale Balance zwischen Abrollverhalten und Handling des Fahrrades. Dieses Format ist weitverbreitet und hat sich als Standard etabliert, wenn es um hohe Geschwindigkeiten und Laufruhe geht. Die Laufradgröße findet daher ihren Einsatz ebenso auf Rennrädern, wie auf alltagstauglichen Trekking- oder Citybikes.

Im Gegensatz zu 26 Zoll findet sich außerdem eine breite Auswahl von Reifen, die ähnlich breit wie Rennradreifen sind, aber etwas mehr Grip und Pannensicherheit bieten. Somit sind es die idealen Reifen für die Stadt. Außerdem gibt es viele verschieden breite Felgen und weitverbreitete, günstige Ersatzteile.

Rennrad

29 Zoll Laufräder (622 mm)

Als wären die Bezeichnungen von Laufrädern nicht schon verwirrend genug, kann man sich bei 29er gar nicht mehr auf den Namen verlassen. Tatsächlich handelt es sich hierbei nämlich um 28 Zoll Felgen, die inklusive eines großvolumigen Mountainbike Reifens in etwa 29 Zoll messen. So verwirrend der Name ist, so einleuchtend sind jedoch die Eigenschaften: 29er Laufräder sind ideal für pfeilschnelle Cross Country und Marathon Fahrräder, da der große Raddurchmesser enorm viel Vortrieb ermöglicht. Durch die Massenträgheit lassen sie sich zwar etwas schlechter beschleunigen, doch nimmt man dies für die enorme Laufruhe und das bessere Überrollverhalten gerne in Kauf.

Gerade ungeübte Fahrer profitieren von diesen Eigenschaften, da kleinere Wegunebenheiten, wie Geröll, Steine und Wurzeln besser bewältigt werden können. Doch auch Racer gewinnen so natürlich die entscheidenden Sekunden, was die Dominanz von 29er im XC-Worldcup beweist.

Mittlerweile ermöglichen hoch entwickelte Fertigungsverfahren für Felgen und Speichen außerdem die Verwendung von 29er Laufräder an Trailbikes. Lange Zeit war hier die Stabilität das Problem, doch wurden 2017 sogar schon 29er im Downhill Worldcup gesichtet. 29er sind somit extrem flexibel, wobei immer darauf geachtet werden muss, dass die Laufräder zur eigenen Körpergröße passen. Kleine Fahrer greifen besser auf 27,5 Zoll zurück.

MTB mit 29 Zoll 
 
 
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Allgemeines zu Reifen

Die Wahl der Reifen verändert nicht nur den Grip und den Rollwiderstand, sondern ebenso das reale Außenmaß des Laufrad-Reifen-Systems, sowie dessen Dämpfung und Lenkgenauigkeit. Somit hängen die Fahreigenschaften nicht nur von der gewählten Laufradgröße ab, sondern ebenso vom montierten Reifen und dessen Maße. Hier ist die Anzahl der verschiedenen Größen jedoch beinahe genauso unübersichtlich wie bei den Laufrädern, weshalb in den folgenden Abschnitten, eine Übersicht über gängige Reifenmaße und deren Vor- wie auch Nachteile gegeben werden soll.

Reifengrößen

Wie anfangs erwähnt, muss das Felgenmaß immer zum Reifenmaß passen. Hier ist es jedoch nicht nur wichtig, dass der Felgendurchmesser zum Durchmesser des Reifens passt, sondern auch, dass die Reifenbreite mit der Felgenbreite kompatibel ist. Hierfür werden Reifen ebenso mit einer ETRTO-Norm ausgezeichnet, die neben dem Durchmesser die Außenbreite der Reifen angibt. Mit Hilfe dieser Tabelle kann überprüft werden, welche Reifen-Felgen-Kombination passt:

Reifen-Felgen-Kobinationen Fahrrad

Als Faustregel gilt jedoch: je breiter der Reifen, desto breiter die benötigte Felge. Wichtig ist, sich hierbei nicht auf die Zollangaben der Reifenhersteller zu verlassen, sondern tatsächlich die ETRTO-Norm zu verwenden. Verschiedene Hersteller messen ihre Reifen nämlich anhand unterschiedlicher Kriterien, was bei zwei verschiedenen Reifen zu gleichen Zollangaben, aber zu unterschiedlichen ETRTO-Angaben führen kann. Zum Beispiel ist ein Continental 27,5 Zoll Reifen mit 2,4 Zoll laut ETRTO 60 mm breit, während ein Schwalbe bei selbem Umfang bereits bei 2,35 Zoll 60 mm breit ist. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Reifenbreite mit der Breite der Felge mitwächst. Der selbe Reifen ist somit auf zwei unterschiedlich breiten Felgen verschieden breit. Hier ist also Vorsicht geboten. Zwischen 2 Zoll und 2,4 Zoll Reifenbreiten sollten aber die meisten Mountainbike Felgen dennoch keine Probleme machen. Selbes gilt für die gängigsten Rennrad Felgen und Reifen. Bei den immer mehr aufkommenden Plusformaten und Fatbikes ist es jedoch enorm wichtig, geeignete Felgen zu verwenden.  

50 bis 60 mm Reifen (2,0 bis 2,3 Zoll)

Standard Mountainbike Reifen bewegen sich in einem Rahmen von 50 bis 60 mm (2,0 bis 2,3 Zoll) Breite. Dabei gilt, dass mit der steigenden Breite die Abfahrtsorientiertheit zunimmt. Dies ist insofern logisch, da mit breiten Reifen auch zumeist aggressivere Profile einhergehen und mehr Aufstandsfläche zur Verfügung steht. Schmale, leicht profilierte Reifen rollen hingegen leichter. Wer also Cross Country oder Marathon fahren möchte, greift tendenziell eher zum 50 mm Reifen, wer lieber Downhill fährt, setzt direkt auf einen grobstolligen 60 mm Reifen.

Die meisten standardmäßigen Mountainbike-Felgen können beide Reifen sicher aufnehmen, jedoch stützt eine breite Felge massive Reifen besser ab, was die Dämpfung und somit die Performance erhöht. So haben sich bei der Verwendung von 60 mm breiten Reifen Felgen mit mindestens 25 mm Innenweite durchgesetzt. Manche Fahrer setzen jedoch auf bis zu 40 mm breite Felgen, um möglichst viel Aufstandsfläche und somit Grip zu generieren.

Plusformate

Plus-Bereifung ist momentan für 27,5 Zoll und 29er (also 28 Zoll) Mountainbike-Laufräder erhältlich. Für 26 Zoll Laufräder gibt es dieses Format nicht, da quasi keine 26 Zoll Rahmen entwickelt wurden, die genügend Platz im Hinterbau bieten würden, um die bis zu 2,7 Zoll (71 mm) breiten Reifen aufzunehmen. Felgen, die für Plus-Reifen geeignet sind, sind meistens bereits so gekennzeichnet.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Felgen jedoch eine Innenweite von mindestens 35 mm haben sollten, um einen sicheren und sinnvollen Sitz zu gewährleisten. Dabei ist ein 27,5+ wie das Scott Spark 720 Plus für abfahrtsorientierte Fahrer die richtige Wahl, während ein 29+ diejenigen glücklich macht, die gleichermaßen bergauf wie bergab fahren wollen.

Scott Park 720 Plus

Die Vorteile der großvolumigen Reifen liegen in der erhöhten Dämpfung, die durch den Mantel selbst ermöglicht wird. Während Federgabeln und gefederte Hinterbauten stets ein gewisses Losbrechmoment haben, das durch sehr geringe Unebenheiten nicht überwunden werden kann, werden manche Schläge ungefedert an den Fahrer übertragen. Dies erfolgt meist mittels feiner Vibrationen, die gerade die Haltemuskulatur in den Armen schnell ermüden lässt und daher für Zwangspausen auf dem Trail sorgen.

Plus Reifen nehmen diese Vibrationen auf und ermöglichen somit verlängerten Trailspaß. Möglich macht dies zum einen das zusätzliche Material, aber auch der niedrigere Luftdruck, der durch das erhöhte Volumen gefahren werden kann. Im Gegensatz zu “normalen” Reifen, die mehr Luftdruck benötigen, wird somit mehr gedämpft. Auf der negativen Seite steuert sich ein Plus-Laufrad durch den niedrigen Luftdruck etwas schwammiger, doch wird dieser Effekt gerne gegen die genannten Vorteile eingetauscht. 

Fatbike

Das Fatbike führt den Gedanken der Plusformate ins Extreme. Bis zu 5 Zoll breite Reifen gewährleisten dabei so viel Dämpfung, dass viele Fatbikes vollständig auf Federelemente verzichten und mit einer Starrgabel ausgeliefert werden. Dadurch verstärkt sich natürlich das schwammige Gefühl, das bereits bei den Plusformaten auftritt, doch gewinnt man extrem viel Traktion. Außerdem ermöglichen Fatbikes das Befahren ansonsten undenkbarer Untergründe wie Sand oder Schnee, da sie aufgrund der großvolumigen Reifen nicht einsinken.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die ersten Fatbikes als Expeditionsräder für unwegsames Gelände gedacht waren. Wer also auf Entdeckungstour gehen möchte, ist mit den monströsen Reifen sehr gut beraten. Um die Reifen dabei sinnvoll zu montieren, sollte mindestens eine Felge mit 80 mm Innenweite gewählt werden (Für 5 Zoll Reifen besser 100 mm und mehr).

Ein sicherer Sitz durch ausreichend breite Felgen ist bei Fatbikes besonders wichtig, da diese weniger durch den Luftdruck (meist nur 0,6-0,8 Bar) im Felgenbett gehalten werden, als durch die Form der Felge. Bei zu schmalen Felgen springt der Reifen somit gerne von der Felge ab, was zu gefährlichen Stürzen führen kann.

Da die dicken Reifen ordentlich auftragen, sind Fatbike-Reifen meistens für 26 Zoll (559 mm) ausgelegt, wobei der effektive Radius von Laufrad und Reifen dennoch sehr groß ausfällt. Somit rollt ein Fatbike ähnlich gut wie ein 29er oder 27,5+ Rad, wenngleich natürlich der Rollwiderstand höher ist. Ein schönes Beispiel ist das Cube Nutrail.
Cube Nutrail

 
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