Jan 28

Was du über E-Scooter wissen solltest

Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr und zur Änderung weiterer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften:

Der Bundesrat hat in seiner 977. Sitzung am 17. Mai 2019 beschlossen, der Verordnung gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes nach Maßgabe diverser Änderungen zuzustimmen.

Die Änderungen in Kurzform – den permanenten Link des Bundesrates zu diesem Thema findest du hier >>>

  • „Mit der Neufassung des § 3 wird geregelt, dass nur solche Personen mit Elektrokleinstfahrzeugen im öffentlichen Verkehrsraum fahren dürfen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben.“
  • „Innerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Elektrokleinstfahrzeuge nur baulich angelegte Radwege, darunter auch gemeinsame Geh- und Radwege … befahren.“
  • „Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Elektrokleinstfahrzeuge nur baulich angelegte Radwege, darunter auch gemeinsame Geh- und Radwege … befahren.“
  • „Die Zulassung einer zweiten Kategorie von Elektrokleinstfahrzeugen bis 12 km/h führt zu nicht hinnehmbaren Gefahrensituationen. § 10 Absatz 3 und 4 der Verordnung sind aus Gründen der Verkehrssicherheit zu streichen.“
  • „Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen (Zeichen 240 der Anlage 2 zur Straßenverkehrs-Ordnung) haben Fußgänger Vorrang und dürfen weder behindert noch gefährdet werden. Erforderlichenfalls muss die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden.“
  • „Für das Abstellen von Elektrokleinstfahrzeugen gelten die für Fahrräder geltenden Parkvorschriften entsprechend.“
BMVI Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung ÜbersichtBMVI Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung Übersicht

Nach wie vor gilt:

E-Scooter müssen der Richtline des Bundesrats entsprechen und benötigen eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), die vom Kraftfahrtbundesamt erteilt werden kann.

Voraussetzung sind unter anderem

  • die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h
  • eine Lenkstange
  • zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • eine Beleuchtung
  • eine „helltönende Glocke“

Gibt es eine Promillegrenze bei Elektro-Tretrollern?

Ja, für Elektroroller-Fahrer gelten die selben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer. Das heißt, wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid: in aller Regel sind das 500 Euro, 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte in Flensburg. Eine Straftat liegt vor, wenn der Fahrer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist. Von einer Straftat kann aber auch schon ab 0,3 Promille die Rede sein, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt.

Es war einmal…

Wer erinnert sich noch an seinen guten alten Tretroller aus den Kindertagen? Für viele von uns war er das erste Fahrzeug überhaupt und begeisterte schon damals mit seinen Möglichkeiten: Plötzlich konnten wir schneller fahren, als unsere Eltern laufen konnten und wir hatten auch noch jede Menge Spaß dabei. Der Weg zum Kindergarten oder zu den Freunden in der Nachbarschaft war mühelos und unkompliziert. An diese unbeschwerte und einfache Art der Fortbewegung haben wohl auch die Hersteller der E-Scooter gedacht, als sie ihre Modelle für die inzwischen erwachsen gewordenen Tretrollerfahrer gebaut haben. In den Zeiten von überfüllten Innenstädten, Parkplatzproblemen allerorts, überschrittenen Schadstoffgrenzen und drohenden Dieselfahrverboten benötigen wir dringend umweltfreundliche und innovative Möglichkeiten der einfachen Fortbewegung. Der E-Scooter ist eine einfache wie geniale Lösung, da er auf Kurzstrecken eine ähnliche Mobilität wie das Fahrrad bietet und zusammengeklappt sogar unter den Schreibtisch passt. Weitere Details und alles, was du zum Thema E-Scooter wissen musst, haben wir für dich in diesem Beitrag zusammengestellt.

Was ist ein E-Scooter?

Ein E-Scooter – umgangssprachlich auch einfach nur Tretroller oder City-Roller genannt – ist ein Tretroller mit Elektroantrieb, wobei der Akku in der Lenkstange oder im Trittbrett sitzt. 

Er soll die Mobilitätswelle fördern und gerade im Kurzstreckenbetrieb seine Stärken ausspielen. Das kann der innerstädtische Weg, die Überbrückung von Distanzen auf großen Geländen, z.B. Messen und Veranstaltungen, oder auch die berühmte letzte Meile sein – also für Berufspendler der Weg vom öffentlichen Verkehrsmittel zum Arbeitsplatz. 

Dabei kommt ihm zugute, dass er relativ klein ist und einfach zusammengefaltet werden kann, so dass du ihn problemlos in Bussen, Bahnen und Aufzügen mitführen kannst. Am Arbeitsplatz verschwindet er zur Not unter dem Schreibtisch und kann praktischerweise dort gleich für den Heimweg aufgeladen werden. Das Gewicht hält sich ebenfalls in Grenzen – die aktuell verfügbaren Modelle wiegen zwischen 10 und 15 kg und befinden sich damit auf dem Niveau einer Kiste Wasser. 

Keine Abgase, keine Motorengeräusche 

Der E-Scooter kann als Beginn und Teil einer smarten und modernen Gruppe von Fortbewegungsmitteln der Zukunft angesehen werden. Er fährt emissionsfrei, was dich nicht nur unabhängig von fossilen Brennstoffen macht, sondern obendrein zur Entlastung der Umwelt beiträgt. Neben jeder Menge Fahrspaß und unabhängiger Mobilität fährt also immer auch dein gutes Gewissen mit, dass du aktiv deinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leistest. 

Unterhaltskosten und rechtliche Grundlagen 

Die Unterhaltskosten für einen E-Scooter fallen sehr gering aus. Im nahezu wartungsfreien Betrieb fällt lediglich die nutzungsabhängige Ladung des Akkus an, was etwa mit überschaubaren 0,30 bis 0,60 € pro Ladevorgang zu Buche schlägt (abhängig von Akkugröße und Ladezustand).  

Rechtlich hinkt Deutschland aktuell seinem Nachbarland Österreich etwas hinterher, wo E-Scooter in Wien bereits in großen Stückzahlen Teil des öffentlichen Straßenverkehrs sind. Ein erster Zulassungsentwurf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde als überreglementiert empfunden, da er u.a. Blinker vorgesehen hatte. 

Wohl unstrittig sind aber diese Punkte, die Anfang 2019 in einer dann endgültigen Fassung veröffentlicht werden sollen: 

  • E-Scooter dürfen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten 
  • E-Scooter sollen den Radweg benutzen, bzw. die Straße, wenn kein Radweg vorhanden ist
  • Das Befahren von Gehwegen ist unzulässig
  • Eine Lenk- bzw. Haltestange ist zwingend vorgeschrieben
  • Es müssen zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen installiert sein
  • Blinker (in Klärung) und Glocke gehören zur Pflichtausstattung
  • Es besteht Versicherungspflicht: E-Scooter benötigen wie Mofas eine Versicherungsplakette
  • Der Fahrer muss mindestens 15 Jahre alt sein und einen Mofa-Führerschein besitzen
  • Es besteht keine Helmpflicht

Welche E-Scooter Arten gibt es?

Vom Aufbau her gibt es drei unterschiedliche Arten von E-Scootern: 

E-Scooter mit zwei Rädern und Trittbrett  

(klassischer Tretroller, auf das Notwendigste reduziert, daher auch mit dem geringsten Gewicht)

E-Scooter mit zwei Rädern und Sitz 

(bequemere Variante für längere Touren, leicht erhöhtes Gewicht gegenüber dem klassischen Tretroller)

E-Scooter mit drei Rädern 

(fahrstabilere und alleinstehende Variante des Tretrollers, durch die Zweispurausführung etwas breiter und schwerer als der klassische Tretroller)

Alle Fakten auf einen Blick

Leistung 

E-Scooter besitzen einen Elektromotor mit 250 oder 500 Watt, wobei sich der stärkere Motor für Erwachsene empfiehlt und der kleinere Motor für Kindermodelle gedacht ist. Einige Modelle schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h, die zulassungsfähige Variante in Deutschland wird jedoch auf max. 20 km/h begrenzt sein. 

Reichweite 

Die Reichweite hängt stark von der genutzten Leistung bzw. Geschwindigkeit, dem Streckenprofil, dem Gewicht von Fahrer und E-Scooter und natürlich von der Größe des Akkus ab. Einfache Modelle verfügen über eine Reichweite von 20 bis 30 km, höherwertige Modelle schaffen dagegen schon 60 bis 70 km. Wenn der Akku auswechselbar ist, kann die Reichweite durch einen Zweit-Akku vergrößert werden. 

Ausstattung 

Die Ausstattung variiert stark und reicht von Basic bis Vollausstattung. Frei nach dem Prinzip „Keep it simple“ braucht ein einfacher E-Scooter eigentlich nur zwei Räder, ein Trittbrett, einen Lenker, Bremsen und einen Akku. Alles darüber hinaus darf als Sonder- bzw. Komfortausstattung gesehen werden. So verfügen höherwertige Modelle über eine Lenkerverstellung, Licht, Blinker, Hupe, ein Display mit Geschwindigkeits-, Kilometer- und Reichweitenanzeige, sowie Rückspiegel und Körbe zur Gepäckbefestigung. Selbst Modelle mit Rekuperator (Energie-Rückgewinnung) sind erhältlich. Zu bedenken ist hier nur, dass mehr Technik auch mehr Gewicht und mehr in Anspruch genommene Akkuleistung bedeutet.  

Antrieb 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Antriebe bei E-Scootern: den Radantrieb, bei dem der E-Motor das Hinterrad direkt antreibt und den Kettenantrieb, bei dem der E-Motor das Hinterrad mittels Kette antreibt. Der Radantrieb ist aktueller Stand der Technik und hat gegenüber dem Kettenantrieb deutliche Vorteile: Er kommt mit weniger beweglichen Teilen aus, ist somit leichter, wartungsärmer und sauberer – obendrein ist er deutlich leiser. 

Gewicht 

Damit der E-Scooter seine Vorteile der einfachen und mühelosen Fortbewegung nicht beim Transport gleich wieder zunichtemacht, sollte er natürlich so leicht wie möglich sein. Das Gewicht variiert mit der Ausstattung und liegt derzeit zwischen 10 und 15 kg. 

Zulassung  

Wie bereits oben im Text detailliert aufgeführt, wird Anfang 2019 eine überarbeitete Fassung der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung erwartet, die die Nutzung von E-Scootern regelt. Auf Privatgelände sind E-Scooter in Deutschland doch bereits jetzt schon problemlos einsetzbar. 

Preis 

Die Preisspanne ist relativ groß und spiegelt die Qualität und Ausstattung des E-Scooters wider. Die Einstiegspreise sind mit 150 € erfreulich günstig, hochwertige Modelle mit gehobener Ausstattung kosten gerne 500 € oder auch mehr. Hier gilt es, deine Anforderungen mit der notwendigen Ausstattung in Einklang zu bringen.

E-Scooter für verschiedene Personengruppen

Je nach Ausführung und Ausstattung ist der E-Scooter für verschiedene Personengruppen geeignet. 

Die kleinsten Modelle mit einfacher Ausstattung und 250 Watt Motor richten sich an die Kinder, wobei eine Altersempfehlung ab 8 Jahren ausgesprochen wird. Diese E-Scooter bieten jede Menge Fahrspaß und sind garantiert schnell das Lieblingsspielzeug der Kleinen, womit der ansonsten langweilige Sonntagsspaziergang mit den Eltern ganz neue Reize erhält. 

Auf großen Messe- und Firmengeländen können E-Scooter ebenfalls mit vielen Vorteilen aufwarten. So bieten sie beispielsweise in geschlossenen Hallen eine leise und abgasfreie Fortbewegung und können Mitarbeiter schnell und mühelos an alle Orte bringen. Was sich im Arbeitsalltag entlastend auswirkt, kann gerade auf Messen auch werbewirksam genutzt werden, indem sich die Nutzer der E-Scooter als umweltfreundlich und innovativ präsentieren. 

Die wohl größte Zielgruppe von E-Scootern sind die Berufspendler. Ein E-Scooter lässt sich in Bussen, Bahnen, Taxis und Aufzügen problemlos mitführen und verschwindet am Arbeitsplatz und zuhause platzsparend in der kleinsten Ecke. Angesichts dieser Vorteile hat es selbst das gute alte Fahrrad schwer: Es werden keine separaten Park- und Abstellflächen benötigt und da du den E-Scooter praktisch immer bei dir hast, treten auch so gut wie keine Fälle von Vandalismus oder Diebstahl auf. Auf der letzten Meile zwischen ÖPNV und Arbeitsstätte ist er nahezu unschlagbar, dazu kann er praktisch überall aufgeladen werden – selbst während einer Cappuccino Pause in deinem Lieblings-Café.  

Auch auf Urlaubsreisen kann der E-Scooter praktische Dienste leisten. Gerade Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer fahren in Urlaubsregionen meist Stellplätze an und benötigen für die einfachen Wege wie das Brötchenholen, den Ausflug in die Stadt oder die Sightseeingtour ein kleines und flottes Fortbewegungsmittel. Der E-Scooter kann bei Nichtnutzung einfach und platzsparend im Fahrzeug transportiert werden, zudem wird er selbst auf gut besuchten Märkten in den Innenstädten nicht als störend empfunden. 

Sehr interessant können E-Scooter auch für Senioren sein. Sonst mühsame Wege können wieder leichter bewältigt werden und man erlangt auf diesem Wege ein Stück seiner Mobilität zurück. Dabei kommt dem E-Scooter zugute, dass er nicht mit komplizierter Technik überfordert und sehr leicht beherrschbar ist – gerade für Senioren, die sich das Radfahren mit dem Auf- und Absteigen nicht mehr zutrauen. Die Modelle mit Sitz kommen dabei für Senioren besonders infrage, da sie selbst mit leichten körperlichen Einschränkungen einfach und ohne Anstrengung zu fahren sind.

Die ersten E-Scooter mit Sraßenzulassung

Stand Mai 2019 gibt es lediglich zwei E-Scooter, welche auf Grund einer, vom Kraftfahrt-Bundesamt ausgestellten, Allgemeinen Betriebserlaubnis bereits auf Straßen und ausgewiesenen Radwegen genutzt werden dürfen. Benötigt wird jedoch ein Mofa-Führerschein (enthalten in den Führerscheinklassen A und B), sowie eine (nicht personengebundene) Haftpflichtversicherung für ca 40 €, welche durch eine selbstklebende Versicherungsplakette ausgewiesen wird. Eine Helmpflicht besteht nicht.

Die beiden Modelle und gelichzeitig Pioniere in Sachen „Mobilität via E-Scooter“ auf deutschen Straßen stellen wir Euch kurz vor:

Metz Moover

Auf der Eurobike 2019 haben wir auch den Stand von Metz besucht. Offenbar hat Metz für 2020 große Pläne – schaut Euch das Video hierzu an!

Die Firma Metz dürfte vielen von uns noch durch den Werbeslogan und Ohrwurm „Metz mecherd ich aa…“ bekannt sein.

Das Unternehmen aus dem fränkischen Zirndorf hat, speziell in den 60er und 70er Jahren, die Unterhaltungsgeräte- Landschaft wesentlich geprägt und mitgestaltet. Legendär der Metz Mecablitz, von dem bereits 2002 das zehnmillionste Exemplar verkauft wurde.

Mit dem Metz Moover hat das Unternehmen erneut ein Produkt am Puls der Zeit am Start, welches sich im E-Scooter Bereich sicher nach und nach eine treue Fangemeinde erschließen wird. Mit den 12 Zoll Luftreifen, welche auch Kopfsteinpflaster Passagen locker meistern, der leistungsfähigen Bremsanlage mit 160 mm Bremsscheibendurchmesser vorne/hinten und dem großen Display hebt er sich nicht nur optisch, sondern auch technisch deutlich von der Konkurrenz ab, welche teilweise auf Minimalismus setzt.

Der Metz Moover ist keine Notlösung, sondern ernst zu nehmende Mobilitätsalternative im urbanen Umfeld. Über die zahlreichen Zubehöroptionen lässt sich der Metz Moover auch für den kleinen Wocheneinkauf aufrüsten und dürfte somit so manche Autofahrt überflüssig machen.

Metz MooverMetz Moover

Die Highlights des Metz Moover

Sicher

  • Allgemeine Betriebserlaubnis mit Sondergenehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt: in Deutschland für den Straßenverkehr zugelassen
  • Ab 15 Jahren
  • 20 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Schritttempo-Modus (maximal 6 km/h)
  • Maximales Gesamtgewicht inkl. Fahrer und Zuladung: 110 kg
  • CE-konform
  • Made in Germany
  • Breites Trittbrett

Flexibel

  • Der neueste Trend der E-Mobilität
  • Leicht und kompakt – passt in jeden Kofferraum
  • Mit 16 kg Leergewicht noch angenehm zu handeln

Geeignet für

  • Pendler
  • Das urbane Umfeld
  • Wohnmobilisten, Caravanisten

BMW X2City

Der BMW X2City ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Kettler Alu Rad GmbH und der BMW AG München und spielt in der gleichen Liga wie der Metz Moover. Er ist als vollwertiger E-Bike Ersatz gedacht und dürfte wohl eher weniger als Gast in öffentlichen Verkehrsmitteln für Aufsehen sorgen.

Bei der Steuerung setzt er über ein vom Hersteller patentiertes System: Da wo beim traditionellen Tretroller die Fußbremse war, ist jetzt ein Hebel positioniert, mit dem der X2 City beschleunigt wird. Dies geschieht in Abstufungen von 8, 12, 16, 18 und 20 Kilometer pro Stunde, wobei erst jeweils nach einer kurzen Pause nachgetreten werden kann. Danach übernimmt auf Wunsch ein eingebauter Tempomat.

Im Rahmen des „E-Bike Design & Innovation Award 2019“ der Zeitschrift „Focus“ wurde der BMW X2 City als „wesentlicher Beitrag zu einer neuen Zweirad-E-Mobilität“ mit PLATZ 1 in der Kategorie „Electricity“ ausgezeichnet.

BMW X2CityBMW X2City

In Sachen Ausstattung ist BMW like im E-Scooter Bereich höchstes Niveau angesagt:

  • Große, 16 Zoll Luftreifen bügeln die meisten Unebenheiten weg
  • die Supernova Lichtanlage begleitet sicher durch die Dunkelheit
  • die Magura MT2 Bremsanlage verzögert zuverlässig
  • der Akku kann über die Ladebuchse rechts unten am Rahmen geladen werden
  • Der Akku lässt sich einfach aus dem Fach im Trittbrett herausnehmen und direkt am mitgelieferten Netzteil in 2.5 h nachladen

Der Roller lässt sich Dank des Freilaufs in der Hinterradnabe auch bei leerem Akku noch als normaler Roller nutzen.

Die Highlights des BMW X2 City:

  • Lithium-Ionen 408 Wh Akku
  • Geschwindigkeitsstufen: 8, 12, 16, 18 und 20 km/h (mit jedem Pedaltritt eine Stufe höher)
  • Unterstützung: – ab 6 km/h
  • Tempomat-Funktion durch dauerhaftes Drücken des Pedales (Betätigen der Bremse unterbricht die Unterstützung)
  • Ladekabel mit Magnetstecker
  • Lenkeinheit: faltbar
  • Display: kompakt rechts am Lenker, PIN-Code Freischaltung
  • Ergon Ergonomie-Griffe
  • Micro-USB-Anschluss

Welche Sharing Anbieter gibt es?

Wie bereits in vielen Städten von den E-Bikes bekannt, bietet sich bei den E-Scootern ebenfalls das Konzept von Sharing-Anbietern an. Aktuell gibt es folgende Sharing Anbieter von E-Scootern: 

Lime 

Diese noch junge Firma wurde 2017 in San Mateo/Kalifornien, USA gegründet und hat bereits zahlreiche Innovationspreise gewonnen. Seit 2018 ist Lime auch mit zwei Niederlassungen in Frankfurt am Main und Berlin in Deutschland vertreten, wobei sie genau genommen ein Anbieter von Verleihsystemen für E-Bikes und E-Scooter ist. Die auffällig gelabelten Fahrzeuge können dabei einfach und modern mittels App gebucht und verwaltet werden. Aktuell betreibt Lime ca. 35.000 Fahrzeuge in 70 Märkten.

Bei dem von Lime angebotenen E-Scooter handelt es sich um einen leichten 250 Watt Roller mit Akku in der Lenkstange, Radantrieb und App-Konnektivität.

Bildnachweis: © Lime

Bird 

Bird ist ähnlich wie Lime ein Anbieter von Leihfahrzeugen, wobei sie sich derzeit nur auf E-Scooter spezialisiert haben. Bird wurde 2017 von dem ehemaligen Uber-Geschäftsführer in Santa Monica/Kalifornien, USA, gegründet und betreibt seine E-Scooter hauptsächlich in Nordamerika und in einigen europäischen Hauptstädten, allerdings noch nicht in Deutschland.

Beim von Bird angebotenen Roller handelt es sich um einen einfachen E-Scooter mit Akku im Trittbrett und App-Konnektivität.

Bildnachweis: © Bird

Tier 

Tier ist wie Lime und Bird ein Verleih-Anbieter von E-Scootern und wurde 2018 in Berlin gegründet. Tier betreibt seine E-Scooter hauptsächlich in Österreich und ist in Wien derzeit der drittgrößte Anbieter von E-Scootern. Als einziger Leih-Roller bietet das Modell von Tier neben der App-Konnektivität eine Geschwindigkeits- und Ladestandanzeige.

  • Tier_E-Scooter
  • Tier_E-Scooter

Bildnachweis: © TIER Mobility GmbH

Die drei Sharing Anbieter im Vergleich

Lime Bird Tier Mobility
Max. Reichweite bei vollem Akku 50 km 20 km 15 km
Max. Geschwindigkeit 24 km/h 24 km/h 25 km/h
Mindestalter 16 18 18
Kosten 1 Euro pro Fahrt + 0,15 Euro pro Minute 1 Euro pro Fahrt + 0,15 Euro pro Minute 1 Euro pro Fahrt + 0,15 Euro pro Minute
Hersteller der Roller Segway (USA) Xiaomi (CHN) Ninebot (CHN)
Verfügbarkeit 7 bis 21 Uhr 7 bis 21 Uhr 7 bis 22 Uhr
Investoren Google Ventures, Andreessen Horowitz, Fifth Wall u.a. Sequoia Capital, Index Ventures, Craft Ventures u.a. Speedinvest, Point Nine Capital, Northzone
Gründungsjahr 2017 2017 2018
Gründer Adam Zhang, Brad Bao, Toby Sun Travis VanderZanden Lawrence Leuschner, Julian Blessin, Matthias Laug
Herkunft der Firma San Mateo, CA Santa Monica, CA Berlin, D

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Über den Autor

Fährt gerne: Road

Bikes: Focus Izalco Chrono Max 3.0, Giant TCR Advanced, Giant TCR Composite

Lieblings-Radrevier: Allgäu, Schwarzwald, Wetterau, Vogelsberg

1 Kommentar

  1. Scooter-Fahrer Tim
    15. April 2019 at 10:04 · Antworten

    Dieses Jahr wird wohl viel passieren auf dem E-Scooter Markt – ich bin gespannt! Und die neuen Modelle werden auch immer smarter.

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