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Der richtige Reifendruck beim Rennrad in bar
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| zuletzt aktualisiert am: |
Das Wichtigste in Kürze
- Richtwert bei rund 70 kg: ca. 5 bis 7 bar je nach Breite. 25-mm-Reifen fährst du mit etwa 7 bar, 28 mm mit etwa 6 bar, 32 mm mit etwa 5 bar.
- Je breiter der Reifen und je leichter du bist, desto weniger Druck brauchst du. Pro 10 kg mehr Gewicht kommen etwa 0,5 bar dazu.
- Hookless-Felgen vertragen höchstens 5 bar (72,5 psi). Den Maximaldruck von Reifen und Felge darfst du nie überschreiten.
- Tubeless-Reifen fährst du mit etwa 0,3 bis 0,5 bar weniger, bei Nässe und auf Kopfsteinpflaster ebenfalls etwas weniger.
- 1 bar entspricht 14,5 psi. Prüf den Druck vor jeder längeren Ausfahrt, denn schmale Rennradreifen verlieren schnell Luft.
Der richtige Reifendruck trägt wesentlich zum Fahrgefühl auf dem Rennrad bei. Ein passend hoher Luftdruck sorgt bei Rennradreifen für einen geringen Rollwiderstand und damit für hohes Tempo auf Asphalt. Der ideale Luftdruck hängt jedoch von der Reifenbreite und vom Reifentyp ab, außerdem vom Gesamtgewicht aus dir und deinem Rad, vom Untergrund und sogar vom Wetter. Hier erfährst du, wie du den richtigen Reifendruck für dein Rennrad in bar ermittelst und warum du ihn regelmäßig kontrollieren und anpassen solltest, um Komfort, Sicherheit und Leistung zu optimieren.
Der richtige Reifendruck beim Rennrad in bar
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Das Wichtigste in Kürze
- Richtwert bei rund 70 kg: ca. 5 bis 7 bar je nach Breite. 25-mm-Reifen fährst du mit etwa 7 bar, 28 mm mit etwa 6 bar, 32 mm mit etwa 5 bar.
- Je breiter der Reifen und je leichter du bist, desto weniger Druck brauchst du. Pro 10 kg mehr Gewicht kommen etwa 0,5 bar dazu.
- Hookless-Felgen vertragen höchstens 5 bar (72,5 psi). Den Maximaldruck von Reifen und Felge darfst du nie überschreiten.
- Tubeless-Reifen fährst du mit etwa 0,3 bis 0,5 bar weniger, bei Nässe und auf Kopfsteinpflaster ebenfalls etwas weniger.
- 1 bar entspricht 14,5 psi. Prüf den Druck vor jeder längeren Ausfahrt, denn schmale Rennradreifen verlieren schnell Luft.
Der richtige Reifendruck trägt wesentlich zum Fahrgefühl auf dem Rennrad bei. Ein passend hoher Luftdruck sorgt bei Rennradreifen für einen geringen Rollwiderstand und damit für hohes Tempo auf Asphalt. Der ideale Luftdruck hängt jedoch von der Reifenbreite und vom Reifentyp ab, außerdem vom Gesamtgewicht aus dir und deinem Rad, vom Untergrund und sogar vom Wetter. Hier erfährst du, wie du den richtigen Reifendruck für dein Rennrad in bar ermittelst und warum du ihn regelmäßig kontrollieren und anpassen solltest, um Komfort, Sicherheit und Leistung zu optimieren.
Von welchen Faktoren hängt der richtige Reifendruck beim Rennrad ab?
Das optimale Fahrgefühl auf dem Rennrad hängt maßgeblich vom Reifendruck ab. Doch hier stellt sich schnell die Frage: Wie viel Druck braucht der Reifen meines Rennrads eigentlich? Als Faustregel gilt: Je schmaler der Reifen, desto höher sollte der Luftdruck sein. Gut aufgepumpte Rennradreifen verformen sich wenig, haben auf glattem Asphalt einen geringen Rollwiderstand und sind deshalb besonders schnell.
Durch den hohen Luftdruck bieten die Reifen jedoch wenig Komfort, und auf rauer Fahrbahn spürst du jede Unebenheit. Ist der Druck zu hoch, springt der Reifen über Unebenheiten, statt sie zu schlucken, und wird dadurch sogar langsamer. Aber auch einen zu geringen Reifendruck gilt es zu vermeiden: Der Reifen walkt stark, fährt sich schwammig und schlägt bei Schlaglöchern bis auf die Felge durch. Die Folge sind Durchschläge, Schäden an der Reifenflanke und ein höherer Verschleiß. Wie viel Luftdruck ein Reifen letztendlich benötigt, hängt von mehreren Faktoren ab.
Gewicht
Ob Rennrad, Mountainbike oder Trekkingrad: Der Luftdruck des Reifens hängt stark vom Gesamtgewicht aus dir, deinem Rad und deiner Ausrüstung ab. Beim Bikepacking zum Beispiel erhöht sich das Gesamtgewicht um mehrere Kilo, sodass du den Reifendruck unbedingt nachjustieren solltest. Wird der Druck nicht angepasst, leiden Fahrkomfort und Sicherheit. Bist du schwerer, brauchst du ebenfalls mehr Luft im Reifen, damit er nicht durchschlägt. Als Richtwert gelten etwa 0,5 bar mehr pro 10 kg.
Tipp: Pump das Vorderrad etwas weniger auf als das Hinterrad, etwa 0,2 bis 0,5 bar. Auf dem Hinterrad lastet beim Rennrad mehr Gewicht, das Vorderrad läuft auch mit weniger Druck ruhig und bietet dir dann mehr Grip in Kurven.
Untergrund
Auf frisch asphaltierter Straße rollst du mit höherem Reifendruck am schnellsten. Anders verhält es sich auf unebenen Straßen: Ist der Reifen zu stark aufgepumpt, kann er die Unebenheiten nicht mehr ausreichend abfedern. Das wirkt sich negativ auf Fahrverhalten, Komfort und Geschwindigkeit aus und kann im schlimmsten Fall die Haftung kosten. Berücksichtige deshalb schon bei der Routenplanung den Untergrund und passe den Reifendruck entsprechend an.
Reifentyp
Bevor du den Reifendruck an deinem Rennrad anpasst, lohnt sich ein Blick auf die Reifenbreite und die Reifenkonstruktion. Auf der Reifenflanke findest du die genormte ETRTO-Reifengröße sowie den minimal und maximal zulässigen Reifendruck. Zu hoher Reifendruck führt zu einem rauen Fahrgefühl, zu geringer Reifendruck erhöht den Verschleiß. Im Vergleich zu MTB-Reifen sind Rennradreifen deutlich schmaler und bieten weniger Luftwiderstand. Früher waren besonders schmale Reifen mit 23 mm beliebt. Heute sind 28 mm Standard, viele neue Rennräder rollen sogar auf 30 bis 32 mm breiten Reifen. Breitere Reifen fährst du mit weniger Druck.
Witterung
Um die Haftung des Rennrads bei Nässe zu verbessern, empfiehlt es sich, den Reifendruck um ca. 0,5 bar zu reduzieren. Auch Wärme erhöht den Reifendruck. Besonders stark steigt er bei langen Abfahrten mit Felgenbremsen, weil sich die Felge beim Bremsen aufheizt, bei Carbonfelgen besonders schnell. Pump deine Reifen an heißen Tagen vor Touren mit langen Abfahrten deshalb nicht bis zum Maximum auf.
Gut zu wissen: Der Reifendruck bei Rennrädern wird in bar oder psi angegeben. psi ist die in den USA gebräuchliche Maßeinheit, daher findest du bei Produkten von dort ansässigen Herstellern oft psi-Werte. 1 bar entspricht 14,5 psi: 5 bar sind also 72,5 psi, 6 bar rund 87 psi und 7 bar rund 102 psi.
Den passenden Reifendruck fürs Rennrad finden: Mit Tabelle
Generell kannst du dich beim Fahrrad-Reifendruck an der Angabe auf der Reifenflanke orientieren. Innerhalb dieses Bereichs kannst du auf deinen Touren experimentieren, bis du den idealen Reifendruck gefunden hast. Genauer bestimmst du den passenden Druck, wenn du dein Körpergewicht und die Breite deiner Reifen berücksichtigst. Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte in bar für den Hinterreifen mit Schlauch; vorne fährst du etwa 0,2 bis 0,5 bar weniger:
| Fahrergewicht | 25 mm | 28 mm | 32 mm |
| 50 bis 60 kg | 6,0 bis 6,5 | 5,0 bis 5,5 | 4,0 bis 4,5 |
| 61 bis 70 kg | 6,5 bis 7,0 | 5,5 bis 6,0 | 4,5 bis 5,0 |
| 71 bis 80 kg | 7,0 bis 7,5 | 6,0 bis 6,5 | 5,0 bis 5,5 |
| 81 bis 90 kg | 7,5 | 6,5 bis 7,0 | 5,5 bis 6,0 |
| über 90 kg | breiteren Reifen wählen | 7,0 | 6,0 |
Fährst du tubeless, ziehst du etwa 0,3 bis 0,5 bar ab. Gilt für deine Felge ein niedrigerer Maximaldruck, etwa 5 bar bei Hookless-Felgen, ist immer dieser Wert die Obergrenze.
Im Gegensatz zu Mountainbikern, die den Reifendruck ihres MTBs ständig den Bodenverhältnissen anpassen müssen, haben es Rennradfahrer wesentlich einfacher: Auf der Straße ist die Vielfalt an Untergründen eher gering. Eine Ausnahme ist Kopfsteinpflaster. Hier greifst du am besten zu Reifen ab 28 mm Breite und fährst etwa 0,5 bar weniger als in der Tabelle.
Bitte beachte, dass es sich um allgemeine Richtwerte handelt und der optimale Reifendruck je nach Reifenmodell, Felgenbreite, Vorlieben und Bedingungen variieren kann. Viele Reifen- und Felgenhersteller bieten dafür eigene Druckrechner an. Prüf den Reifendruck regelmäßig und pass ihn bei Bedarf an, um Reifenpannen zu vermeiden.
Achtung bei Hookless-Felgen: Viele neue Rennräder rollen auf Hookless-Felgen, also Felgen ohne Haken an der Felgenflanke. Hier liegt der Maximaldruck bei 5 bar (72,5 psi), unabhängig von deinem Gewicht und vom Wert in der Tabelle. Außerdem darfst du nur Reifen montieren, die der Hersteller ausdrücklich für Hookless freigegeben hat, und meist erst ab 28 mm Breite. Kommst du laut Tabelle über 5 bar, wähl einen breiteren Reifen. Ob deine Felge hookless ist, steht meist auf einem Aufkleber an der Felge oder in der Anleitung des Herstellers.
Warum ist der richtige Reifendruck beim Rennrad so wichtig?
Der Rollwiderstand eines Reifens ist entscheidend fürs Fahrgefühl und hängt stark vom Luftdruck ab. Breite Reifen haben eine kurze und breite Aufstandsfläche, schmale Reifen eine lange und schmale. Bei gleichem Druck rollt ein breiterer Reifen deshalb nicht schlechter als ein schmaler, auf rauem Asphalt oft sogar leichter. Du kannst also bedenkenlos zu breiteren Rennradreifen greifen und sie mit weniger Druck fahren, ohne an Tempo zu verlieren.
Aus Komfortgründen kannst du den Reifendruck beim Rennrad reduzieren. Achte aber darauf, dass er nicht zu niedrig wird. Ein zu geringer Luftdruck belastet die Karkasse des Reifens und führt zu höherem Verschleiß der Lauffläche. Außerdem steigt das Risiko für Durchschläge und Reifenpannen. Pump deine Reifen aber auch nicht bis zum Maximum auf: Sonst verlieren sie besonders auf unebenen Straßen an Haftung und beginnen zu springen. Im schlimmsten Fall kann das zu einem Sturz führen.
Welche Rolle spielt die Reifenart für den idealen Reifendruck beim Rennrad?
Der richtige Reifendruck hängt auch von der Art des Reifens ab. Damit du weißt, wie viel Druck du in deine Rennradreifen geben solltest, hier eine Übersicht:
Tubular (Schlauchreifen): Beim Tubular, auch Schlauchreifen genannt, ist der Schlauch direkt in den Mantel eingenäht. Der ganze Reifen wird auf eine spezielle Schlauchreifenfelge geklebt. Diese Konstruktion ist leicht und sitzt sehr sicher auf der Felge, was den Tubular vor allem im Profisport beliebt macht. Außerdem hat er gute Notlaufeigenschaften: Bei einem Platten springt er nicht von der Felge. Den Druck wählst du ähnlich wie beim Drahtreifen mit Schlauch.
Tubeless (schlauchloser Reifen): Tubeless-Reifen waren zunächst im Mountainbike-Sport verbreitet, haben sich in den letzten Jahren aber auch am Rennrad etabliert. Felge und Reifen sind luftdicht, ein Tubeless-Felgenband dichtet das Felgenbett ab, und eine Dichtmilch aus Latex verschließt kleine Löcher in Sekundenschnelle. Das Beste: Tubeless-Reifen kannst du mit etwa 0,3 bis 0,5 bar weniger Luftdruck fahren. Das verbessert den Fahrkomfort spürbar, erhöht die Haftung und verringert auf rauem Asphalt den Rollwiderstand. Auf Hookless-Felgen sind Tubeless-Ready-Reifen Pflicht, dort gilt die Grenze von 5 bar.
Clincher (Drahtreifen mit Schlauch): Der Clincher ist der Klassiker unter den Rennradreifen. Er ist mit Drahtkern oder als leichterer Faltreifen erhältlich und etwas pannenanfälliger als Tubeless- oder Schlauchreifen. Aber keine Sorge: Bei einem Platten wechselst du den Schlauch schnell aus und sitzt bald wieder im Sattel. Die Werte in unserer Tabelle gelten für diesen Reifentyp.
Egal, für welchen Reifentyp du dich entscheidest: Prüf den Reifendruck regelmäßig und pass ihn an, um das beste Fahrerlebnis auf deinem Rennrad zu haben.



















