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MIPS-Fahrradhelme: alles über das Aufprallschutz-System für besseren Kopfschutz bei Stürzen




Zusätzliche Sicherheit für Helme jeglicher Art verspricht die MIPS-Technologie. Es vereint neueste technische Ansätze und aktuelle Ingenieurtechnik zu einer einzigartigen zusätzlichen Schutzschicht. Was MIPS genau bedeutet, an welchen Fahrradhelmen die Technik zu finden ist und für welche Einsatzzwecke du sie anwenden kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist MIPS bei Fahrradhelmen und was bedeutet die Abkürzung?




Zusätzliche Sicherheit für Helme jeglicher Art verspricht die MIPS-Technologie. Es vereint neueste technische Ansätze und aktuelle Ingenieurtechnik zu einer einzigartigen zusätzlichen Schutzschicht. Was MIPS genau bedeutet, an welchen Fahrradhelmen die Technik zu finden ist und für welche Einsatzzwecke du sie anwenden kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist MIPS bei Fahrradhelmen und was bedeutet die Abkürzung?

MIPS ist eine Abkürzung und steht für Multi-Directional Impact Protection System. Im Wesentlichen geht es also bei diesem System darum, deinen Kopf vor Aufschlägen aus unterschiedlichen Richtungen zu schützen.

Bildlich kannst du dir das mit dem typischen Falltest „Melone in Helm“ vorstellen. Dort wirkt die Kraft in einem 90-Grad-Winkel und es entstehen keine Rotationskräfte. Bei einem echten Sturz wirken die Kräfte aber meistens nicht im rechten Winkel auf den Helm, sondern aus verschiedenen Richtungen. Ein Helm mit MIPS-Technologie schützt deinen Kopf also umfassender als ein Helm ohne das Sicherheitssystem, da er den Aufprall aus unterschiedlichen Kraftrichtungen absorbiert und Kopfverletzungen besser vorbeugt.


Warum sind MIPS-Helme für Radfahrer sinnvoll und welche Verletzungen können damit vermieden werden?

Wie bereits beschrieben schützen Helme mit der MIPS-Technologie den Kopf vor Rotationskräften. Bei Fahrradunfällen können diese Kräfte besonders stark wirken. Je nachdem wie und wo der Aufprall bei einem Unfall stattfindet, wirken die Kräfte aus unterschiedlichen Bewegungsrichtungen. Rutscht das Vorderrad auf dem Trail weg, kann der Radfahrer mit dem Kopf auf die Seite fallen. Geht der Mountainbiker über den Lenker wirken die Kräfte sehr wahrscheinlich woanders am Helm. Daher sind MTB-Helme mit MIPS Technologie, aber auch für alle anderen Radfahrer sehr sinnvoll, da es viele verschiedene Unfallursachen und Krafteinwirkungen auf den Helm geben kann.

Das MIPS-System absorbiert Rotationskräfte aber auch statische Kräfte bei einem Aufprall, welche sonst auf das Gehirn wirken würden und zu schweren Kopfverletzungen führen können.


Wie funktioniert die MIPS-Technologie und was unterscheidet Fahrradhelme mit MIPS von solchen ohne das System?

Ein gelbes stabiles Gerüst aus Kunststoff sorgt für den extra Schutz von MIPS-Fahrradhelmen. Es ist eine gleitende Schale und liegt eingebettet im Inneren der Helmkonstruktion. Zusätzlich sind Helme mit MIPS-Technologie an dem kleinen gelben MIPS-Logo an der hinteren Außenseite der Helme zu erkennen. Das gelbe Gestell sorgt durch seine gebundene Konstruktion für die Absorption von Rotations- und statischen Kräften.

Bei der Konstruktion dieses Gitters war das menschliche Gehirn selbst das Vorbild. Zwischen Gehirn und Schädelknochen gibt es eine Flüssigkeit, welche das Gehirn bei Aufschlägen schützt, in dem es sich minimal bewegt (10 bis 15 mm). Somit geht die Stoßkraft des Aufpralls nicht auf das Gehirn über.

Im Vergleich zu Fahrradhelmen ohne MIPS-Technologie schützen MIPS-Helme nicht nur vor linearen Krafteinflüssen, sondern auch vor Rotationskräften. Das macht sie im Vergleich zu herkömmlichen Helmen wesentlich sicherer.

Für wen und welche Radsport-Disziplinen bzw. Einsatzzwecke eignen sich MIPS-Helme?

Generell sind MIPS-Fahrradhelme für alle Radsport-Disziplinen und Einsatzzwecke geeignet. Besonders allen Radfahrern denen ein umfangreicher Schutz wichtig ist, können mit der MIPS-Technologie für ein Plus an Sicherheit sorgen.

Ganz besonders aber sind Fahrradhelme mit MIPS-System für den Radsport-Bereich zu empfehlen. Für die folgenden Fahrrad-Disziplinen sind MIPS-Helme besonders geeignet:

  • Mountainbike
  • Rennrad
  • Gravelbike
  • Cyclocross
  • Fitness Bikes
  • Trekking
  • E-Bikes

Im Prinzip sind MIPS Fahrradhelme für alle Radler und Biker geeignet, die sehr oft im Sattel sitzen und schnell unterwegs sind. Denn genau unter diesen Aspekten steigt die Unfallgefahr. Vor allem Offroad, also fernab von befestigten Wegen gibt es viele Gefahren für Fahrradfahrer. Ein MTB-Helm mit MIPS ist hier ratsam. Aber auch wenn du dich oft in urbanen Gebieten auf deinem Fahrrad bewegst, macht ein Helm mit MIPS-Technologie Sinn. Denn in der Stadt passieren statistisch die meisten Fahrradunfälle.

Kann ich meinen Fahrradhelm nachträglich mit MIPS nachrüsten?

Aktuell ist es nicht möglich die MIPS-Technologie nachträglich in andere Helme nachzurüsten. Es gibt allerdings mittlerweile eine sehr große Auswahl verschiedener MIPS-Helme. Da ein Fahrradhelm auch ohne einen Sturz, regelmäßig ausgewechselt werden sollte, kannst du diese Gelegenheit nutzen, um dich für einen MIPS-Fahrradhelm zu entscheiden.

Muss ich das MIPS nach einem Sturz an meinem Fahrradhelm austauschen?

Da die Sicherheits-Technologie nicht nachrüstbar ist, kann es auch nach einem Sturz nicht ausgetauscht werden. Außerdem wird dringend geraten jeden Helm, egal ob mit oder ohne MIPS-Technologie, nach einem Sturz auszutauschen. Die Kräfte, welche bei dem Sturz auf den Fahrradhelm gewirkt haben, können die inneren Strukturen zerstören und den Kopf bei einem weiteren Aufprall nicht mehr in Gänze schützen.


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