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Eurasien Tour 2009 - Mainz nach Tel Aviv

Eurasien Crew
Jeremy B., Florian W. und Martin B.

Von Mitte Juli bis Ende September 2009 begleiteten wir an dieser Stelle eine spektakuläre Radtour von drei Jungen Männern aus Mainz:
Jeremy Boissel (30 J. Umwelttechnikstudent, Mitarbeiter bei Fahrrad-XXL), Florian Weber (19 J. Abiturient) und Martin Boitz (31 J. Elektrotechnikstudent)

Lesen Sie von den Eindrücken der außergewöhnliche Reise im Blog-Tagebuch der Abenteurer: 5.900 km, 39.000 Höhenmeter, 2 Kontinente und 11 Länder in 72 Tagen!
Ein CARVER Pure 170 war auch mit am Start und hat sich harten Tests und Langstreckenbelastungen unterziehen müssen.

Kurzübersicht
Start in Mainz: 14. Juli 2009
Ende in Tel Aviv:  September 2009
Gesamtkilometer: ca. 5.900 km
Tourverlauf: Deutschland → Österreich → Slowakei → Ungarn → Rumanien → Bulgarien → Türkei → Syrien → Jordanien → Palästina → Israel


30. Jannuar 2010: Das Eurasien Team bei CampusTV!

Der lokale Fernsehsender aus Mainz findet die Geschichte der Eurasien Tour 2009 ebenso spannend wie wir und hat jetzt eine kleine Reportage über die Jungs ausgestrahlt.
Sehr gelungen, wie wir finden!

CampusTV Mainz

05. Oktober: 12. Etappe - 10 Wochen hin, 4 Stunden zurück!

Kurzübersicht
Tourverlauf
Jericho → Jerusalem → Bethlehem → Haifa → Tel Aviv
Distanz

Etappe: 377 km (Total: 5.927 km)

Höhenmeter Etappe: 2.708 m (Total: 39.090 m)


Aus Jeremy's Tagebuch...

Wir haben es geschafft!!! Fertig ist die Tour und wohl zurückgekommen sind wir Alle. Es wird erst ein Weilchen dauern bis wir uns in den Gängen der „Normalität“ wieder heimisch fühlen. Die Transformation vom „Leben auf der Straße“ hinterlassen neue Sichten und Ideen, die wir hoffentlich behalten und positiv einsetzen werden.

Ich will auch hier Bilanz ziehen: Wir sind 72 Tage unterwegs gewesen, sind durch 11 Länder gereist mit über 5.900 km und 39.000 Höhenmeter auf dem Tacho, hatten 19 Platten (vor allem ab 4.000 km wegen Materialermüdung) und wurden NULL mal beklaut oder mit Gewalt bedroht. Die längste Zeit (ca. 3 Wochen) haben wir in der Türkei verbracht, ein Land was ganz oben den ersten Platz auf der Länder-Hit-Liste anführt wegen seiner Schönheit, den geilen Wegen und der Gastfreundlichkeit... way to go Turkey! Unfälle hatten wir zwei Kleine (einmal Florian, einmal ich) und Krank wurden wir 4 mal insgesamt. Mein CARVER Pure 170 hat diesen extremen Test super bestanden. Ich muss zugeben, dass ich mich mit Fahrrad-XXL freuen darf, denn nicht jedes Rad hätte diesen Härtetest ohne Pannen überstanden. Viele Fahrräder wären danach zu verschrotten aber ich kann kaum erwarten neue Mänteln drauf zu ziehen, die Teile zu warten und wieder los zu radeln.

Aber Bilanzen mit Zahlen können das nicht ersetzen was wir erleben durften. Die täglichen Regeln wie Radfahren, Essen, sich waschen und immer woanders zu schlafen erlauben eine unkomplizierte, einfache und spontane Lebensart. Die Veränderungen der Landschaft von Europa nach Asien sind großartig; von Wäldern, Flüssen und Wiesen zu Bergen und Hochplateaus durch stressige Städte und Niemandsland-Dörfer zu Wüste und Wasserknappheit bis zum Meer und Strand. Die Veränderungen der Kulturen und Menschen haben uns geprägt; von wohlhabenden, oft netten aber verschlossenen Westeuropäern zu Armut und Demut der Osteuropäer zu Freundlichkeit und Geschenken der Türken und Arabern bis hin zu netten aber kontroversen Juden. Die verschiedenen Gruppen, die wir kennen lernen durften während den Teiletappen haben uns auch viel gelehrt. Leider haben wir nicht immer alle Situationen meistern können. 24/7 sein Leben mit Anderen zu teilen, die andere Ziele und Leistungen mit sich bringen ist nicht immer leicht, dennoch wissen wir, es können nicht alle Wünsche beachtet werden, Runterschlucken und Weitermachen ist goldwert und es können nicht Alle Häuptlinge sein.

Die letzte Etappe hat für mich einen Schock-Effekt ausgelöst. Wir gewöhnen uns langsam an die kulturelle Transaktion, weg von der westlichen Abendland-Kultur durch Osteuropa und die Arabischen Länder, Stück für Stück sind Denkweise und Lebensstil ärmer aber offener um plötzlich in Israel wieder in eine westliche Kultur eingetaucht zu werden. Der Hammer ist, zu sehen, wie viele Israelis mit Maschinengewähren rumlaufen, wie viele Gebäude und Seen komplett gesichert sind mit Stacheldraht und Elektrozaun, dass sogar Türsteher oder Sicherheitsleute vor Einkaufszentren bewaffnet sind. Ein komplett eingemauertes Bethlehem mit Militär Checkpoints und Panzerdurchfahrten soll die Macht und Wachsamkeit der Israelis zeigen. Jedoch empfinden die Palästinenser - und ich ebenfalls - dies übertrieben und provokativ. Natürlich setzt sich eine „Fight Back“ Initiative als Antwort der Palästinenser. Schwierig war auch für mich die letzte Etappe weil ich auf der Tour meine liebste Großmutter verloren habe, die mir immer viel Kraft, Liebe und Unterstützung geschenkt hatte. Dies machte mir die Steigung von Totem Meer (-417 m) bis Jerusalem (+1.200 m) innerhalb 30 km besonders anstrengend.

Strich durch die Mitte, die Extrem-Radreise Eurasien 2009 war ein Erfolg weil wir es geschafft haben wie geplant, den Weg zum Ziel zu machen. Froh und stolz sind wir darüber. Es war eine ziemlich lange Reise, eine ziemlich lange Zeit aber die wertvollen Erinnerungen, Horizonterweiterungen und Beinmuskeln bleiben ... und obwohl ich erleichtert bin wieder in Mainz zu Hause zu sein, sage ich: auf die nächste Tour  2010!! Weiter, härter, anders und wie schön es wird, „on the road again“ zu sein!

Danke an alle Leser! - Jeremy

Eurasien 2009: von Mainz nach Tel Aviv


Radroute 332695 - powered by Bikemap



Etappe 12: von Jericho nach Tel Aviv


Radroute 332673 - powered by Bikemap
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Aus Florian's Tagebuch...

Achtung, nun kommt ein Text der mal den täglichen Rhythmus für ein paar Minuten anhalten soll, wer darauf keine Lust hat, soll’s einfach sein lassen und weiter jammern wie schlecht es uns in dieser Gesellschaft geht...

Auf unserer kleinen Radtour durften wir im Zielland Israel/Palästina einige echt spannende Tage genießen. Die beiden Völker, Israelis und Palästinenser, die ständig miteinander im Dauer-Ausnahme-Zustand leben, waren für uns verwöhnte Europäer schon etwas besonderes. So konnten wir uns vor Ort ein Bild von der Lage machen. Da wir auch durch Gebiete wie Westjordanland, Jericho, Bethlehem und Palästina fuhren, bekamen wir ganz neue und andere Einblicke als die Gewohnten aus den Nachrichten!

Klar ist es etwas anderes, wenn Europäer dieses Land bereisen. Doch wir bekamen auch hier große Gastfreundschaft besonders im Gebiet der Palästinenser zu spüren. An dieser Stelle will ich natürlich nicht die Grüße eines Palästinensers an die Deutschen vergessen...

Es war wie in zwei unterschiedlichen Welten: in Israel ist ein großer Wohlstand zu spüren. Leider habe ich es so empfunden, dass damit auch die Gastfreundschaft rapide abnimmt! In Jericho(Palästina) war dies wie verwandelt und wir wurden herzlich von den Arabern, die deutlich weniger Wohlstand vorzuweisen hatten, empfangen. Mir ist aufgefallen, dass die Freundlichkeit mit steigendem Wohlstand abnimmt! Das ist traurig, denn wenn wir wüssten wie gut es uns geht müssten wir sooo überfreundlich sein. Doch die Realität sieht leider ganz anders aus. So jedenfalls habe ich das auf der Reise empfunden.
Man sollte einfach mal darüber nachdenken...

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit, nun können sie sich wieder den "wichtigen" Themen des Alltags widmen und sich überlegen ob sie sich das neue iPhone holen sollen oder nicht... - Florian

Aus Martin's Tagebuch...

Jetzt bin ich schon eine Woche zu Haus und durfte schon das ein oder andere reflektieren.

Wollte noch einmal¸ über 2 Dinge schreiben die mir besonders im Nachhall im Gedächtnis geblieben sind. Das eine war der CHECKPOINT Jerusalem/Bethlehem und das andere war der letzte CHECK am Flughafen in Tel Aviv.

Also alle die es noch nicht wussten, ich bin ein Sachse und wurde in der Zonen Zeit geboren. Konnte somit als Kind miterleben wie die Mauer in Berlin stand und später zu einem Mahnmal für alle Generationen wurde. Wir hatten ja gerade den 3. Oktober, wo wir die Wiedervereinigung feiern, als ein Zeichen der Versöhnung, wo vorher kalte Stille und großes Schweigen durch Furcht herrschte und dadurch, dass man sich auch irgendwann nichts mehr zu sagen hatte.

Da standen wir nun vor der, nicht zu überwindenden Mauer und wollten nach Bethlehem. An der Israelitischen Seite war die Mauer ganz grau und nicht bemalt oder beschmiert. Die Menschen die den Übergang passierten, wurden alle äußert gut kontrolliert. Wir allerdings durften zügig durchfahren zumindest das erste mal, mir war dabei ziemlich übel aus verschiedenen Gründen.

Als man dann auf der anderen Seite war, konnte man viele „Anti-Mauer“ Sprayereien beobachten. Manche ziemlich treffend, manche ziemlich verzweifelt und andere wiederum einfach dumm, wir haben einige Fotos geschossen, worauf man dies gut erkennen kann. Bei der Rückfahrt später, mussten auch wir unsere Pässe zeigen.

Das zweite Erlebnis war dann der Flughafen. Wir wurden, ich weiß nicht mehr recht wie oft, aber auf jeden Fall ausreichend kontrolliert. Die Gepäckstücke mussten wir dann auch schon 3 mal in die Röntgenmaschine stecken, bevor wir dann ALLES doch auspacken mussten, dadurch sparten wir dann natürlich enorm Zeit  ;-) . Entschuldigt bitte den Hauch von Ironie, aber was die Sicherheit angeht, so ist dort tatsächlich kein gesundes Maß mehr zu erkennen.

Nachdem Jeremy gut kontrolliert im Gebäude des Flughafens war und dann 5 min. später am gleichen Kontrolleur wieder vor die Tür ging um eine zu Rauchen, merkte man dieses Missverhältnis besonders deutlich. Der nette Mann der Jeremy ja gerade kontrolliert hatte und Ihn vor der Tür beobachten konnte, da nicht viel los war, sagte nun zu Jeremy als dieser wieder rein wollte, dass er ihn noch mal kontrollieren müsse. Ja und dies tat er dann auch. Dabei entwickelte sich noch ein interessantes Gespräch.

Der nette Mann von der Sicherheit fragte Jeremy ob Ihm Israel gefallen hätte.

Jeremy’s Antwort: „Ja gut!“. Darauf der Mann: „Israel is the best country in the hole world.“

Jeremy’s Antwort: „Yes, one of them“. Der Mann verzog etwas die Miene und lies ihn dann gehen.

Den Flug erreichten wir dann auch ziemlich knapp, da das Vorderrad an meinem Bike nicht so recht abgehen wollte wie die Leute der Sicherheit es gern gehabt hätten. Wer also mit dem Fahrrad Eincheckt, sollte auf jeden Fall Schnellspanner vorn installiert haben, da sonst das Bike nicht in die Maschine passt, wenn das Vorderrad noch dran ist.

Israel ist tatsächlich noch mal eine Reise wert und es hat viel zu bieten, nur braucht man eines bei dieser Landerkundung. ZEIT. - Martin

18. September: 11. Etappe - Es bleibt spannend!

Kurzübersicht
Tourverlauf
Hama → Damaskus → Al Queneitra → Daraa → Irbed → Jericho
Distanz

Etappe: 653 km (Total: 5.550 km)

Höhenmeter Etappe: 3.884 m (Total: 36.382 m)


Aus Martin's Tagebuch...

Da liegen wir nun an einem Israelischen Acker und sich sehr froh nun endlich ins Zielland gekommen zu sein, dass war zu unserem Erstaunen wohl doch nicht ganz so leicht wir wir zuerst dachten. Der erste Versuch über die Golanhöhen scheiterte leider an mafiösen Zuständen der Syrischen Grenzbeamten in Al Quneitra. Wir wurden zuerst jedoch freundlich auf einen Kaffee eingeladen, doch dort wurde uns ein Bär aufgeladen von wegen, dass wir ein Dokument der deutschen Botschaft in Damaskus brauchten um nach Al Quneitra einzureisen. Ja klar, natürlich bekam man diese Dokument nur im 70 km entfernten Damaskus! Aus Quneitra wurden wir von zwei Herren herauseskortiert, welche unsere Ausweise in Gewahrsam nahmen bis sie sie uns nach ca. 20 Km erst wieder gaben. Das war sehr mysteriös aber wir hatten keine andere Wahl. Aus Verzweiflung und Verwunderung hielten wir ein UN Fahrzeug an und fragten nach dem besten Weg nach Israel. Wir bekamen gesagt, dass wir es über Jordanien versuchen sollten und so fuhren wir zum nächsten Grenzposten nach Daraa. Zu unserer Überraschung ging die Ausreise aus Syrien und die Einreise nach Jordanien ohne große Probleme. Super! So fuhren wir dann nach Jordanien an den nächsten Grenzpunkt oberhalb der Westjordanland. Wir freuten uns schon auf die Einreise nach Israel, streng nach dem Motto " Wer lange wartet..." so ging die Reise fort. An der Grenze begrüßte uns erst einmal ein Israeli mit einem Maschinengewähr in der Hand und strengem Blick. Dann ging es ans Abpacken und zum Supercheck durch Röntgenmaschinen. Zu unserem überraschen waren sehr viele Frauen an der Grenze beschäftigt. Nach ca. dreistündiger Wartezeit, in der unzählige Inder einreisen durften bekamen wir dann schließlich die Erlaubnis von Interpol das Land zu betreten. Das ganze lag daran, dass wir einen Syrischen Stempel hatten. Nach langem warten durften wir dann endlich rein ins Land. - Martin

Etappe 11: von Hama nach Jericho


Radroute 317148 - powered by Bikemap
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Aus Florian's Tagebuch...

Endlich ab in nächste Land... Jordanien war unsere nächste Stadion um ins gelobte Land einzureisen. Direkt nach dem Eintritt nach Jordanien wurde ein gewisser Wohlstand gegenüber Syrien deutlich, das zeigte sich besonders in den Autos. Doch die Menschen waren weiterhin gewohnt cool und kamen zu uns und beschenkten uns freundlich. Da wir nur ein Tag in Jordanien waren haben wir nicht all zu viele Eindrücke sammeln können. Israel jedoch hat uns was die Kultur und das Menschliche betrifft komplett umgehauen. Es scheint wie eine Seifenblase hier, Israel als Seifenblase zwischen den ganzen Arabischen Staaten. Es ist ein großer Wohlstand zu spüren und billig ist es hier auf keinen Fall. Leider habe ich auch den Eindruck die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mit dem steigenden Wohlstand abnimmt. Hier in Jericho(Palästina) ist es jedoch wieder arabisch und eine coole Atmosphäre. Gestern waren wir am tiefsten Punkt der Welt, wir durften im Toten Meer schwimmen es liegt -417 unter Normal Null! Es war einfach faszinierend und unglaublich ich hätte niemals zuvor geglaubt das man so auf dem Wasser liegen kann und es sich wie schweben anfühlt. Um dort hinzukommen sind wir durch die Westbank, wie wir finden längst nicht so gefährlich wie es uns zuvor in den Medien erschien. An dieser Stelle soll ich freundliche Grüße an die Deutschen aus Palästina ausrichten, was ich natürlich nicht verheimlichen möchte. Doch es ist schön nun hier zu sein und wir machen uns nun auf den Weg nach Jerusalem, in nur 30 Km geht es von -400 auf ca. 1400 wir werden wieder schwitzten, was besonders hier in Israel enorm ist da es das heißeste Land bis jetzt ist. Doof nur wenn wir dann einen Platten bekommen und in Mitten der prallen Sonne den Reifen flicken müssen, dieses Erlebnis hatten wir nun schon achtzehn mal. es bleibt spannend... - Florian

Aus Jeremy's Tagebuch...

Retrospektive über Syrien: Was für ein Land! Was für ein Kulturschock! Ich würde Syrien nicht unbedingt als geeignetstes Radfahrerland bezeichnen... Weit davon entfernt. Dennoch sind die Syrier, wie fast alle Araber sehr aufgeschlossen und Gastfreundlich; gegen die Leute haben wir nichts auszusetzen aber gegen das Land. Die Straßen sind solide und flach, gut zu befahren. Leider sind die Autos und Lkws uralt; 90% würden den Deutschen TÜV nicht überstehen. Für die Lungen und Ohren eine echte Qual! Das Kommunizieren mit den Leuten ist erschwert, daher da sie kaum Englisch können und wir kein Arabisch. Natürlich herrscht hier auch ein Zweipreise System also heißt es handeln muss sein und die Syrier tun dies gerne. Syrien ist auch das billigste Land, welches wir bis jetzt bereist haben, z.B eine Packung Zigaretten kostet nur 0,80 Euros. Im Land kann man eine starke Kommunistische Prägung spüren. Der Präsident Al-Assada ist überall auf Plakaten, Monumenten und Autos zu sehen und riesige militärische Monumente sollen zeigen, dass Syrien stark, wachsam und bereit ist. Das Land ist komplett zugemüllt und die ständigen verschiedenen Gerüche von brennendem Müll und Reifen, Industrien und toten Tieren ist nicht gerade angenehm. Die einzige Stadt die sauber gehalten war, war Damaskus, wo wir wegen Krankheit zwei Tage geblieben sind. Damaskus ist ziemlich schön und sehenswert aber leider nicht wirklich für eine Europäer eine Reise wert. Es gibt auch jede Menge billige Fälschungen und gebrannte CDs und DVDs zu kaufen z.B "Alsada" ( Adidas Schuhe). Ein anderer schockierender Anblick sind die im ganzen Land zu sehende Halbbauten; halbfertige Gebäude, die einen wirtschaftlichen Boom gefolgt von einer Krise widerspiegeln. Sie stehen nun da wie lange noch kann Keiner sagen. Tabu hier ist das Wort "Israel" und wir sind sehr vorsichtig damit umgegangen. Im Internetcafé musste man sein Bildschirm verstecken. Beim Besuch auf Google Earth entdeckte man ein leeres Land, wo alle Stadtnamen von Israel entfernt wurden. Auch auf den Atlas und Landkarten wurde Israel abgeschnitten. Wir fühlten uns teilweise wie Spione und tauften "Israel" in "Mainz"um. So wurde "Jerusalem" zu "Mainz City" und "Haifa" zu "Winterhafen".

Alles in Allem war es die Erfahrung wert, trotzdem waren wir froh das Land zu verlassen, nicht wegen den Menschen aber wir waren alle gespannt die Grenzen zu überqueren. - Jeremy

08. September: 10. Etappe - Die Grenzen testen

Kurzübersicht
Tourverlauf
Göksun → Karkamish → Kilis → Reyhanli → Idilib → Hama
Distanz

Etappe: 685 km (Total: 4.897 km)

Höhenmeter Etappe: 5.153 m (Total: 32.498 m)


Aus Martin's Tagebuch...

Hallo Ihr alle es gibt Neuigkeiten !!!
Wir sind in Syrien  :)  Fragt aber bitte nicht, wie wir hier hinein gekommen sind, denn wir benötigten drei Versuche! Da waren wir also am Euphrat und freuten uns über dies schöne Gewässer bei der Stadt Karkamis. Karkamis lieg auch an der Syrischen Grenze und besitzt einen Grenzübergang der zu unserem Verdruss nur 5 Tage die Woche offen hat und es war Freitag Abend. Tja durch ein Platten Reifen kamen wir dann nicht mehr rechtzeitig an und so nächtigten wir am Euphrat.

Auf zu einem neuen Versuch im Westen, dachten wir und so fuhren wir nach Kilis. Dort ist ein Grenzübergang, welcher sieben Tage die Woche offen hat, gut dachten wir und freuten uns schon auf Halep in Syrien, doch dann geschah das unmögliche. Leider rutschte mir das Wörtchen "Israel" aus dem Mund was ungeahnte Folgen haben sollte. Israel und schon viel den Grenzbeamten die Farbe aus dem Gesicht. Rasch ging er dann in irgendwelche Zimmer und schon wurden wir ins Zimmer des Hauptgrenzbeamten gebeten. Er fand kurze Worte um uns mitzuteilen, dass wir hier nicht über die Grenze dürfen. Es war schon eine Fernsehshow...Wir drei sitzen ziemlich tief unter dem "Oberguru" auf drei schäbigen Sesseln, während er bei dem Gespräch die Fliegenklatsche auspackte und eine Fliege auf dem Schreibtisch tötete, dann schaute er uns mit großen runden Augen an und sagte und mit ruhiger Stimme "sorry, you have a problem"...

Nach großer Niedergeschlageneit und Enttäuschung ging es weiter nach Reyhanli, wo wir wie problemlos über die Grenze durften...erstmal tief durchatmen. Gott sei Dank, denn vorher hatten wir sehr große Bedenken, dass wir sogar die Israelische Karte und das Wörterbuch entsorgten. Nun ist unsere Freude und Zuversicht wieder groß, dass wir doch Israel erreichen sollten.

An dieser Stelle noch einmal ein großen Dank an die Türken, welche am Grenzschalter so viel Stress verursachten, dass den Grenzbeamten in Reyhanli keine Zeit blieb um Fragen zu stellen und sie ohne größere Probleme unsere Ausweise stempelten. - Martin

Etappe 10: von Göksun nach Hama


Radroute 309195 - powered by Bikemap
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Aus Florian's Tagebuch...

Was soll ich sagen, wo wenig Parallelen sind, ist der Vergleich schwer. Eines kann ich jedoch sagen, freundlicher und aufgeschlossener als die Europäer sind die Türken auf jeden Fall. Es ist die Art und Weise, wie z.b. gehupt wird, das ist kein hupen, wie hau ab sondern lediglich ein freundliches Grüßen und ein Achtung Auto von hinten. Jeder hier begrüßt sich hier mit Handschlag und alle sitzen gesellig beisammen. Die Jungen halten ihren Arm um die Schulter des älteren oder die eines Freundes. Der Respekt vor den älteren ist sehr groß.

Die Frauen haben im Haushalt "die Hosen an" , kochen und putzen und schmeißen den Laden. So durften wir es bei der Bauersfamilie erfahren, bei der wir herzlich Unterkunft, warme Mahlzeit und eine Dusche fanden durften als uns ein heftiger Sturm drohte. Es war krass zu sehen, dass die Fraun nicht am Tisch sitzen wenn gegessen wird, sie bekommen den Rest des Essens gesondert und dürfen es zu sich nehmen. So jedenfalls war es hier der Fall. Man kann natürlich nicht wisse ob die Bauern in Deutschland, welche sicherlich mit mehr Wohlstand leben genauso gastfreundlich und großzügig sind, aber die Menschen hier, welche nicht soviel haben sind dafür umso freundlicher und hilfsbereiter als wir. Das steht fest! Man kann es vielleicht darauf schieben, dass wir fremd oder europäisch aussehen, doch ist es bei uns normal, dass wir in Mainz Menschen fragen wo sie hin möchten, oder laden sie auf einen Tee ein?  Ich finde und versuche es, dass man dieses Verhalten einmal überdenken sollte, dabei meine ich die Art und Weise... - Florian

Aus Jeremy's Tagebuch...

SALAMUALEIKUM Endlich haben wir unser neuntes Land erreicht; Syrien. Drei Wochen lang hat die Türkei und begleitet oder sagen wir lieber, wir durften Gäste der Türkei sein, ein Land was uns Alle für immer prägen wird. In Kakamish bei dem erste Grenzübergang Versuch haben wir das beste Zeltlager unserer Tour bekommen; am Fluss Euphrat. Wer den Fluss nicht kennt, er ist ein sehr altes und bedeutendes Gewässer, der von Erzählungen von Menschheitsbeginn durch Babylon floss. Das Wasser war sehr klar, sodass man auch an die tiefsten Stellen am Boden schauen konnte, ein Gemisch aus Steinen und Pflanzen. Wirklich erfrischend und wohltuend war das Wasser, ein Genuss für uns, die öfters trocken campen müssen. Der Euphrat zeichnete auch den östlichsten Punkt den wir bereisten aus, denn danach geht es nur noch Süd-West.

Unsere letzten Tage in der Türkei waren auch ziemlich anstrengend. Da wir westlich gefahren sind haben wir mit starkem Gegenwind  und heißem Wetter kämpfen müssen.  Heißes Wasser zu trinken ist zwar kein Vergnügen, vor allem weil der Schweiß durch den Wind sofort getrocknet ist und wir dadurch keine Durstgefühl hatten. Dennoch zwangen wir uns zu trinken. Zum Glück gibt es für uns immer kalte Cola und Fanta zu kaufen, welches bei getaner Arbeit umso besser schmeckt.

Nun in Syrien sind wir weiter gespannt wie Land und Menschen sind. Bis jetzt wurden wir bereits wieder mit Feigen und Freundlichkeit beschenkt. Die Straßen sind wunderbar glatt und auch für uns Europäer mit Lateinische Buchstaben ausgeschildert. Zugemüllt ist das Land leider sehr stark, außerdem brennt der Geruch von toten Tieren immer wieder in der Nase. Unser neuer Kurs Damaskus und versuchen wir unser Glück über die Golanhöhen nach (ich darf es nicht erwähnen) Israel zu gelangen. - Jeremy

02. September: 9. Etappe - Wo's hoch geht, geht's auch runter

Kurzübersicht Karten & Bücher
Tourverlauf
Polatli → Develi → Göksun
  • Landkarte Türkei: Adim Adim Türkiye 1:400.000 von Mepmedya Yayinlari
    ISBN: 978-975-9137-31-1
Distanz

Etappe: 571 km (Total: 4.138 km)

Höhenmeter Etappe: 6.071 m (Total: 26.080 m)


Aus Jeremy's Tagebuch...

Wer von Hochplateau und Gebirge träumt, ist im Herzen der Türkei wohl bedient. Von unserem Übernachtungsplatz aus, haben wir eine 360° Blick auf riesige braune Dünen ähnliche Gebirge, geschmückt mit vereinzelten Büschen.

Wir befinden uns in der Karamanmaraş Region; Zentralsüdliche Türkei. Auf unserem Weg hierher sind wir auf der Hymana und Nevşehir Hochplateauen gefahren. Die Landschaft ist sehr trocken und mehrmals waren Seen, an denen wir rasten wollten völlig ausgetrocknet und werden nun zum Salzabbau verwendet. es ist auch schwierig Gewässer zu finden, was heißt, dass wir öfters unser Zelt auf trockenen Feldern aufbauen müssen. Gewaschen wird dann mit 1,5 L pro Person, sehr sparsam wenn man dies mit einer Dusche in Deutschland vergleicht. Zurzeit liegt unser täglicher Wasserverbrauch bei ca. 30 Liter.

In Avanos durften wir jedoch am Fluss Kizilirmak übernachten, mit Sicht auf Pilzförmige Gesteine und vergangenen Felshölen. Unser Weg durch Dörfer des Hochplateaus und Gebirgeregion ist nicht leicht durch viele Steigungen doch in den Dörfern fühlt man sich wie bei der Tour de France; die Türken, unsere Fans, winken uns begrüßen uns enthusiastisch. Märkte sind jedoch hier eine Seltenheit also sind wir gezwungen einzukaufen wenn es nur möglich ist.

Die Straßen sind teilweise neu, teilweise alt und teilweise in Umbau, sodass wir von der Belagqualität eine super Mischung bekommen. Gestern sind wir hoch durch verschieden Pässe z.B. der Gezbeli Pass bei 1.990m . Der Blick runter in vertrocknete Täler und vereinzelte Dörfer gibt einem den Eindruck "on top of the world" zu sein vor allem weil man es mit eigener Beinkraft bewältigt hat.

Auf jeden Fall werden wir die Türkei vermissen, denn unser nächsten Bericht schreiben wir in Syrien. Huzur (peace) - Jeremy

Etappe 9: von Polatli nach Göksun


Radroute 304039 - powered by Bikemap
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Aus Florian's Tagebuch...

Gastfreundschaft!
Es bedeutet zum einen freundlich zu Gästen zu sein oder Freundschaften zu Gästen aufbauen oder zu pflegen. Auf alle Fälle ist dieser begriff positiv und erfrischend. Genau das ist es wenn man ein solch vielseitiges Land bereisen darf, dabei meine ich die Türkei. Als wir vor ein paar Tagen im Herzen der Türkei waren und am Ende des Tages Wasser einkaufen wollten, kamen wir in das Dörfchen Hymana, es war kurz vor 19Uhr. Es scharrten sich viele Kinder um uns und wir wurden von Erwachsenen zum Essen eingeladen. Es gab reichlich zu Essen für das ganze Dorf und für uns. Wir mussten uns weder anstellen, noch lange warten es war etwas unheimlich aber faszinierend zugleich. Wir wurden satt und konnten sogar noch ein Çay gratis genießen, während auf unsere Bikes aufgepasst wurde.

Es ist mittlerweile fast normal, dass wir täglich etwas geschenkt bekommen, Gemüse und Obst. Letztens wollten wir in einem Supermarkt Gemüse kaufen, doch es gab keines, kurzum wurden wir von einem Türken in einen Garten gefahren und konnten uns Gemüse und Obst satt aussuchen natürlich gratis. Als ich heute einen kleinen Sturz hatte, da ich die Kurve nicht mehr bekam hatte ich ein Paar Schürfwunden und einen schmerzenden Zeh. Ich hatte einfach die Kontrolle über meine Bike verloren, doch zum Glück ist nichts weiter passiert es schmerzt nur ein wenig. Währen wir kurz Pause machten und ich mich erholte bekamen wir eine halbe Melone geschenkt, genau das richtige zum richtige Zeitpunkt. - Florian - Florian

Aus Martin's Tagebuch...

Hallo Ihr zu Hause und in der Ferne, was gibt es Neues zu berichten hier in Göksun? Wir haben nun 2mal 2 Platten mit den Schwalbe Surpreme und einmal 4 Platten mit dem Continental Topcontakt. Heute nach einem Sturz von Flo ging Gott sei Dank alle gut. Zum Glück durfte ich feststellen, dass meine Gabel hält obwohl ich bei Florians Sturz in den Straßengraben gefahren bin.

Als überaus gut erweisen sich die Scheibenbremsen besonders gut bei Abfahrten über 10%, ein vorsichtiges Bergabfahren ist natürlich dabei nicht außeracht zu lassen. Was auf dem Hochplateau von Nutzen ist, sind dicke Socken und eine Warme Jacke : ). Die Nächte hier sind bei ca. 1.500 m ziemlich frisch. Sogar der Snowfox Compact Schlafsack von Salewa (gut ok schon zweimal gewaschen) kommt an seine Grenzen.

Um die Reißverschlüsse vom Zelt zu schützen haben wir sie mit Seife eingeschmiert, damit sie geschmeidig bleiben. Normalerweise nimmt man hier Wachs, doch wenn keines zur Hand ist, nimmt man halt Seife. - Martin

27. August: 8. Etappe - Unfassbar und doch machbar

Kurzübersicht Karten & Bücher
Tourverlauf
Istanbul→ Izmit → Nallihan → Polatli
  • Landkarte Türkei: Adim Adim Türkiye 1:400.000 von Mepmedya Yayinlari
    ISBN: 978-975-9137-31-1
Distanz

Etappe: 498 km (Total: 3.567 km)

Höhenmeter Etappe: 5.903 m (Total: 20.009 m)


Aus Jeremy's Tagebuch...

Und die Reise geht weiter nun zu dritt!
Die siebender Gruppe war zwar schön aber etwas zu groß geschätzt bzw. die Türkei ist kein Einsteigerland für Newbie - Radfahrer. Dadurch sind wir ein wenig in Rückstand gekommen. Wir holen das aber schon auf, vorallem indem wir nicht mehr nach Ankara fahren wie geplant sondern direkt Richtung Syrien tangieren.

Die Anderen haben wir in Izmit am Bahnhof verabschiedet. Die letzte gemeinsame Nacht haben uns eine zweite Liga Mannschaft ein Stück Strand zur Übernachtung gegeben und das Militär, welches in der Nähe war hat auf uns und unsere Sachen aufgepasst. Nicht nur das sondern das Militär beschenkte uns mit Tee, Wassermelone, Brot und Suppe und ließen uns ihre Toiletten benutzen. Wo gibt's denn sowas? Na, in die Türkei! Woanders nicht. Wir sind alle extrem überrascht nicht nur über die Freundlichkeit der Menschen und wie sozial sie mit uns umgehen, sondern auch über die sehr schöne Landschaft. Aber Achtung! Wer durch die Türkei radeln will sollte sich das gut überlegen, denn einfach ist das Land nicht.

Die Türken beschenken uns so reichlich mit Essen und Hilfe, dass wir es kaum glauben können. Womit haben wir das verdient? Na, das wäre die westeuropäische Fragestellung... Die Antwort; nichts , einfach so.
Während der jetzigen Ramadan Zeit, müssen wir jedoch vorsichtig sein nichts vor den Menschen zu trinken, essen oder rauchen. Aber wo wir glauben dies sei ein festes Gesetz, entdecken wir, dass es doch hinter verschlossenen Türen die regeln gebrochen werden. Aus Respekt halten wir uns dennoch zurück und essen Mittag außerhalb von Städten und Dörfern.

Wir lernen auch alle fleißig Türkisch, was gut ankommt und die Leute verstehen uns meistens; was cool ist dank der einfachen Aussprache.
In etwa zwei Tagen betreten wir das Herz der Türkei... Auf ein Neüs. Güle Güle - Jeremy

Etappe 8: von Istanbul nach Polatli


Radroute 295957 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Was ich zunächst über die Istanbuler Polizei sagen möchte ist: Danke! Da wollten wir über die im Süden liegende Brücke fahren, die Europa und Asien miteinander verbindet, und durften dies zunächst nicht. Doch die Wende kam als wir eindringlich darauf hinwiesen, dass es zu gefährlich sei mit dem Rad die Autobahn wieder zurück zufahren, so bekamen wir eine Polizeieskorte mit Blaulicht über die Brücke. Schade nur, dass es uns verboten wurde anzuhalten und Fotos zu schießen. Trotzdem vielen Dank für diese Freundlichkeit die uns keine Lire kostete. : )

Die Fahrt setzte sich fort am sehr schön ausgebauten Radweg am Marmerer Meer. Die Gegend hinter Izmit, also wenn man ab dort in den Süden fährt, wird sehr schnell sehr bergig. Die Straßen sind erstaunlich gut in Schuss und wir hatten die meiste Zeit Rückenwind. Dann ging es auch gleich los mit steilen Anstiegen über 1.500 Höhenmeter, belohnt wird man dafür mit einer sagenhaften Natur!!

Die gesamte Route von Izmit nach Polatli ist wirklich bemerkenswert schön und auf jeden Fall für jeden Biker eine lohnenswerte Strecke mit ordentlichen Herausforderungen, da die meisten Pässe weit über 1000 Meter liegen. ; ) Nur Mut, es lohnt sich! - Martin

Aus Florian's Tagebuch...

Unfassbar und doch machbar!
Solch eine Natur habe ich noch nie gesehen, sie ist so faszinierend, trocken und sehr heiß. Die Berge sind steil und es gibt krasse Anstiege und Abfahrten, bei solch extremen Belastungen müssen die Reifen eine Menge aushalten, denn ein platzen bei über 60 km/h könnte unangenehme Folgen haben. Der Reifen von Martin weist jedoch schon erhebliche Schwächen auf, welche notdürftig geflickt wurden. Bei solch steilen Anstiegen ist eine starre Gabel ein echter Vorteil, da der Lockout zu Kraftverlust führt.

Bis jetzt macht es einfach super Spaß, welche weite Strecken man mit dem Rad zurücklegen kann ohne größere Probleme oder Pannen zu bekommen. Weder mit dem Material, noch mit den Menschen, ganz im Gegenteil! Das Reisen mit dem Rad ist eine super Fortbewegung, da man ausgelastet ist und langsam genug fährt um die Natur in ihrer vollen Pracht zu genießen. Es ist ein echtes Gefühl von Freiheit... Wenn man den Berg hoch fährt und man kann nicht weiter sehen, kommt man irgendwann oben an und es breitet sich vor einem eine gewaltige Landschaft aus.

Wer jedoch dachte die Türkei sei günstig, der irrt. Der Liter Benzin kostet 3,28 TL( 1,60 Eur). Auch die Lebensmittel sind nicht sehr günstig. - Florian

21. August: 7. Etappe - Ein Bein in Europa, ein Tritt nach Asien

Kurzübersicht Karten & Bücher
Tourverlauf
Burgas → Kirklareli → Istanbul
Distanz

Etappe: 398 km Total: 3.069 km

Höhenmeter Etappe: 4.547 m Total: 14.106 m


Aus Florian's Tagebuch...

Ich lerne es Vorurteile abzulegen zu lieben!

Die Türken sind mit großem Abstand das coolste Volk was wir auf unserer Reise bis jetzt kennen gelernt haben. Diese Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit ist bei Weitem ausgeprägter als bei den Deutschen. Das sage ich, der ein Haufen Vorurteile hatte vor der Tour besonders gegenüber der Türkei. Solch liebe Menschen gibt es hier in Mitten der prallen Hitze, fast 40 C, Schwarzem Meer Gegenwind und Steigungen von enormer Länge und Steile.

Eine Karte der Türkei sollte man sich jedoch lieber aus Deutschland mitbringen da es hier schwer ist einen mit gutem Maßstab zu finden.

So bald wir in eine Dorf oder eine Stadt kommen, sammeln sich Jung und Alt um uns herum, laden uns auf ein Tee ein oder fragen uns woher wir kommen und wohin wir möchten. Sie geben uns mehr Früchte als wir bezahlen oder geben uns zusätzlich Baklava.

Doch All diese Erlebnisse sollten nicht unterschätzt werden, so schön sie auch sind. Dazu gehört jede Menge Schweiß, sich zu quälen und es zu lieben die körperlichen Grenzen zu erfahren. Denn ich rate jedem der sich dies nicht bewusst ist, lieber zu hause zu bleiben und weiterhin zum Aldi oder auf den Wochenmarkt mit dem Rad zu fahren. Ich meine ich kann kein Schriftsteller werden, wenn ich nicht lesen kann!? - Florian

Etappe 7: von Burgas nach Istanbul


Radroute 289233 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Der Anstieg bis zur Türkischen Grenze erwies sich als äußerst anstrengend, belohnt wurde man dafür mit einer sehr schönen Aussicht ins Bulgarische Grenzland.

Als wir nun in der Türkei ankamen und den ersten Imamaufruf hörten, war uns klar, jetzt beginnt der große Kulturumschwung. Nach der ersten Übernachtung in der Türkei trafen wir zwei Biker die nach Südafrika unterwegs waren. Ich dachte nur, das dieses Ziel wirklich sehr weit war und uns unser Ziel sehr klein uns greifbar machte.

Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit, dass sich manch ein Deutscher eine Scheibe davon abschneiden könnte.

Was auch sehr schön ist, ist der Wochenmarkt in den Kleinstädten. ; ) Da bekommt man gleich für 20 yenis (10 ct) drei Melonen (unglaublich).

Es scheint so, dass das rauf und runter der letzten Tage sich etwas legen würde, aber wir werden sehen. Der Gegenwind hat auch sein übriges dazugetan, das wir ziemlich müde sind und nun auf weniger Wind hoffen. - Martin

Aus Jeremy's Tagebuch...

Die Hälfte ist geschafft! Und was wäre cooler als die 3000 in Istanbul zu knacken? Dazu nehmen wir uns erst ein paar Tage Zeit um unsere weitere Reise zu organisieren, Karten zu holen, Räder aufzupimpen und Istanbul zu entdecken.

Bis jetzt haben Bikes und Ware sehr gut ausgehalten. Wir tauschen nun die Ketten um die Ritzel zu schonen und die hinteren Reifen werden mit den Vorderen getauscht um die Abnutzung zu minimieren. Platten haben wir jetzt fünf auf der Liste...nicht schlecht.

Das Hotel, welches wir in Istanbul direkt neben dem Bosporus in der Beşiktaş Stadtteil gefunden haben, ist mehr als Top. Für unter 20 EUR pro Person und sehr überhilfsbereite Hotelmanager sind wir echt gut gelandet. Der Manager Sayim begrüßte uns direkt mit Wasser und Tee, gab uns Tipps und Wegbeschreibung zum besten Istanbuler Baklava (wer es nicht kennt, schade ich sage nur Schokobaklava ist ein Traum) und das Abendessen im Restaurant für uns ausgehandelt.

Wer wenig Geld besitzt und es noch nicht kennt es ist Gang und Gebe, dass es ein Zweipreise System gibt: für Einheimische und für Touristen. Also nicht wundern wenn Ihr mehr oder weniger zahlt als der Nächste.

Da wir auch in der Türkei länger bleiben habe ich mir ein kleines Taschenwörterbuch gekauft. Es ist immer eine gute Idee sich sprachmotiviert zu zeigen, damit man nicht als gleichgültiger , verschlossener Westeuropäer rüber kommt...offen für Neues.

Von unserem Zimmer aus sehe ich Asien, nur noch über die Brücke und morgen fängt der zweite Teil unserer Reise durch ein neuen, fremden Kontinent an. - Jeremy

15. August: 6. Etappe - Erholung! Blauer Himmel, Schwarzes Meer

Kurzübersicht Karten & Bücher
Tourverlauf
Bukarest → Dobrich → Varna → Burgas
Distanz

Etappe: 459 Km Total: 2.671 km

Höhenmeter Etappe: 3.060 m Total: 9.559 m


Aus Jeremy's Tagebuch...

Unser sechstes Land ist nun angebrochen und die schönen Bulgarischen Straßen leiten unseren Weg besser als geplant. Die Straßen sind durchaus in besserem Zustand als in Rumänien und weniger tote Tiere sind zu sehen und somit zu riechen.

Gestern hatten wir unsere bisher steilste Tagesetappe mit über 1.200 Höhenmeter gemeistert. Die hügeligen Landschaften ist traumhaft, vor allem von oben mit Blick auf das Schwarze Meer.

Das Bergrunter-fahren macht zwar Spaß, jedoch muss man vorsichtig sein. Die Straßen sind nicht sehr breit und Schlaglöcher können sich hinter jeder Kurve verbergen(Federgabel des CARVER Pure 170 ist ein definitives Plus).

Auf dem Weg sind die Bulgaren recht freundlich, begrüßen uns und hupen. Man merkt, sie sind es nicht gewohnt Radfahrer zu sehen. Die Städte sind wie gewohnt seit dem Verlassen aus Österreich schwer für Radfahrer zugänglich. Meist sind wir gezwungen über Autobahn-ähnliche Einfahrten rein zukommen.

Erstaunlich schwierig ist es Internetcafés zu finden. Im Stadtzentrum dauerte es fast eine Stunde bis wir es endlich gefunden hatten.

Wenn man so unterwegs ist und an Natur satt gewöhnt ist, scheint der Schwarm der Menschen, Lärm der Autos und allgemeiner Stress der Städte schwer erträglich. Meistens sind wir dann wieder froh wieder draußen zu sein. - Jeremy

Etappe 6: von Bukarest nach Burgas


Radroute 284122 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Nach dem letzten Bericht gibt es gar nicht viel über das Material zu berichten, außer vielleicht, dass mein Tretlager knackt und wir von Tubus mitgeschickten Schnallen immer noch nicht installiert haben. Flos Lowrider hat sich voll bezahlt gemacht, da er des öfteren benutzt wurde.

Für Bulgarien haben wir eine richtig gute Karte 1: 330 000 gekauft, die auch sehr gut zu lesen ist. Was zu den schwierigen Abfahrten zu sagen ist, ist dass nach ca. 2.500 km nun fast die Hälfte der Spanngummis der Flaschenhalter nicht mehr spannen. Dies kann gefährlich werden, wenn eine längere Abfahrt ansteht und ein schlechter Straßenbelag vorliegt, da Wasserflaschen sehr gefährlich für den Hintermann sein können. Zuletzt noch etwas zum Schuhwerk.

Bitte bitte Ihr Langzeitreisenden achtet darauf,dass ihr Schuhe nutzt welche geruchsfreundlich bleiben!!!! Danke - Martin

Aus Florian's Tagebuch...

Was zu den aktuellen Ereignissen zählt, ist sicherlich die zwei trockenen Platten welche wir in den letzten Tagen auf uns nehmen mussten. Dabei mein ich trockene Übernachtungsmöglichkeiten ohne fließendes Wasser, hier wird dann die sog. Katzenwäsche benutzt, d.h das nötigste wird mit Wasser aus dem Wasservorrat gewaschen, so ist man wenigstens etwas sauber und hat ein angenehmes Gefühl.

Bei der einen Übernachtung kam eine geplatzte Nutellapackung dazu, welche sich in meinem gesamten Seesack verteilt hat, dann musste ich leider die gesamte Isomatte abschlabbern und den Sack auswaschen was anfangs lecker dann jedoch nervig wurde.

Doch endlich waren wir am lang ersehnten Schwarzen Meer welches alle Sorgen davon wehte wowowoow sauuuu gut, herrlich. Wir zelteten bzw. schliefen am Strand ohne Zelt da es meist verboten ist zu zelten, besonders am Strand. Deswegen haben wir nur in Schlafsack geschlafen und den wunderbaren Sternenhimmel beobachtet der uns täglich begleitet, ein echtes Geschenk....Wenn erst mal die Sonne untergegangen ist sind auch alle Touristen weg und man hört nur noch das Meer rauschen und von Fern Musik tönen.

Morgen wird es soweit sein, wir werden die Türkische Grenze erreichen wir freuen uns drauf, ich mich besonders auf die heißen Tage in voller Sonne ; ) - Florian

10. August: 5. Etappe - Die Rumänische Seuche

Kurzübersicht
Tourverlauf
Sibiu → Brasov → Bukarest
Distanz

Etappe: 266 Km Total: 2.212 km

Höhenmeter Etappe: 781 m Total: 6.499 m


Aus Jeremy's Tagebuch...

Wir sitzen fest. Unser Plus (in Kilometer) bis zum nächsten An/Abflugstation Bukarest ist verbraucht. Jetzt sind wir im Minus! Warum? Ein Virus hat sich den Weg in unsere Gruppe geebnet. Bis jetzt waren fünf von uns befallen, Einer nach dem Anderen. Erbrechen und Durchfall; viel Wasser, Elektrolyte, Vitamine und Energiegeber sind weg. Es ist sinnlos weiter zu pushen, wir riskieren dadurch nur noch schlimmer die Gesundheit. Was machen wir in der Zwischenzeit? Chillen, Schlafen, die magischen Karpaten bestaunen, geöffnete "Farmacie" aufsuchen, Haare schneiden, Zeit vertreiben.

Die Menschen in Rumänien sind durchaus sehr nett und gastfreundlich, jedoch herrscht in diesem Land ein sehr großer Kontrast angesichts der Modernisierung; neben völlig neuen Autostraßen, fahren Pferdekutschen und LKWs neben einander. Viele sind arm und Wasser aus dem Hahn ist ein Luxus. Wir genießen das frische Brunnenwasser welches jedoch mit Vorsicht zu genießen ist, deshalb kaufen wir ab und zu ein.

Nach zwei Ruhetagen und halbwegs fitten Leuten und obwohl es pausenlos regnete sind wir los um endlich vorwärts zu kommen. Nach einer Ausnahmeübernachtung in einer Pension in Brasov, erreichten wir den Flughafen in Bukarest fast zeitnah. Jetzt sind wir wieder zu siebt bis Ankara und blicken vorwärts Richtung Schwarzes Meer. - Jeremy

Etappe 5: von Sibiu nach Bukarest


Radroute 276136 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Wir benutzen eine Karte von Cartographia von 1:300.000. Sie ist sehr gut!! Die "weiß" eingezeichneten Straßen sind oft wie ein Packung Pralinen, was für gute oder schlechte Wege man vorfindet, weiß man oft nur im Nachhinein. Die "grünen" Straßen sind oft stark befahren(Bundesstraßen). Manchmal hätte nicht viel gefehlt und es wäre unangenehm geworden, da in Rumänen Biker eher eine Seltenheit sind.

Die "Weißen" sind mittelmäßig geteert bis sehr grob geschottert. Die "Grünen" beinhalten schlechten Fahrrillen. Bis hin zu super neuen Straßen, oft nur für Bikes verboten. Am Straßenrand findet man viele tote Tiere meist Hunde, welche nicht beseitigt werden. Es ist echt schade, dass die geplante Autobahn noch nicht existiert, obwohl sie schon in den Karten eingetragen ist! :( Dies würde zu einer enormen Entlastung der Bundesstraßen führen, was wiederum auch ein Traum für Biker wäre.

Ihr lieben, herzlichen und gastfreundlichen Rumänen bitte haltet eure Wege und Straßen sauber, wie auch eure Angelgebiete ;) Danke! Ja wie gesagt, man lernt den Dosenpfand in Deutschland zu schätzen! - Martin

Aus Florian's Tagebuch...

Auf unsere langen Reise haben wir nicht nur Wasser zum trinken, sondern wir benötigen auch Wasser zum duschen. Da wir zuletzt kein Bach oder Fluss hatten haben wir Wasserkanister genommen, unten Löcher rein gestochen und sie an den Baum zum duschen verwendet. Somit hatten sie zwei Verwendungsmöglichkeiten, einmal das Wasser zum trinken und das andere mal Wasser zum duschen.

Als es dunkel wurde und wir mal wieder Dunkelheit kochen mussten haben wir unsere Radlampen von Sigma zum leuchten an den Baum geknipst. Schon hatten wir wieder eine zweite Möglichkeit sie zu nutzen.

Vorgestern hatten wir einen kleinen Sturz bei dem die Bremse links verbogen und rechts abgebrochen war, nachdem wir versuchten sie wieder gerade zu biegen. Vorhin haben wir zwei neue Bremsen gekauft und sie in kurzer Zeit montiert, nun ist das Fahrrad wieder fertig und neuen Strapazen ausgesetzt. - Florian

04. August: 4. Etappe - Pferd vs. Autobahn, Neu trifft Alt

Kurzübersicht
Tourverlauf
Hódmezövásárhely → Arad → Deva → Sibiu
Distanz

Etappe: 421 Km Total: 1.946 km

Höhenmeter Etappe: 1.840 m Total: 5.718 m


Aus Florian's Tagebuch...

Die Wege hier in Rumänien sind etwas gewöhnungsbedürftig! Die Landstraßen sind neu ebenso wie die Schnellstraßen, denn Autobahnen gibt es nicht. Die Straßen in den Dörfern sind etwas beschwerlich meist mit vielen Schlaglöchern und Hubbeln. Oft auch desolat und ungeteert jedoch in der Karte als normale Straßen eingezeichnet. Meist sind die kleineren Wege aus Schotter und mit bis zu 50 cm tiefen Schlaglöchern, ein Tod für jedes Laufrad.

Im großen und Ganzen sind die Straßenverhältnisse jedoch besser als ich dachte und ich bin positiv überrascht. Die Beschilderung in den Dörfern lässt zu wünschen übrig, hier muss man die Menschen am Wegesrand fragen. Auf den Schnellstraßen ist alles gut beschildert.

Es macht mehr Spaß durch die Dörfer zu fahren, da hier weniger Verkehr ist und die lieben Menschen sehr freundlich grüßen. Allerdings muss man hier schauen, dass nicht gerade eine Kuh oder ein anderes Tier die Straße kreuzt. - Florian

Etappe 4: von Hódmezövásárhely nach Sibiu


Radroute 267790 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Heute führte uns ein junger Mann der ein wenig deutsch sprach aus Arad... der hässlichsten Stadt heraus und vor uns bis Fantanele. Er erzählte mir, dass er jeden Tag 50 km zur Arbeit mit seinem super klapprigen Bike radelt, an dem ein Pedal schon halb weg war.

In Lipova überraschte uns eine Verkäuferin mit glänzendem deutsch. Dazu beriet sie uns, was wir am besten kaufen sollten, wenn wir gutes rumänisches Essen haben wollen.

Als wir dann nach Bata fuhren wurde uns von einem älteren Ehepaar Wasser aus einem Brunnen gegeben, Äpfel und Pflaumen geschenkt, sie waren sehr gastfreundlich. Danke an dieser Stelle!

Die Wunden des Unfallopfers heilen ganz gut - Dank dem Herrn. Heute Abend sind wir an einer Fährstation bei dem Örtlein Bulci, was an dem Fluss Mures liegt. Florian hat sich gestern beim Melonen schneiden in den Finger geschnitten - aber er lebt noch und es geht ihm gut. - Martin

Aus Jeremy's Tagebuch...

Na, was bleibt zu sagen. Die Bikes werden auf maximaler Belastung getestet. Die Schotterwege sind echte Herausforderungen für Laufräder, Gepäckträger und Rahmen. Zum Glück hält alles Tip Top aber aufpassen und jeden Abend kontrollieren ist wichtig. Noch ein Platter; unser Vierter. Schnellstens innerhalb von 5 Minuten sind wir wieder startklar.

Wir hatten gestern etwas Probleme mit dem Benzinkocher gehabt, es kam kein Gas mehr raus. Nach einer kompletten Demontage war er wieder intakt. An dieser Stelle noch ein Lob an den MSR Kocher, denn die Gaskartusche für den Campinggaskocher sind nicht immer leicht aufzufüllen.

Etwas Probleme hatten wir teilweise mit der Schaltung, bei einigen Tourmitgliedern. Dies zeigt aber wieder, dass sich mindestens LX oder besser XT für solche Touren lohnt.

Ich freue mich weiterhin über die Magura Federgabel,welche ihre Arbeit über die Schotterpiste hervorragend bewältigt. Unsere weitere Reise ist mit super Material gesichert und die Reise geht weiter.... - Jeremy

30. Juli: 3. Etappe - Willkommen im Mückenparadis

Kurzübersicht
Tourverlauf
Wien → Braislava → Budapest → Hódmezövásárhely
Distanz

Etappe: 542 Km Total: 1.525 Km

Höhenmeter Etappe: 1.210 m Total: 3.878


Aus Jeremy's Tagebuch...

Adieu Fahrradwege ... ! Ab der Slowakei und Ungarn mussten wir uns leider von den spezial gebauten bequemen Radstraßen verabschieden. In Bratislava waren zwar Stückweise Radwege vorhanden, endeten jedoch plötzlich und waren komplett unbeschildert. Zum Flughafen haben wir z.B die dreifache Distanz hinterlegt als die Autofahrer, da wir nur zigzag Wege fahren konnte.

Also gibt es ab jetzt für uns zwei Möglichkeiten: entweder nutzen wir die Ungarischen Schnellstraßen, worauf wir sehr schnell vorankommen aber das Unfallpotenzial sehr hoch ist oder wir fahren sandkieswege, die "fast" unfahrbar, spaßig aber sehr langsam sind. Zu bedenken ist auch, dass LKWs und Autofahrer nicht an Radfahrer gewohnt sind. Sie fahren oft sehr schell und dicht an uns vorbei. Überrascht waren wir jedoch über die Straßenqualität; teilweise mit Schlaglöchern und sehr uneben doch auch neu. Ungarn scheint wirtschaftlich zu boomen. Es gibt überall Neubauten und das steht derzeit im Kontrast mit dem alten Ungarn.

Unsere Landkarte hat leider einen zu großen Maßstab (1: 300 000). Für die nächste Etappe kaufen wir uns eine etwas präzisere. Das Problem mit feineren Karten ist, dass man quasi jeden tag eine neue Karte braucht, also muss man Kompromisse eingehen (1 :150 000).

Ungarn ist abgesehen von Budapest sehr flach bis jetzt. Es gibt kaum Steigungen also freue ich mich besonders wenn gelegentlich eine auftaucht. Wir sind auf die Wege in Rumänien gespannt in ca. 2 Tagen.... On the Road again. - Jeremy


Etappe 3: von Wien nach Hódmezövásárhely


Radroute 262021 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Wir sind in Keschkemet. Die Sonne scheint und es liegen noch 40 km vor uns. Das Material, was bisher mitgenommen wurde, ist bisweilen gut in Schuss. Was mich als einziges nervt, ist die Rohloff! Sie verliert schon wieder Öl und es liegen noch ca. 4.500 Kilometer vor uns. Was noch zu erwähnen wäre ist, dass jeweils 3 Platten bisher eingefahren wurden; einmal bei Schwalbe Supreme und zweimal bei Continental Top Contact. Was ich noch als zusätzlicher Mückenschutz bewährt hat, sind außer lange Kleider und Had auch Fahrradhandschuhe! Kleidung ist eh der beste Mückenschutz, da scheinbar alle gekauften Antimückensprays bei Donaumücken versagen. Als einfach unausgereift und deshalb oft untauglich, war die Kartenhalter der Vaude Fronttasche. Auch ein absoluter Reinfall waren die sehr teuren 5050XX Pedalen von Crankbrothers, die schon nach 2.000 Km mit den Lagern knackten. Was bei den Meisten zu Handproblemen führt sind die Griffe. Es gibt zwar tausende Sorten aber kaum welche die die Hand entlasten und gleichzeitig einen guten Griff haben. Der Verschluss der Ortliebsatteltaschen City Back Roller ist leider gegenüber dem Klassik Modell nicht so ausgereift. - Martin

Aus Florian's Tagebuch...

Es is unglaublich welch große Vielfalt Ungarn an Seen und Teichen zu bieten hat, Baggerseen mit super blauen Wasser aber jedoch auch Schnaken übersäte Teiche und Tümpel. Entweder man ist in Bewegung, im Zelt oder eingepackt in Kleidung oder man wird regelrecht aufgefressen. Es ist krass ehrlich gesagt. Autan oder Zitronella geben zwar ihr Bestes aber es ist unmöglich sich ganz zu schützen. Selbst in den Großstädten gibt es sie, die störenden Insekten. Das Stroh auf manchen Platten wurde frisch geschnitten und wir mussten es umknicken damit es nicht durchs Zelt sticht. Es wurde deutlich, dass die Ungarn freundlicher und empfänglicher sind als die Slowaken es waren. Der Reichtum am Strassen- oder Häuserbau ist deutlich erkennbar. Die Früchte die hier wachsen sind unheimlich süß und lecker besonders die Wassermelone ist ein Traum, ich freue mich schon auf den Süden denn dort wird das Obst umso süße.Das süße Obst ist jedoch nur am Straßenrand erhältlich denn im Supermarkt gibt es sie süßen Leckereien nur halb reif.... - Florian

24. Juli: 2. Etappe - Die große Strömung

Kurzübersicht
Tourverlauf
Regensburg → Passau → Linz → Wien
Distanz

Etappe: 506 Km Total: 983 Km

Höhenmeter Etappe: 934 m Total: 2.668 m


Aus Jeremy's Tagebuch...

Während ich schreibe liegen wir im Zelt halb in einer Pfütze, die sich  unter unserem Zelt angesammelt hat. Heute Abend hat uns das zweite Mega-Gewitter überrascht. Zum Glück hat es uns genug Zeit gelassen, um das Essen vorzubereiten und es halbwegs während einer wahnsinnigen Mückenattacke zu genießen. Die erste Sturmwelle ist vorbei und nun droht die Zweite. Hoffentlich halten die Zelte. Hoffentlich fliegen keine Baumtrümmer in Richtung Zelt. Schlafen ist außer Frage, wir wachen um uns auf jede mögliche Situation vorzubereiten. So laut sind die Tropfen, dass wir uns kaum verstehen können, aber bald wird es vorbei sein und wir können Wien begegnen.

Auf unseren Touren sind sowohl positive als auch negative Erlebnisse gang und gebe. So fuhren wir heute über 100 Km durch den heißesten Tag Österreichs, zum Glück hat keiner einen Hitzeschlag erlitten. Das wichtigste dabei ist trinken, trinken, trinken und da kann man nur dankbar sein für die Freundlichkeit der Menschen, die uns kostenlos bei sich ca. 20 Liter Wasser auffüllen lassen.

Wir essen reichlich und ausgewogen z.B heute Linsen-Bohnen-Oliveneintopf mit Tomatensoße und Brot. Unsere Tagesspesen liegen im Moment bei 6 EUR pro Person und Tag. Aber in zwei Tagen sind wir wieder zu siebt, was zur Entlastung der Tourenkasse beiträgt. Wir hoffen rechtzeitig am Flughafen in Bratislava zu sein, wir sind zuversichtlich; unsere Berechnung geht bis jetzt gut auf und vorwärts fahren wir entschlossener denn je. - Jeremy


Etappe 2: von Regensburg nach Wien


Radroute 254977 - powered by Bikemap
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Aus Martin's Tagebuch...

Die Straßenverhältnisse der letzten Tage waren sehr interessant, da die Donau noch Hochwasser hatte. Die Wege waren teilweise bis zu 30cm hoch geflutet, so dass man in jedem Fall nasse Füße bekommen hat, was bei solch heißen Temperaturen jedoch kein großes Problem war und eine willkommene Erfrischung bot. Die letzten 100 km des Main- Donau Kanal sind für die Radmäntel eine echte Herausforderung, von starken Schlaglöchern mit groben Kies bis hin zu frisch asphaltierten Wegen war alles dabei.

In Österreich kann man auf sehr gut beschilderten Radwegen fahren, deswegen benötigten wir keine Karten! Das einzige zu bemängelnde waren die miesen, fast gar nicht zu erkennenden Bodenwellen. Die Bäume, die den Weg schön schmücken und gut Schatten spenden, haben leider die Angewohnheit ihre Wurzeln halb unter der Straße wachsen zu lassen; hier ist etwas Vorsicht und ein fester Griff am Lenker gefragt. - Martin

Aus Florian's Tagebuch...

Wir hatten unseren ersten Platten, der jedoch schnell geflickt werden konnte. Wir hatten den Ersatzschlauch sofort griffbereit und die Luftpumpe, somit war dies kein großer Aufwand.

Um die Kilometer festzuhalten haben wir  zwei VDO Tachos ca. 80 EUR; wir haben extra zwei falls einer ausfällt (was bei uns kurz der Fall war). Die Wäscheleine bauen wir täglich aus Spannriemen, welche wir zwischen Bäume spannen und bei Sturm umeinander drehen um die Wäsche darin einzuspannen.

Da es Nachts meist kalt wird benötigen wir gute Schlafsäcke; wir nutzen dabei Daunenschlafsäcke, welche wir beim Transport maximal komprimieren können um Platz zu sparen. Eine Isomatte ist ebenso wichtig, hier achten wir auf den Komfort und den Inhalt des Geldbeutels. Die Isomatten liegen bei 10-120 EUR je nach Komfort und Bequemlichkeit. Die Hochwertigen sind meist von Thermarest, aufblasbar und überaus stabil. - Florian

18. Juli: 1. Etappe - Der Sprung ins kalte Wasser

Kurzübersicht
Tourverlauf
Mainz → Frankfurt → Würzburg → Fürth → Regensburg
Distanz

Kilometer Etappe: 477 km

Höhenmeter Etappe: 1.734 m


Aus Martin's Tagebuch...

Es ist der fünfte Tag der Reise uns es gibt viel zu berichten. Z.Z. sind wir überaus erfreut über die herzliche Gastfreundlichkeit des Hauses Jordan. Die Nacht zuvor erlebten wir einen sehr starken Sturm mit allem was ein richtiges "Unwetter" zu bieten hat. Gott sei Dank, dass die drei Zelte (eins von SALEWA, eins von VAUDE und eins aus dem REALMARKT) diese Tortour mehr oder weniger gut überstanden haben. Das Zelt vom REALMARKT muss leider zurückgegeben werden.

Die Personen die bisher mitgefahren sind wurden heut an Ihre Grenzen gebracht. Nach ca. 70 Km Dauerregen ist man, wie sich ja jeder denken kann, ziemlich durchfroren, hungrig, mutlos und vielleicht auch hoffnungslos, wenn nicht doch ein klein bisschen Hoffnung auf Besserung bliebe. Nun hat ja jeder 2 Augen im Kopf die einen wissen lassen, nach einem Blick in den Himmel, ob eine Wetteränderung kommt oder nicht. Man hat dann oft nur den Blick für das was vor Augen ist und nicht die Sicht und Hoffnung für das, was bereits auf einen wohlwollend wartet.

Die Freude ist dann meistens umso größer, wenn man wieder Erwarten so reich beschenkt wird wie wir gerade. Freundliche Menschen, gutes Essen, warme Unterkunft und eine Matratze. ;-) Dies alles lässt ein dankbar und demütig werden, das ist zwar nicht "modern", aber äußerst hilfreich.

Ein Dank an Familie Jordan an das Tandem-Team, dass uns heut verließ und einen Dank an das Eurasia Team. -Martin

Etappe 1: von Mainz nach Regensburg


Radroute 249966 - powered by Bikemap
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Aus Florian's Tagebuch...

Der R3 Radweg führt uns ab Mainz über Frankfurt und ist gut ausgeschildert und sehr gut zu fahren. Teilweise aus Schotter und somit sehr matschig bei Regen. Er führt durch hessische Ortschaften durch Frankfurt am Main entlang. Ohne Probleme führt der Radweg bequem am Ufer Frankfurt, meist eben und ohne große Schwierigkeiten, gut geeignet für längere Strecken.

Der Mainradweg führt weiter oft breit asphaltiert, wobei man die Natur wunderbar genießen kann.Je südlicher, desto schöner. Auf dem Main-Donauradweg geht es ewig am Donaukanal entlang meist auf Schotter. Dieser Kanal verbindet den Main und die Donau für den Binnenschifffahrtsverkehr. Dadurch ist es ein meist flacher Radweg mit nur wenig Höhenmeter. Dadurch ist ein lockeres und zügiges radeln möglich. Schleusen werden umfahren. Der oft gleiche Radweg hängt damit zusammen, dass der Kanal ein von Menschenhand künstlich angelegter ist. -Florian

Aus Jeremy's Tagebuch...

Wir sind noch ganz am Anfang unserer Reise. Nichts desto Trotz fahren wir mit Power vorwärts und auch unsere Teammitglieder nehmen die doch nasse Herausforderung fröhlich auf sich. Der Defekt am Tandem konnte in letzter Minute behoben werden; danke an Pedalpower für Ihre schnelle Reaktion.

Bis jetzt können wir auch glücklicherweise berichten, dass Ausrüstung und Räder völlig funktionieren. Die GORE-Tex Regenjacken kommen oft zum Einsatz und hielten uns auch bei schlimmstem Gewitter trocken. Der Benzinkocher erweist sich auch als super Alternative zum Gaskocher und liefert jede Menge Energie. Ein Tipp für alle, die ihr Essen gerne am Lagerfeuer essen möchten, Töpfe mit Griffen und Deckel sind ein Plus wenn mann sich nicht die Hände verbrennen möchte. Die Gepäckträgerschrauben mussten wir nachziehen, was normal ist bei neumontierten Träger.

Ansonsten müssen wir die Räder regelmäßig aufpumpen, bis jetzt jedoch sind wir ohne jeden Platten und Panne durchgekommen. Da wir Tag für Tag unsere Wäsche waschen, sind wir über die schnelltrocknenden Radtrikots erfreut. Leider regnet es bis jetzt durch und somit ist das tragen von nassen Kleidungststücken ein Muss und Genuss! ... Bis demnächst -Jeremy

13. Juli: Der Start

Es wird kein Spatziergang ... das merken wir mit jedem Schritt, je mehr wir uns dem Tag X nähern.

Die Letzten Sachen werden geholt, obwohl wir wissen, dass wir optimal ausgestattet sind, reichert sich der Stress der letzten Wochen an. "Wie könnte ich nur das Flickzeug und Ersatzbeläge vergessen!" Aber morgen geht es los und alle, Familien und Freunde sind am helfen. Wir fahren nicht allein, mindestens starten wir zu neunt. Zwei Rennradfahrer, die uns nur den aller erste Tag begleiten, zwei Frauen, die bis Bratislava und Bukarest mitreisen und ein Tandem-Team, das bis Wien an unsere Seite mitradeln wird.

Die ersten Probleme tauchen schon vor Beginn der Reise auf. Das Tandem, was wir selber zusammengebaut haben, ist nicht fahrtüchtig! Der nagelneue hintere Pedalpower-Freilauf ist hin und das nach etwa 30 km Vorprobenfahrten. Morgen, einen Tag vor dem Start, werden wir alles daran setzten die Nabe wort-wörtlich in Gang zu bringen. Solche Startprobleme sind Standard aber man ist nie darauf völlig vorbereitet. Wir haben ein Haufen Kilometer vor uns, die Wetterlage ist bis jetzt alles andere als optimal, trotzdem sind wir bereit ... wir starten!

Unbekanntes Gebiet erwartet uns und obwohl die Gedanken an Pannen, Unfälle, Krankheiten, schlechtes Wetter und böse Überraschungen uns plagen setzten wir unsere Augen und Hoffnung in die Höhe, befestigen die Taschen und treten in die Pedale fort ...

Auf Wiedersehen Mainz, bis bald! - Jeremy

Tourenausrüstung

11. Juli: Vorbereitungen - Die richtige Ausrüstung!

Eine Radtour mit 5.500 km muss gut vorbereitet sein um unterwegs keine bösen Überraschungen zu erleben. Unser Eurasien-Team hat sich in den letzten Wochen intensiv mit den Herausforderungen auf dem Weg nach Asien auseinandergesetzt und die wichtigsten Dinge für Sie zusammengefasst.

Vorgeschichte & Philosophie

Freiheit! Jedermann hat seine Definition und Vorstellungen davon was es genau bedeutet oder sein sollte. Sicherlich kann man sie sogar im Alltag spüren aber lasst uns den Lebenskomfort etwas senken, lasst uns größere Distanzen durch eigene Kräfte zurücklegen, lasst uns zu Nomaden werden und die Freiheit verstärkt spüren. Genau diese Freiheit ist gemeint wenn man von Extrem-Langzeit-Radreisen redet. Das Ziel und der Weg werden umgedreht; der Weg wird zum Ziel transformiert.

So war es nach dem Mauerfall für zwei junge Ostdeutschen möglich endlich über die Grenzen mit etwas Gepäck hinauszuradeln um Grenzenlosigkeit zu testen. Aus dieser spontanen Kurzreise wurde schließlich einen zwei-jähriger Weltumradlung. Dann hört man aus Kreisen der Bekanntschaft über einen Wandergeselle, der von Afrika mit einem Singlespeed, integrierten Holzklotzbremsen und zwei riesige Kanister Wasser über die Wüstenlandschaft durch Spanien und Frankreich nach Mainz gefahren ist um sich an einer andere Radreise-Gruppe anzuschließen, die die Ostsee umradeln wollten.

Auf einer völlig andere Wintertour vor ca. zehn Jahren entschieden sich spontan junge Reisende die "Tour nach Israel" zu planen. Wie wir aber alle leider wissen, Zeit ist ein Plan-Killer wenn man sich zu viel davon nimmt und die Tour gerät in Vergessenheit ... bis 2007!

Wir waren gerade aus einer Tour bis Afrika über Frankreich und Spanien zurückgekehrt, offensichtlich noch unter Einfluss der Tour-Droge, öffneten den Weltatlas und fragten uns wo die nächste Reise uns hinziehen würde. Die Antwort kam direkt. Wir werden das wagen, wovon bisher nur die Rede war ... Eurasien, die Tour nach Israel! So entstand vor zwei Jahre die Entscheidung doch weniger waren letztendlich dazu bereit, letztendlich waren es drei. Auf fast der gleiche Strecke wurde auch vor 6 Jahren die "Schwarze Meer Tour" wegen häufiger Materialmängel abgebrochen ... jetzt heißt es für uns, "Aus alte Ziele lernen, neue Wege wagen!"

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