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Welches Rahmenmaterial für mein Fahrrad?

Welches Rahmenmaterial, Carbon Alu Titan Stahl

Das kompromisslos leichte Race-Hardtail aus Carbon oder das Retro-Rennrad mit einem Rahmen aus schmalen Stahlrohren – mit unterschiedlichen Rahmenmaterialien verbinden sich unterschiedliche Emotionen, Lebensstile, man kann sogar sagen Philosophien! Die verschiedenen Materialien, die im Rahmenbau eingesetzt werden, zeichnen sich durch spezifische Eigenschaften aus. Dadurch eignen sie sich für bestimmte Einsatzzwecke besonders gut, für andere weniger gut. Um dich auf der Suche nach deinem Traumrad zu unterstützen, haben wir hier zusammengetragen, was du über die vier am weitesten verbreiteten Materialien – Carbon, Aluminium, Stahl und Titan – im Rahmenbau wissen musst.

Allgemeine Infos zu Rahmenmaterial
Entscheidende Faktoren bei der Materialwahl
Eigenschaften von Carbon
Eigenschaften von Aluminium
Eigenschaften von Stahl
Eigenschaften von Titan

Allgemeines und Geschichtliches

Der Rahmen ist das Herzstück des Fahrrads. Er entscheidet wie kein zweites Bauteil über das Fahrverhalten des Rades. Daher ist die Frage nach dem richtigen Material für den Rahmen – neben einer guten Passform - von entscheidender Bedeutung. Das Fahrrad hat im Laufe seiner nun über 200 Jahre langen Geschichte einige Materialien durchlaufen. Die längste Zeit dominierte Stahl als Werkstoff für Fahrradrahmen. Zwar wurden immer wieder andere Materialien getestet, beispielweise Magnesium, doch konnte sich zunächst keines gegen Stahl behaupten. Erst Mitte der 1980er Jahre kamen zusammen mit dem Mountainbike Alu-Rahmen auf. Mit dem neuen Werkstoff änderte sich auch die Rahmenform – die dünnen Stahlrohre wurden durch voluminösere und zugleich leichtere Alu-Rohre ersetzt. Dadurch wurden die Rahmen leichter und zugleich steifer. Zu dieser Zeit wurde bereits mit dem künstlichen Werkstoff Carbon experimentiert. Jedoch dauerte es noch ungefähr 15 Jahre, bis Fahrradrahmen aus Carbon um die Jahrtausendwende für ein breites Publikum erschwinglich wurden. Bis heute sind Carbon-Rahmen deutlich teurer als die etwas schwereren Modelle aus Aluminium. Sie werden daher in erster Linie an hochwertigen wie hochpreisigen Rädern, die vor allem für den sportlichen Einsatz entwickelt wurden, verbaut.

Titan und Holz führen Nischendasein

Während der Mainstream des Radmarktes von den drei Materialien Stahl, Aluminium und Carbon beherrscht wird, führen Titan und Holz (Bambus) ein Nischendasein. Dabei ist die Geschichte des Fahrrads quasi untrennbar mit Holz verbunden. So baute Karl von Drais seine erste Laufmaschine, die Urform des Fahrrads, komplett aus Holz – sowohl Rahmen, als auch Laufräder bestanden daraus. Heute wird Holz vor allem aus Style-Gründen genutzt. Rahmen aus Bambusrohren sehen einfach schick aus, können in Sachen Belastbarkeit und Fahreigenschaften jedoch nicht mit anderen Materialien mithalten. Anders verhält es sich mit Titan. Dieses Metall weist für den Fahrradbau sehr gute Eigenschaften auf, ist jedoch sehr teuer. Daher sind Räder mit Titanrahmen nie über ihren luxuriösen Status hinausgekommen.

Nach diesem geschichtlichen Teil soll es nun um die Frage gehen, welche Faktoren überhaupt wichtig für einen Rahmen sind. Wenn du ein Rad anhebst, wirst du als erstes das Gewicht des Rades spüren. Beim Fahren werden sich dann Steifigkeit des Rahmens und der Komfort bemerkbar machen. Bei der längerfristigen Nutzung eines Rades spielt die Haltbarkeit eine wichtige Rolle. Last but not least hat das verwendete Material großen Einfluss auf die Optik des Rades.
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Entscheidende Faktoren bei der Materialwahl

Gewicht

Das Gewicht eines Rades ist direkt beim ersten Hochheben zu spüren. Beim Fahren spielt es dann eine Rolle, wenn es bergauf geht oder wenn das Rad beschleunigt wird. Im alltäglichen Gebrauch kann es jedoch auch dann von Bedeutung sein, wenn du dein Rad öfter tragen musst, zum Beispiel in die Wohnung oder den Keller. Das Gewicht eines Rades kann über das verwendete Material beeinflusst werden und dadurch, dass möglichst wenig Material verbaut wird. Zu diesem Zweck werden die Rohre des Rahmens möglichst dünn gehalten. Bei Rahmen aus Metallen (Stahl, Alu, Titan) kommen zu diesem Zweck konifizierte Rohre zum Einsatz. Diese Rohre verfügen im mittleren Teil über eine geringere Wandstärke, als an den Enden, an denen sie mit anderen Rohren verbunden werden. Dadurch kann die Materialmenge möglichst gering gehalten werden, ohne dass dadurch Abstriche in Sachen Stabilität gemacht werden müssen.

Das Gewicht ist vor allem bei sportlichen Rädern und dann, wenn das Rad öfter getragen wird, ein wichtiger Faktor. Hier ein kurzes Gewichtsranking über die Rahmenmaterialien (von leicht nach schwer):
  1. Carbon
  2. Alu/Titan
  3. Stahl

Steifigkeit und Komfort

Steifigkeit und Komfort eines Rades sind zwei Faktoren, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Erst beim Fahren über unebene Straßen, Kopfsteinpflaster und Bordsteine merkst du, wie komfortabel sich dein Rad verhält. Wird jeder Schlag ungefiltert an die Fahrerin oder den Fahrer weitergegeben oder wird er abgedämpft, geschluckt? Hierfür ist insbesondere bei ungefederten Fahrrädern der Rahmen das entscheidende Bauteil und das für ihn verwendete Material zentraler Einflussfaktor.

Ähnlich verhält es sich mit der Steifigkeit. Sie ist dafür entscheidend, wie effizient Kräfte von Fahrern auf das Rad übertragen werden. Dies geschieht über Kurbel und Lenker. Ein steifer Rahmen im Bereich der Kurbel und der Kettenstreben sorgt dafür, dass sich das Rad gut beschleunigen lässt. Im Bereich der Lenkkopflagers und der Gabel bringt mehr Steifigkeit eine präzisere Steuerung. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten (über 50km/h) fühlt sich das Rad dann weiterhin gut kontrollierbar an.

Steifigkeit und Komfort widersprechen sich auf den ersten Blick. Ist ein Rahmen sehr steif, verwindet er sich also wenig, wird die Kraft auch sehr gut von der Kurbel zum Hinterrad übertragen. Dies führt jedoch zugleich dazu, dass Schläge vom Boden direkt an die Fahrerin oder den Fahrer weitergegeben werden. Umgekehrt schluckt ein Rahmen Schläge besser, wenn er flexibler, also weniger steif ist. Dann wird jedoch tendenziell Kraft verschenkt. Entsprechend müssen in dieser Hinsicht Kompromisse gemacht werden. Dies geschieht über die Dicke und die Form der Rohre. Beispielsweise werden oft sehr dünne Sitzstreben verbaut, um mehr Komfort am Hinterbau zu erreichen. Ebenfalls am Hinterbau wird hingegen die Verbindung zwischen Tretlager und Kettenstreben möglichst breit und damit steif konstruiert, um die einwirkenden Kräfte möglichst ohne Verlust auf das Hinterrad zu übertragen.

Ein Maximum an Steifigkeit sucht man dann, wenn Kräfte möglichst effizient eingesetzt werden sollen, also im sportlichen Bereich. Komfort ist ein zentraler Faktor bei Rädern, die du im Alltag oder auf längeren Touren nutzt. Im Hinblick auf den Fahrkomfort verhalten sich die Materialien wie folgt:
  1. Titan
  2. Stahl
  3. Carbon
  4. Alu
Tipp: Wenn dir dein Rad zu wenig Komfort bietet, kann unter Umständen eine gefederte Sattelstütze Abhilfe schaffen.

Der STW-Wert

Wenn du gelegentlich in Radzeitschriften schaust, wirst du in den Tests dort wahrscheinlich schon einmal auf den STW-Wert gestoßen sein. STW steht für Stiffness to Weight und gibt das Verhältnis zwischen der (Lenkkopf-) Steifigkeit und dem Gewicht des Rahmens an. Je höher die Lenkkopf-Steifigkeit und je geringer das Gewicht, desto höher ist der STW-Wert. Allerdings ist zu beachten, dass dieser Wert nur begrenzte Aussagekraft besitzt. Ein weicher Rahmen fährt sich schließlich nicht besser, nur weil er leicht ist.

Legt man das Verhältnis von Steifigkeit und Gewicht zugrunde, verteilen sich die Vorzüge der Rahmenmaterialien wie folgt:
  1. Carbon
  2. Alu
  3. Titan
  4. Stahl

Haltbarkeit

Die Haltbarkeit eines Rahmens ist in erster Linie von äußeren Einflussfaktoren abhängig. Diese variieren je nach Einsatzzweck des Rades. Ein Rennrad, welches nur zum Training genutzt wird und danach immer wieder im Keller verschwindet, ist anderen Einflüssen ausgesetzt, als ein City-Bike, welches für den täglichen Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen genutzt wird, welches draußen angeschlossen und öfter in der Bahn transportiert wird. Auch Stürze stecken die unterschiedlichen Materialien unterschiedlich gut weg.

Dass ein Rad möglichst langlebig sein sollte, ist selbstverständlich. Die folgende Übersicht bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit der Materialien in der alltäglichen Nutzung. Sie bezieht sich also auf die Unempfindlichkeit gegenüber Kratzer und Stößen:
  1. Titan/Stahl
  2. Alu
  3. Carbon

Optik

Zu guter Letzt möchtest du natürlich ein Rad kaufen, was nicht nur durch seine inneren Werte punkten kann, sondern auch optisch überzeugt. Auch hier spielt der Werkstoff eine Rolle. Als Fan des klassischen Rennraddesigns wirst du mit den dünnen Rohren eines Stahlrahmens mehr anfangen können, als mit den voluminösen Rohren eines Alurahmens. Moderne Aero-Rennräder sind schließlich kaum aus einem anderen Material als Carbon zu bauen.

Aus welchem Material die schönsten Rahmen gebaut werden, musst du schon selbst entscheiden - in unserem Sortiment wirst du sicher fündig!

Die Eigenschaften kurz zusammengefasst

Preis: Gewicht: Steifigkeit: Komfort: Alltag:
Carbon: hoch sehr gering sehr hoch hoch sehr gering
Aluminium: mittel gering hoch gering hoch
Stahl: sehr gering sehr hoch gering sehr hoch sehr hoch
Titan: sehr hoch gering mittel sehr hoch hoch

Fazit

Du siehst, dass die Auswahl des richtigen Rahmenmaterials eine wichtige Rolle spielt. Es gibt kein Material, welches in jeder Hinsicht optimale Eigenschaften bietet. Aus welchem Material der Rahmen deines Rades sein sollte, ist somit abhängig vom Einsatzzweck deines Rades. Doch solltest du beim Kauf eines Fahrrads beachten, dass auch die Anbauteile großen Einfluss haben. So kann beispielsweise das Gewicht über leichte Anbauteile nach unten korrigiert werden. Auch der Fahrkomfort kann durch die Anpassung der Anbauteile verbessert werden. Hier bieten sich Sattel, Lenker oder auch eine gefederte Sattelstütze an.
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Kleine Werkstoffkunde

Der Carbon-Rahmen

Preis: hoch Gewicht: sehr gering Steifigkeit: sehr hoch Komfort: hoch Alltag: sehr gering

Carbon-Rahmen sind ungefähr seit der Jahrtausendwende für ein breiteres Publikum zugänglich und (halbwegs) erschwinglich. Bei Carbon handelt es sich um einen künstlichen Werkstoff. Er besteht aus Kohlefasern, die in einem speziellen Harz miteinander verbunden werden.

Hinsichtlich des Gewichtes setzt Carbon Superlative. Mit keinem anderen Material lassen sich so leichte Fahrradrahmen wie aus Carbon bauen. Für Steifigkeit und Komfort eines Rahmens ist die entsprechende Ausrichtung der Carbon-Fasern entscheidend. Daher mussten zunächst entsprechende Erfahrungen mit diesem noch relativ jungen Werkstoff gesammelt werden. Mittlerweile ist die Carbon-Verarbeitung weit fortgeschritten, sodass Rahmen gebaut werden können, die eine hohe Steifigkeit im Bereich des Tretlagers und des Lenkkopfes mit einem hohen Maß an Komfort vereinen. Dies führt dazu, dass Carbon-Rahmen die besten STW-Werte von allen Rahmen aufweisen.

Die Haltbarkeit von Carbon ist prinzipiell unbeschränkt, es unterliegt keinem Alterungsprozess. Daher weist ein Carbon-Rahmen theoretisch eine unbegrenzte Lebensdauer auf. Dies gilt jedoch nur solange es nicht zu äußeren Einwirkungen kommt. Gegenüber Stürzen, Umfallen oder Schlägen ist das Material relativ empfindlich, sodass es sich nicht wirklich für die Nutzung an Alltagsrädern eignet. Zwar gibt es mittlerweile sogenannte Carbon-Doktoren, die sich auf die Reparatur kaputter oder beschädigter Carbon-Rahmen spezialisiert haben, doch ist die Reparatur aufwändig und entsprechend teuer.

Optisch können mit Carbon nahezu beliebige Formen verwirklicht werden. So wären zum Beispiel die aktuellen Aero-Rennräder und Zeitfahrmaschinen ohne den Einsatz dieses künstlichen Materials undenkbar.

Carbon-Rahmen werden in erster Linie an hochwertigen (und leider auch entsprechend hochpreisigen) Rennrädern und Mountainbikes verwendet, bei denen das Gewicht eine zentrale Rolle spielt.

Fazit: Carbon – leicht, steif und relativ komfortabel: das richtige für Rennfahrer und Sportler. Schwerpunkt: Carbon Rennräder und Carbon MTBs.

Der Alu-Rahmen

Preis: mittel Gewicht: gering Steifigkeit: hoch Komfort: gering Alltag: hoch

Aluminium ist das derzeit am weitesten verbreitete Material für Fahrradrahmen. Diese werden aus unterschiedlichen Aluminium-Legierungen gefertigt. Dem Aluminium werden noch weitere Stoffe hinzugefügt, die die Eigenschaften des Materials hinsichtlich Steifigkeit und Flexibilität beeinflussen. Am weitesten verbreitet sind die Legierungen 6061, 7005 und 7020. Die Zahlen stehen dabei jeweils für eine bestimmte stoffliche Zusammensetzung des Materials. Zwischen diesen Legierungen bestehen keine erheblichen Unterschiede.

Aluminium-Rahmen sind zwar nicht ganz so leicht, wie solche aus Carbon, jedoch deutlich leichter als solche aus Stahl und zugleich steifer. Die Steifigkeit von Aluminium ist Fluch und Segen zugleich. Diese sorgt einerseits dafür, dass das Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht sehr gut ist, jedoch müssen Abstriche hinsichtlich des Komforts gemacht werden. So gelten Alurahmen als sehr steif und deutlich weniger komfortabel als Stahlrahmen. Auch Rahmen aus Carbon und Titan sind deutlich komfortabler.

Mit Ausnahme von Komfort kann Aluminium eigentlich alles. Es ist in keiner Hinsicht überragend, aber stets im guten Mittelfeld zu finden und dabei auch noch preiswert zu haben. Aluminium-Rahmen sind in jeder Hinsicht alltagstauglich und eignen sich auch gut dazu, vor dem Supermarkt angeschlossen oder täglich im Zug mitgenommen zu werden. Entsprechend ist Aluminium auch in jedem Bereich zu finden. Fehlender Komfort wird dabei in den meisten Fällen durch eine Federgabel und evtl. eine gefederte Sattelstütze ausgeglichen. Entsprechend ist es auch bei vollgefederten Mountainbikes ein weit verbreiteter Werkstoff.

Fazit: Alu – leicht und preiswert: die pragmatische Wahl. Schwerpunk: Gesamte Breite des Radmarktes von Citybikes über E-Bikes bis zu Alu-MTBs.

Der Stahl-Rahmen

Preis: sehr gering Gewicht: sehr hoch Steifigkeit: gering Komfort: sehr hoch Alltag: sehr hoch

Stahl ist das Material mit der längsten Geschichte im Rahmenbau. Ähnlich wie bei Aluminium existieren auch hier unterschiedliche Legierungen. Am weitesten verbreitet ist der sogenannte Chrom-Molybdän-Stahl (CrMo).

Stahl-Rahmen sind deutlich schwerer als solche aus Aluminium oder gar Carbon. Das Verhältnis zwischen Steifigkeit und Komfort fällt komplett andersherum aus als bei Aluminium. Stahl ist relativ weich, was sich positiv auf den Fahrkomfort auswirkt. Abstriche müssen entsprechend hinsichtlich der Steifigkeit gemacht werden. Fans von Stahlrahmen beschwören daher jedoch gerne das warme Fahrgefühl von Stahl-Rahmen.

Die Haltbarkeit von Stahl-Rahmen ist überragend, die Optik unverkennbar! Solche Rahmen sind recht unempfindlich gegenüber äußeren Einwirkungen und Stürzen. Die schmalen Rohre sind das Kennzeichen schlechthin für klassische Rennräder. Mit einem Stahl-Rahmen kaufst du eine Menge Emotionen und Nostalgie. Stahl ist DER Werkstoff für Fahrrad-Enthusiasten! Und auch aus einer technischen Perspektive sprechen gute Gründe für die Nutzung von Stahl. Überall dort, wo Komfort und Langlebigkeit Vorrang vor Gewicht und Steifigkeit haben, macht der Einsatz von Stahl durchaus Sinn. Dank der relativ einfachen Verarbeitung gibt es einige Rahmenbauer, die auf Maß gefertigte Stahl-Rahmen anbieten. Diese sind dann jedoch deutlich teurer als ein Modell von der Stange.

Fazit: Stahl – komfortabel, haltbar und voller Emotionen: (nicht nur) für Retrofans. Schwerpunkt: Reiseräder, Retro-Rennräder, Fixies u.ä.

Der Titan-Rahmen

Preis: sehr hoch Gewicht: gering Steifigkeit: mittel Komfort: sehr hoch Alltag: hoch

Wie auch schon bei den anderen beiden Metallen handelt es sich bei dem Titan, welches zum Rahmenbau verwendet wird, um eine Legierung. Titan verfügt mit seinen Eigenschaften, gewissermaßen über das Beste aus den drei vorgestellten Welten. Leicht wie Alu, flexibel und widerstandsfähig wie Stahl. In Sachen Steifigkeit liegt es zwischen Stahl und Aluminium. Das klingt nach dem optimalen Material für die meisten Einsatzzwecke. Jedoch ist der Rohstoff Titan deutlich teurer als die drei anderen Materialien und die Verarbeitung zudem recht aufwändig. Daher sind Rahmen als Titan extrem teuer.

Angeboten werden Titan-Rahmen für Rennräder und Mountainbike Hardtails. In einigen Fällen werden diese auch auf Maß hergestellt und passen dann, wie ein Maßanzug perfekt zu ihren Fahrerinnen oder Fahrern. Allerdings solltest du schon bereit sein, mehrere Tausend Euro in einen solchen Rahmen zu investieren.

Fazit: Titan – komfortabel, leicht und haltbar: luxuriöse Räder für die Ewigkeit. Schwerpunkt: Rennräder und MTB Hardtails

Aluminium vs Carbon

Du willst dir ein neues Rennrad kaufen, weißt aber nicht ob du einen Carbon- oder Aluminiumrahmen haben willst? Vor dem Fahrradkauf solltest du schon ungefähr wissen, was du dir mit dem Rad vornehmen willst. Suchst du ein Fahrrad, mit dem du am schnellsten bergauf fahren kannst? Willst du auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten? Brauchst du Komfort? Oder willst du das Beste aus deiner Leistung rausholen und dir hohe Ziele setzen? In diesem Video geben wir dir eine Entscheidungshilfe, damit du auswählen kannst, welches Rahmenmaterial für deine Bedürfnisse am Besten geeignet ist.

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